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Juventus Turin : Operation nach Herzproblemen bei Khedira

  • Aktualisiert am

Sami Khedira fehlt Juventus Turin zunächst einmal. Bild: Picture-Alliance

Mit Juventus Turin kehrt Cristiano Ronaldo nach Madrid zurück – zum Duell mit Atlético. Nicht dabei sein wird Sami Khedira. Der Deutsche wird den Italienern nach einer Operation fehlen.

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          Bei seiner ersten beruflichen Rückkehr nach Madrid trifft Cristiano Ronaldo mit Juventus Turin auf einen seiner Lieblingsgegner: Gegen den Champions-League-Achtelfinal-Kontrahenten Atlético Madrid traf der fünffache Weltfußballer im Trikot von Real Madrid in 31 Spielen zwischen 2010 und 2018 nicht weniger als 22 Mal. Nur gegen den FC Sevilla (27) und den FC Getafe (23) war er häufiger erfolgreich. Beim Hinspiel an diesem Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) im Estadio Metropolitano, in dem die Italiener auf den unter Herzrhythmusstörungen leidenden Sami Khedira verzichten müssen, kann CR7 seine Atlético-Bilanz weiter verbessern. 

          Champions League

          Der 77-malige deutsche Nationalspieler wird seinem Klub gut einen Monat fehlen. Er hat sich in Italien erfolgreich einem Eingriff am Herzen unterzogen. Operiert wurde der 31-Jährige vom Herzspezialisten Fiorenzo Gaita. Khediras Verein Juventus Turin teilte mit, der Eingriff sei „perfekt gelungen“. Khedira, Weltmeister von 2014, wurde elektrophysiologisch untersucht, zudem wurde Herzmuskelgewebe verödet, um Rhythmusstörungen zu beseitigen. „Nach einer kurzen Reha-Phase wird der Spieler seine Tätigkeit wieder aufnehmen können“, hieß es in Juves Mitteilung. Der Mittelfeldspieler werde in etwa einem Monat sein Comeback geben. Laut Medienberichten hatte Khedira im Training am Dienstag sein Herz plötzlich schneller schlagen spüren und sich daraufhin in Behandlung begeben. „Khedira nicht dabei zu haben, ist ein Problem für uns“, sagte Juve-Trainer Allegri, der sich nicht zu Details äußern wollte. „Alles ist perfekt verlaufen, und ich werde nach einer kurzen Pause in der Lage sein, wieder an die Arbeit zu gehen“, schrieb Khedira bereits am Mittwochabend bei Instagram und bedankte sich für Genesungswünsche.

          „Gegen Atlético ist es sein Derby“, schrieb die Zeitung „La Repubblica“ derweil vor dem Spiel in Madrid. „Bei Atlético sind sie unruhig, weil Ronaldo ihr Angstgegner ist.“ Das Madrider Sportblatt „Marca“ schrieb, dass der Portugiese für Atlético eine Art Oger, ein menschenfressendes Ungeheuer sei. „Und der ist nun zurück.“ Ronaldo dürfte jedenfalls besonders motiviert sein. Er wolle Real-Boss Florentino Pérez „unter die Nase reiben“, dass es ein Fehler war, ihn im Sommer ziehen zu lassen, schrieb „Marca“. Der Mann aus Madeira wolle deshalb in Madrid besonders glänzen und dann mit Juve nach den Triumphen mit Manchester United (1) und Madrid (4) seinen sechsten Titel in der Königsklasse holen. Er würde damit mit dem spanischen Rekordhalter Paco Gento gleichziehen und – auch und vor allem – Real entthronen.

          Nach sieben verlorenen Königsklassen-Finals muss für Juve der wichtigste Klub-Titel ohnehin endlich wieder her. Das letzte Mal triumphierte die Alte Dame 1996. Mit Ronaldo ist man sich in Turin sicher, das so lange Ersehnte endlich zu schaffen – obwohl der Portugiese in der Champions League erst ein Tor für Juve geschossen hat. Zuhause dominiert das Team von Massimiliano Allegri die Liga seit Jahren. In der Serie A liegen sie derzeit 13 Punkte vor Verfolger SSC Neapel. Es gibt kaum jemanden, der an dem achten Titel in Folge zweifelt. Juve hat bisher noch kein Liga-Spiel verloren und nur drei Mal Remis gespielt. Die Turiner sind zwar aus dem Pokal geflogen, aus einem Triple wird also nichts.

          „Wir dürfen uns nicht nur auf die Angreifer konzentrieren“, sagte Juve-Verteidiger Alex Sandro dem Sender Sky Sport über die gefährlichen Atlético-Stürmer Antoine Griezmann, Diego Costa und der frühere Juve-Mann Alvaro Morata. „Juventus geht immer aufs Feld, um zu gewinnen, aber Atlético auch. Es wird ein großartiges Spiel, sowohl für die auf dem Spielfeld als auch für die, die zuschauen.“ Wie Ronaldo ist auch Atlético besonders motiviert. Das Finale findet nämlich am 1. Juni im Metropolitano in Madrid statt. „Das ist ein extra Anreiz, wir werden alles geben“, versprach Griezmann. Nach drei Finalpleiten (davon zwei gegen Ronaldos Real) will man den 7,5 Kilo schweren Pokal erstmals in die Klubvitrine stellen. In der Liga haben die Schützlinge von Trainer Diego Simeone als Zweiter mit sieben Punkten Rückstand auf Leader FC Barcelona nur noch geringe Titelchancen, und im Pokal ist man nicht mehr dabei.

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