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Champions League : Gnabry ist bei Bayern mehr als ein Lückenfüller

Serge Gnabry lernt zügig: Beim 2:0 in Athen bereitet der Nationalspieler beide Treffer vor. Bild: Reuters

Serge Gnabry ist der Gewinner der Münchner Schwächephase. Er bringt Tempo und Dynamik ins Spiel der Bayern. Ein Lob kommt von einem Konkurrenten. Doch eine Frage muss Gnabry noch beantworten.

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          Serge Gnabrys erster Startelfeinsatz in der Champions League verlief altersgemäß: in einer Lernkurve. Dazu trugen auch pädagogische Hinweise von Kollegen bei. Denn beim 2:0-Sieg bei AEK Athen am Dienstag fehlte dem aktivsten Bayern-Spieler bei aller Dynamik zunächst noch die letzte Ruhe bei Entscheidungsfindung und Ausführung. Die erste Hereingabe des 23-jährigen Linksaußen war einen Hauch zu unscharf geraten, so dass der Gegenspieler sie abfing, die zweite einen Hauch zu scharf, so dass der Mitspieler sie verpasste. Und als Gnabry dann zwei Mal vorschnell selbst schoss, bessere Optionen ignorierend, kassierte er eine stumme Standpauke von Robert Lewandowski. Der Befehl des Torjägers war gestisch und mimisch unmissverständlich: abspielen!

          Champions League
          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Gnabry lernte zügig – und schuf nach einer Stunde mit zwei kurzen, aber öffnenden Pässen, per Innenrist auf Mats Hummels, per Hacke auf Rafinha, die Grundlage für die Treffer von Javi Martinez (61. Minute) und Lewandowski (63.). Und lieferte dadurch Trainer Niko Kovac die Vorlage, von einem „sehr, sehr guten Spiel“ und einer „auch spielerisch“ guten Leistung zu sprechen – was nach der eher zähen Darbietung jedoch etwas übertrieben klang. Realistischer äußerte sich Außenverteidiger Joshua Kimmich, der von einer „ordentlichen Vorstellung“ sprach und von einem „verdienten Sieg gegen einen nicht so starken Gegner“.

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