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RB Leipzig : Die Baustellen des Julian Nagelsmann

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Noch läuft nicht alles so rund, wie sich Julian Nagelsmann das vorstellt. Bild: dpa

Vom neuen Trainer Julian Nagelsmann wird bei RB Leipzig viel erwartet. Doch zuletzt waren die Ergebnisse nicht wie erhofft. Vor allem ein Problem im Spiel der Leipziger ist aus Sicht von Nagelsmann ärgerlich.

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          Die Mitarbeiter der Social-Media-Abteilung von RB Leipzig sind gerade etwas nostalgisch gestimmt. Immer wieder verbreiteten sie zuletzt über diverse Kanäle die drei Treffer aus dem März 2018. Den raffinierten Schlenzer von Bruma, den gefühlvollen Heber von Timo Werner und den artistischen Schuss aus der Drehung von Jean-Kévin Augustin. Alle drei haben ihren Platz in der noch jungen Europapokalgeschichte des noch jungen Vereins RB Leipzig sicher, halfen sie doch dabei, das Achtelfinale der Europa League gegen Zenit St. Petersburg mit einem Sieg (2:1) und einem Unentschieden (1:1) zu überstehen. An diesem Mittwoch (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) geht es wieder gegen Zenit, nur ist der Rahmen dieses Mal größer: Champions League.

          Champions League

          Und die Erwartungen, die sind auch größer geworden. Was schon allein am Trainer liegt. Leipzigs Mannschaft mag sich in den vergangenen anderthalb Jahren nur in Nuancen verändert haben, von den elf Spielern, die im März 2018 gegen St. Petersburg begannen, sind acht noch dabei. Nur der Trainer ist jetzt ein anderer. Von Julian Nagelsmann wird nicht weniger erwartet, als dass er RB auf ein höheres Niveau verhilft, was schon mal zur Belastungsprobe werden kann.

          Nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg ist die Stimmung etwas angespannter. Gegen St. Petersburg muss sich etwas ändern, will man wie vor anderthalb Jahren das Heimspiel gewinnen. Ein Sieg ist beinahe Pflicht, nach der Niederlage gegen Lyon (0:2) bleibt den Leipzigern nicht mehr viel Spielraum in der Champions League. Ein abermaliges Aus in der Gruppenphase möchte niemand. Weder die Klubführung noch der Trainer, der in der vergangenen Saison mit Hoffenheim ebenfalls vor der K.-o.-Runde scheiterte.

          Nun taugen die Leipziger Auftritte längst nicht dafür, in Panik zu verfallen. In der Bundesliga rangieren sie als Fünfter lediglich einen Punkt hinter Spitzenreiter Mönchengladbach, und auch in der Champions League ist alles offen, nur folgten die verlorenen Punkte immer einem gewissen Schema. Offensiv gab es viele lichte Momente, die Ballzirkulation verlief ansehnlich, auch Eroberungen gab es reichlich. Das Leipziger Angriffsspiel bereicherte der Trainer um einige Facetten. Das Konterspiel wirkt längst nicht mehr so dogmatisch, vieles ist variabler geworden.

          Ärgerlich nur aus Sicht von Nagelsmann, dass die Spielfreude oft zu Lasten der defensiven Konzentration ging. Die defensive Stabilität, die der Mannschaft in der vergangenen Saison unter Trainer Ralf Rangnick beiwohnte, ist verlorengegangen. Nagelsmann ringt noch um die richtige Balance. Trainer und Mannschaft sind weiter im Findungsprozess, was nach vier Monaten Zusammenarbeit auch gar nicht anders sein kann. So relativierte Sportdirektor Mintzlaff am Ende seine Kritik nach dem letzten Remis gegen Wolfsburg: „Wir sind alle Sportler“, sagte er beschwichtigend. Dass sie in Leipzig gern erfolgreiche Sportler wären, versteht sich von selbst.

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