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Fußball-Nationalmannschaft : Ist Neuer der nächste Weltmeister auf Löws Liste?

  • Aktualisiert am

„Ich weiß, dass die Zeit nicht unbegrenzt ist“: Manuel Neuer Bild: dpa

Der Bundestrainer setzt nicht mehr auf die Münchner Hummels, Boateng und Müller. Und wie ist es mit dem noch älteren Manuel Neuer aus? Vor dem Spiel gegen Liverpool spricht der Torwart über die Situation.

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          Kapitän Manuel Neuer befürchtet persönlich keine baldige Ausmusterung aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Er fühle sich nicht als „altes Eisen“, sagte der Nationaltorhüter am Dienstag in München auf die Frage nach seinen Bayern-Kollegen Jérôme Boateng (30), Mats Hummels (30) und Thomas Müller (29), die von Bundestrainer Joachim Löw in der vergangenen Woche zu ehemaligen Nationalspielern erklärt worden waren. Löw will in Zukunft mehr auf junge Spieler setzen.

          Champions League

          „Ich weiß, dass die Zeit nicht unbegrenzt ist“, sagte Neuer, der Ende des Monats sogar schon 33 Jahre alt wird. Er hat 84 Länderspiele bestritten. Löw ernannte ihn erst kürzlich zu seiner Nummer eins bis mindestens zur EM-Endrunde 2020, bei der München einer der Spielorte sein wird. Der Bundestrainer hatte aber zuletzt auch verkündet, dass Neuers Herausforderer Marc-André ter Stegen (26) mehr Einsatzzeiten im Tor der DFB-Auswahl erhalten soll. Der Schlussmann des FC Barcelona hatte angekündigt, auch beim DFB die Nummer 1 werden zu wollen. Droht also auch Neuer bald das Schicksal von Müller, Hummels und Boateng?

          Neuer sagte vor seinem 100. Champions-League-Einsatz an diesem Mittwoch gegen den FC Liverpool, dass es aktuell für ihn „wichtigere Themen“ gebe, „als wie lange man noch spielt“. Die Nationalmannschaft startet in der kommenden Woche mit einem Testspiel gegen Serbien in Wolfsburg und dem Auftaktspiel in der EM-Qualifikation in Amsterdam gegen die Niederlande in das Länderspieljahr 2019. Neuer soll das Aufgebot, das Bundestrainer Löw am Freitag in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main bekanntgeben wird, anführen.

          Nach dem Wirbel um die Ausbootung dreier Weltmeister wird Löw seine erste Kader-Nominierung des Jahres in einer Pressekonferenz erklären. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten lud der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für Freitag (12.30 Uhr) in seine Zentrale in Frankfurt am Main ein. Dort werde Löw zum Auftakt des Länderspieljahres „das Aufgebot nominieren und seine grundsätzlichen Überlegungen erläutern“. Nach anfänglichem Lob für Löws Konsequenz beim Umbruch wurde Kritik am Stil laut, die sowohl Müller und Boateng als auch die jungen Bayern-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich äußerten. Müller klagte zudem über die „suggerierte Endgültigkeit“ in „vorgefertigten Statements“.

          Zu Löws Aufgebot für die Länderspiele gegen Serbien in Wolfsburg (20. März) und gegen die Niederlande in Amsterdam (24. März/EM-Qualifikation) werden maximal noch drei Weltmeister von 2014 zählen: Kapitän Neuer (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid) und Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach). Julian Draxler (Paris St. Germain) fällt wegen einer Oberschenkelverletzung aus. Üblicherweise erfolgt die Kadernominierung per DFB-Pressemitteilung.

          Der FC Bayern bestritt derweil das Abschlusstraining für das Champions-League-Spiel gegen Liverpool mit den zuletzt verletzt fehlenden Kingsley Coman und David Alaba. Beide Stammkräfte standen am Dienstagnachmittag auf dem Vereinsgelände auf dem Platz. Die Übungseinheit war allerdings nur während der Aufwärmphase für die Medien zugänglich. Der Einsatz von Coman und Alaba, die zusammen die linke Außenbahn besetzen könnten, bleibt vor dem Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) offen.

          Coman hat gerade einen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert. Kovac zeigte sich jedoch in der Pressekonferenz vor dem Training „glücklich“, dass der Franzose eine wichtige Offensivoption sein könne, selbst falls er nicht von Beginn an spielen sollte. „Er gibt uns eine andere Dimension“, sagte Kovac. Bei Außenverteidiger Alaba, der die letzten zwei Bundesligaspiele verpasst hatte, gehe er davon aus, dass er nach den körperlichen Problemen „einsatzbereit ist“. Der deutsche Rekordmeister muss nach dem 0:0 in Liverpool beim entscheidenden Heimspiel ohne die gesperrten Müller und Kimmich antreten. Darüber hinaus fehlen der verletzte Arjen Robben sowie Corentin Tolisso. Der französische Weltmeister befindet sich nach einem Kreuzbandriss im Knie noch im Aufbautraining.

          Liverpool wird die Partie ohne Mittelfeldspieler Naby Keita bestreiten. Der frühere Bundesligaprofi von RB Leipzig sei wegen einer kleinen Verletzung nicht mit nach München gereist, teilte die Reds auf ihrer Webseite mit. Im Kader stehen dagegen Trent Alexander-Arnold, James Milner und Dejan Lovren, die alle leicht angeschlagen sind. Teammanager Jürgen Klopp wolle den Zustand der Spieler weiter beobachten, bis über einen Einsatz entschieden werde. Nach dem 0:0 im Hinspiel an der Anfield Road würde Liverpool zum Beispiel ein 1:1 zum Weiterkommen genügen, bei einer Niederlage wäre der LFC raus.

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