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Tuchel und Paris Saint-Germain : Wo die Egos Funken schlagen

Freudenschrei in Lissabon: Thomas Tuchel nach dem späten Erfolg gegen Atalanta Bergamo Bild: Reuters

Lange galt Paris Saint-Germain als Truppe aus exzentrischen Einzelkönnern, finanziert mit qatarischen Millionen. Doch dann kam das Rückspiel gegen Dortmund – und die Geldmaschine PSG zeigte plötzlich Herz.

          5 Min.

          Im vergangenen Winter, also in einer längst verflossenen Zeit, durfte sich Thomas Tuchel nicht sicher sein, als Trainer von Paris St-Germain das Achtelfinale gegen Borussia Dortmund noch zu erleben. Man konnte in jenen Tagen trotzdem nicht sagen, dass Tuchel um seinen Posten gebangt hätte, zumindest nicht im Wortsinne. Denn dafür waren die Voraussetzungen, unter denen er in Paris arbeitet, vom ersten Tag an zu eindeutig abgesteckt. Die Revolution kann in einem Klub wie Paris St-Germain jeden Tag ausbrechen.

          Champions League
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          PSG stand zur Jahreswende in der Tabelle der Ligue 1 souverän an der Spitze. Tuchels Team hatte im November lediglich in Dijon verloren, und zuvor gegen Reims und Rennes. Doch Ergebnisse in der Meisterschaft, für die Ausnahmemannschaft der französischen Liga ohnehin ein Selbstläufer, spielen in dem globalisierten Fußballkonstrukt, das Paris St-Germain in seiner Struktur so stark wie kein anderer europäischer Topklub verkörpert, keine maßgebliche Rolle. Tuchel ist vollkommen bewusst, das in Paris etwas anderes zählt: die Egos – und die Ergebnisse in der Champions League.

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