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Fußball-Spitzenklub Dortmund : Warum der BVB vor einer entscheidenden Woche steht

  • Aktualisiert am

Dortmunds Marco Reus (links) bejubelt sein Tor gegen den VfL Wolfsburg mit Achraf Hakimi. Bild: dpa

Borussia Dortmund ist binnen fünf Tagen gleich zweimal mächtig gefordert. In den wichtigen Duellen könnte sich zeigen, ob das Favre-Team wirklich so stark ist, wie es derzeit scheint. An Selbstvertrauen mangelt es nicht.

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          Gruppen-Gipfel gegen Atlético Madrid, Liga-Hit gegen die Bayern – der BVB startet mit neuem Mut in die Woche der Wahrheit. Der Ausbau der Bundesliga-Tabellenführung am vorigen Spieltag hat den Glauben an die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Schon ein Teilerfolg am Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) in Spanien könnte den Weg ins Achtelfinale der Champions League ebnen und den Schub für das Duell mit den Münchnern vier Tage später verstärken. „Das wird eine schöne und wichtige Woche für uns. Machen wir es gut gegen Atlético, wird es auch einfacher gegen die Bayern“, sagte BVB-Mittelfeldspieler Thomas Delaney.

          Champions League

          Selbst der Schreckmoment beim Landeanflug auf den Flughafen der spanischen Hauptstadt, als der BVB-Flieger in etwa 600 Metern Höhe durchstarten musste und deshalb erst mit rund 30 Minuten Verspätung ankam, konnte die Vorfreude nicht schmälern.

          Denn nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Bühne steht die Borussia derzeit glänzend da. Mit der makellosen Bilanz von neun Punkten führt sie die Tabelle der Gruppe A vor Madrid (6), AS Monaco (1) und dem FC Brügge (1) an. Nach dem 4:0-Kantersieg vor zwei Wochen daheim gegen das spanische Spitzenteam stehen zudem die Chancen gut, den bei Punktgleichheit wichtigen direkten Vergleich mit Atlético zu gewinnen. Mit einem weiteren Erfolg wäre nicht nur die Qualifikation für die K.o.-Phase, sondern auch der Gruppensieg bereits am vierten Spieltag perfekt.

          Beim Versuch, auch das 16. Pflichtspiel dieser Saison ungeschlagen zu überstehen, wird die Borussia im 68.000 Zuschauer fassenden neuen Atlético-Stadion Wanda Metropolitano jedoch mächtig gefordert. In den vergangenen 19 Heimpartien auf europäischer Bühne gab es für Atlético nur eine einzige Niederlage. „Atlético ist eine der besten Teams in Europa seit sieben, acht Jahren“, sagte BVB-Coach Lucien Favre und bezeichnete seinen Kollegen Diego Simeone „als einen der besten Trainer der Welt“.

          Zudem brennt der Champions-League-Finalist von 2014 und 2016 sowie Halbfinalist von 2017 nach Einschätzung von Michael Zorc auf Revanche. „Madrid wird sehr wütend in dieses Rückspiel gehen, nachdem ihre Niederlage im Hinspiel vielleicht auch ein bisschen zu hoch ausgefallen ist“, sagte der BVB-Sportdirektor den „Ruhr Nachrichten“. Madrids Trainer Simeone traut der Borussia derweil sogar den Meistertitel in der Bundesliga zu. „Sie spielen einen spektakulären Fußball“, sagte der Argentinier am Montagabend. „Dortmund ist eines der besten Teams in Europa. Wenn sie das fortsetzen, dann haben sie hervorragende Chancen, die Bundesliga zu gewinnen.“

          Doch bei aller Konzentration auf das Duell mit den Spaniern geht der Blick aller Beteiligten zumindest ein Stück weit bereits Richtung Bundesliga-Klassiker. Schließlich würde der BVB seinen Vorsprung auf den Erzrivalen aus München mit einem Sieg auf bereits sieben Punkte ausbauen. „Ich hoffe, dass wir aus Madrid Selbstvertrauen mitnehmen und dass sich keiner verletzt. Dann können wir gegen die Bayern mit guter Kapelle und großer Motivation die Aufgabe angehen“, kommentierte Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl.

          Trainer Favre hat sich nach eigenen Aussagen bisher nur am Rande mit dem Bayern-Spiel beschäftigt: „Wir müssen als Trainer natürlich antizipieren wegen Rotation. Aber ich habe nur Atlético im Kopf.“ Zur Freude des Schweizers scheinen alle Profis den hart erkämpften 1:0-Sieg beim VfL Wolfsburg am vorigen Samstag schadlos überstanden zu haben. Nicht auszuschließen ist, dass zudem Mario Götze (Bronchitis) und Lukasz Piszczek (Knieprellung) wieder einsatzfähig sind. Abwehrspieler Abdou Diallo (Adduktorenzerrung) fehlte jedoch beim Abflug der Mannschaft.

          BVB-Torhüter Roman Bürki hofft auf eine ähnlich konzentrierte Leistung wie im Hinspiel, als die Borussia nach der 1:0-Führung stark unter Druck geriet und nur mit viel Glück einem Ausgleich entging. „Da haben wir Ruhe bewahrt und dann Nadelstiche gesetzt. So müssen wir es auch am Dienstag machen.“

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