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Tuchel und der FC Chelsea : „Niemand will gegen uns spielen“

  • Aktualisiert am

Thomas Tuchel und Christian Pulisic haben Spaß am Weiterkommen des FC Chelsea. Bild: AFP

Gegen den spanischen Tabellenführer Atlético Madrid kommt Thomas Tuchels FC Chelsea fast problemlos in der Champions League weiter. Die deutschen Stars glänzen dabei. Und Tuchel schwärmt.

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          Zwischen Thomas Tuchel und dem FC Chelsea scheint sich eine innige Beziehung zu entwickeln. Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League geriet der ungeschlagene Coach nun regelrecht ins Schwärmen. „Vom allerersten Moment an habe ich das Gefühl gehabt, Teil einer Familie und eines gut strukturierten Vereins zu sein“, sagte Tuchel nach dem souveränen 2:0 seiner Elf gegen Atlético Madrid (Hinspiel 1:0) am Mittwoch. „Die Unterstützung ist großartig, und ich fühle mich wirklich als ein Teil davon.“

          Champions League

          Neben Edin Terzic (Borussia Dortmund), Jürgen Klopp (FC Liverpool) und Hansi Flick (FC Bayern München) ist Tuchel der vierte deutsche Trainer, der mit seiner Mannschaft im Viertelfinale steht. Das gab es in der Königsklasse noch nie. Chelsea erreichte die Runde der letzten acht zuletzt vor sieben Jahren. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand gegen uns spielen will“, sagte Tuchel mit breiter Brust. „Es wird ein großer Schritt, aber wir brauchen uns nicht zu fürchten.“

          Gegen den erstaunlich harmlosen spanischen Tabellenführer Atlético hatten die Blues - mit den deutschen Nationalspielern Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger in der Startelf - kaum Probleme. Die Angreifer Werner und Havertz, beide auf dem Weg zu alter Form, hatten maßgeblichen Anteil an Chelseas Erfolg und brachten den Treffer von Hakim Ziyech (34. Minute) auf den Weg. „Die Vorlage von Timo war gut und der Pass von Kai vorher auch“, freute sich Torschütze Ziyech.

          „Das kann einfach so bleiben“

          Der selten enthusiastische Tuchel lobte in Bukarest, wo das Spiel wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen stattfand, die „besondere Verbindung“ und die „besondere Atmosphäre“ im Klub. „Es war eine unglaubliche Teamleistung“, sagte der 47-Jährige, „von den Jungs auf dem Platz, den Jungs auf der Bank und selbst den Jungs auf der Tribüne.“ Die waren während der Partie deutlich zu hören.

          Die Meisterschaft in der Premier League ist realistisch gesehen nicht mehr möglich. Zwei Titel kann Tuchel mit den Londonern in dieser Saison aber noch holen. Nach dem Weiterkommen in der Champions League wollen die Blues am Sonntag den Einzug ins Halbfinale des FA Cups klarmachen. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Sheffield United ist das zumindest auf dem Papier eine leichte Aufgabe.

          Mit wettbewerbsübergreifenden 13 Spielen ohne Niederlage seit seinem Amtsantritt im Januar hat Thomas Tuchel an der Stamford Bridge einen Vereinsrekord aufgestellt. Kritiker und Fans sind beeindruckt. Und wenn es nach dem früheren Mainzer und Dortmunder Trainer geht, soll es noch lange so erfolgreich und harmonisch weitergehen wie bisher. „Das kann einfach so bleiben“, sagte Tuchel, für den sich der Schritt, nach seiner Ausbootung bei Paris Saint-Germain nach England zu gehen, gelohnt hat. „Das ist schon was Besonderes und ein großer Spaß.“

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