https://www.faz.net/-gtm-9t2mz

Champions League : Überwintern wieder möglich

  • Aktualisiert am

Glauben wieder ans Überwintern in der Champions League: Spieler von Bayer Leverkusen Bild: EPA

Die Ausgangslage für Bayer Leverkusen in der Champions League hat sich erheblich verbessert. Trainer Bosz sorgt für Lacher. Und Sportdirektor Rolfes schließt frühen Havertz-Wechsel aus.

          2 Min.

          Nach dem ersten Sieg in seinem zehnten Champions-League-Spiel und den ersten drei Punkten mit Bayer Leverkusen in der Königsklasse konnte Peter Bosz nichts aus der Ruhe bringen. Dank des 2:1 (1:0)-Erfolgs gegen Atlético Madrid ist das Achtelfinale für Bayer Leverkusen nun wieder greifbar – was nach dem verkorksten Auftakt mit drei Niederlagen fast einem Wunder gliche.

          Champions League

          Mit nun nur noch vier Punkten Rückstand auf Atlético (7) hat Bayer sich die kleine Chance auf das Überwintern gewahrt. „Wir haben Tore gemacht, das war der große Unterschied zu den vergangenen Wochen. Kampf zeigen wir immer, aber wir waren mutig. Hinten standen wir kompakter. Das war gegen Atlético wichtig. Das haben wir gut gemacht. Das Vertrauen war da, aber man braucht Ergebnisse. Wenn man gut spielt, aber keine Punkte holt, spielt man irgendwann auch schlechter“, sagte Bosz nach der Partie.

          Den niederländischen Trainer konnte es auch nicht grämen, dass das späte Gegentor durch Alvaro Morata (90.+4) Bayer noch den möglichen Direktvergleich wegen der 0:1-Niederlage im Hinspiel verlieren ließ. „Ist das so“, fragte Bosz? Dann lächelte er breit: „Dann müssen wir eben einen Punkt mehr holen als Atlético.“

          Für Lacher sorgte der 55-Jährige auch auf die Frage nach einer kuriosen Rudelbildung in der 78. Minute. Fast eine Minute lang rangelten sich Spieler von Bayer und Atlético nach einem Eckball heftig im Strafraum. Schiedsrichter Damir Skomina schaute sich das Ganze in aller Ruhe an, dann zückte er gleich vier Mal Gelb: Für Bayers Karim Bellarabi und Jonathan Tah sowie gegen Madrids Jan Oblak und Morata. So etwas habe er durchaus schon mal gesehen, sagte der einst als harter Spieler bekannte Bosz: „Aber da war ich meistens dran beteiligt.“

          Der Niederländer dachte auch schon an das nächste Gruppenspiel am 26. November bei Lokomotive Moskau, das mit ebenfalls drei Punkten aber der besseren Torbilanz (4:7) noch vor Bayer (3:7) auf Rang drei der Tabelle von Gruppe D liegt. Moskau hatte zum Auftakt der Saison 2:1 in Leverkusen gewonnen. „Wir versuchen, das nächste Spiel zu gewinnen, dann schauen wir, wie es steht“, sagte Bosz.

          „Es ist noch ein hartes Stück Arbeit die nächsten beiden Spiele, viele Fehler dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Aber trotzdem war es heute der richtige Schritt, um auch Moskau unter Druck zu setzen“, sagte Kapitän und Torschütze Kevin Volland nach dem Sieg gegen Madrid.

          Am letzten Spieltag empfängt Bayer am 11. Dezember Spitzenreiter Juventus Turin (10) mit Superstar Cristiano Ronaldo. Die Italiener haben sich nach einem 2:1 am Mittwochabend in Moskau bereits sicher fürs Achtelfinale qualifiziert.

          Unterdessen schloss es Sportdirektor Simon Rolfes aus, dass Fußball-Nationalspieler Kai Havertz schon in der Winterpause Bayer Leverkusen verlassen wird. Angesprochen auf einen möglichen Transfer, erklärte Rolfes: „Nein, das ist nicht denkbar.“ Über das angebliche Interesse von Manchester United an dem 20 Jahre alten Mittelfeldspieler sagte er: „Da gibt es nichts Konkretes.“

          Havertz' Vertrag bei Bayer 04 läuft noch bis 2022. Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro rechnet mit dem Abgang von Havertz im kommenden oder übernächsten Sommer. Er hofft auf eine Ablösezahlung jenseits der 100 Millionen Euro, wie er im Interview der „Rheinischen Post“ sagte.

          Champions League

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Königin Elizabeth II in ihrer Fernsehansprache am Sonntagabend

          Fernsehansprache der Queen : Mit Ruhe und Disziplin gegen das Virus

          Erst zum vierten Mal jenseits von Weihnachtsansprachen wendet sich die Monarchin in einer Fernsehansprache an ihr Volk. Sie appelliert an britische Tugenden – und verweist auf eine alte Radioansprache.
          Unter Federführung des Robert- Koch-Instituts haben Experten im Jahr 2012 durchgespielt, was in Deutschland passieren würde, wenn sich eine Seuche ausbreitet. Der Bericht ging an alle Bundestagsabgeordneten.

          Pandemie-Szenario : Der Bericht, den keiner las

          Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnte schon 2012 vor einem Virus, das unser Gesundheitssystem zum Einsturz bringen könnte. Doch geschehen ist nichts. Die Autoren sagen: Weil sich keiner dafür interessierte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.