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Champions-League-Reform : Uefa versucht zu beschwichtigen

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Kampf um die Champions League: Die Kleinen begehren gegen die Pläne der Großen auf. Bild: AFP

Die Uefa plant mit den großen Klub eine Reform der Champions League. Das ärgert besonders die kleineren Klubs und Ligen. Nun sucht die Uefa den Austausch mit den Kritikern.

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          Die Uefa hat den europäischen Fußball-Ligen die umstrittene Ideen für den künftigen Modus der Champions League vorgestellt. Bei dem Treffen der Führung des europäischen Verbandes mit den Vertretern der nationalen Ligen ging es am Mittwoch laut Medienberichten in der Uefa-Zentrale in Nyon unter anderen um größere Gruppen und ein System mit Auf- und Abstieg. Der neue Modus soll von 2024 an gelten.

          „Es ist ein anderes System als das, das wir heute haben“, sagte Lars-Christer Olsson, Präsident der Europäischen Ligen. „Das Gesamtbild ist, dass mehr Clubs beteiligt wären.“ Der Vorschlag der Uefa unterscheide sich nicht wesentlich von den Plänen der European Club Association (ECA) vom März. Einzelheiten wollte Olsson nicht nennen, bevor die Uefa am 17. Mai in Budapest ihre 55 Mitgliedsverbände informiert hat.

          Uefa-Chef Aleksander Ceferin betonte nach dem zweieinhalbstündigen Treffen, „dass entgegen bestimmten Medienberichten noch keine Entscheidungen getroffen wurden. Im Moment stehen lediglich Ideen und Meinungen im Raum“.

          Die ECA treibt derzeit unter Führung von Andrea Agnelli von Juventus Turin eine Champions-League-Reform voran, von der vor allem die Top-Clubs wie Real Madrid, FC Barcelona, Juve oder Bayern München profitieren würden.

          Die Pläne soll ein dreistufiges Ligensystem mit Auf- und Abstieg zwischen den Ligen vorsehen. Der Sieger - eine Art Club-Europameister - wird diesem Modell zufolge unter den 32 Mannschaften gekürt, die in der Liga A spielen. Dort soll es dann künftig vier Achtergruppen, statt bislang acht Vierergruppen geben. Spiele sollen auch am für die nationalen Wettbewerbe bedeutsamen Wochenende stattfinden. Die Ligaverbände um die Deutsche Fußball Liga und die englische Premier League stehen den Plänen kritisch gegenüber.

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