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FC Bayern und Müller-Wohlfahrt : „Er ist und bleibt der beste Arzt“

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Die Bayern schlagen gegenüber Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt versöhnliche Töne an Bild: dpa

Der Trubel beim FC Bayern nach dem plötzlichen Abschied von Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt war groß. Nach dem 6:1 gegen Porto gibt es versöhnliche Töne. Kehrt „Mull“ nun zurück?

          Von höchster Stelle hat der FC Bayern nach dem rauschenden Einzug in das Halbfinale der Champions League auch erste versöhnliche Töne gegenüber dem ehemaligen Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt angestimmt. „Er wird immer wichtiger Bestandteil der FC-Bayern-Familie sein, das möchte ich ausdrücklich betonen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nach dem 6:1-Heimsieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters über den FC Porto am Dienstagabend.

          „Wir haben eine große Wertschätzung für ihn, sowohl menschlich als auch fachlich. Er wird hier immer eine bedeutende Persönlichkeit bleiben, weil er 37 Jahre für diesen Klub gearbeitet hat“, erklärte Rummenigge, der berichtete: „Ich hatte mit ihm Kontakt, wir haben uns telefonisch ausgetauscht.“

          Über die Vorkommnisse nach der 1:3-Hinspielniederlage in Porto, die Müller-Wohlfahrt gemeinsam mit seinem Stab zum Anlass für den sofortigen Rückzug genommen hatte, äußerte sich Rummenigge bei seiner ersten öffentlichen Stellungnahme inhaltlich nicht. „Es gibt ein Arztgeheimnis und es gibt ja auch ein Kabinengeheimnis. Ich möchte das in der Kabine belassen, das haben wir bei Bayern München immer so gehandhabt.“

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          Müller-Wohlfahrt, den viele nur “Mull“ nennen, hatte behauptet, die medizinischen Abteilung sei hauptverantwortlich für die Niederlage in der ersten Viertelfinalpartie gemacht worden. Die Bayern beklagen aktuell eine Reihe von verletzten Profis.

          Ein Bayern-Comeback des 72 Jahre alten Arztes, der auch die deutsche Nationalmannschaft betreut, erscheint unwahrscheinlich. „Er hat diese Entscheidung jetzt gefällt. Dabei sollten wir es belassen“, erklärte Rummenigge: „Wir wissen, dass er für uns Großartiges geleistet hat.“ Müller-Wohlfahrt war seit Ende der 1970er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts beim Rekordmeister als Arzt tätig. „Ich war im übrigen damals der erste Spieler, der bei ihm auf der Pritsche gelegen hat, damals noch in der alten Praxis am Marienplatz“, erinnerte Rummenigge an seine Zeit als Profi.

          Im Alltag wird Müller-Wohlfahrt quasi inoffiziell Bayern-Arzt bleiben. Denn zahlreiche aktuelle Münchner Profis werden auch weiterhin seine Dienste in Anspruch nehmen. Arjen Robben bestätigte am Rande des Spiels gegen Porto im ZDF, dass er wie erwartet auch weiterhin in Müller-Wohlfahrts Praxis gehen werde: „Na klar, meine Beziehung zu ihm ist super.“

          Im TV-Sender Sky konkretisierte der niederländische Nationalspieler, der nach einem Bauchmuskelriss vor einem Comeback im Spielbetrieb steht: „Jeder Spieler hat eine persönliche Beziehung zu ihm. Er ist eine Vertrauensperson. Er ist der beste, und er bleibt der beste Arzt. Das habe ich ihm auch gesagt. Er wird mich weiter behandeln. Ich vertraue ihm zu hundert Prozent.“

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