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Später Jubel gegen Lissabon : Last-Minute-Leipzig im Achtelfinale

  • Aktualisiert am

Doppeltorschütze: Emil Forsberg (links) jubelt mit seinem Teamkollegen Timo Werner. Bild: dpa

Mit zwei Treffern in der Schlussphase sichert sich RB doch noch ein Remis gegen Benfica und steht damit erstmals im Achtelfinale der Champions League. Vor allem ein Spieler ragt heraus.

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          Mit einer furiosen Aufholjagd hat RB Leipzig den nächsten Meilenstein in seiner noch jungen Klub-Geschichte gesetzt und ist dank Retter Emil Forsberg erstmals in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Dem Team von Trainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich am Mittwochabend nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:1) gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon. Weil sich im frühen Spiel Zenit St. Petersburg 2:0 gegen Olympique Lyon durchgesetzt hatte, genügt Leipzig in zwei Wochen bei den Franzosen bereits ein Punkt zum Gruppensieg.

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          Forsberg ließ mit seinem Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter(90.) Hoffnung aufkeimen – dann traf der Schwede auch noch in der neunminütigen Nachspielzeit zum 2:2 (90.+5). Dabei lief zunächst alles gegen Leipzig: Pizzi (20. Minute) nutzte einen Abwehrschnitzer zur überraschenden Führung, Carlos Vinicius (59.) erhöhte nach einem weiteren Patzer.

          „Ein geiles Gefühl, ein wunderbarer Abend – für solche Spiele lebe ich“, sagte der der glückliche Doppeltorschütze Forsberg bei DAZN. „Weiterzukommen war unser Ziel, und am Ende haben wir Mentalität und Leidenschaft gezeigt“, meinte der 28-Jährige.

          Mit dem Selbstvertrauen von 16 Toren aus den vergangenen drei Bundesliga-Spielen drückte RB vor 38.339 Zuschauern sofort auf die frühe Führung. Die hatte erst Emil Forsberg (7.) auf dem Fuß und wenig später Timo Werner (12.) – doch beide Schüsse gingen über das Tor.

          Dann schlug Benfica eiskalt zu, weil die beiden Neuen in der Leipziger Startelf nicht konsequent genug verteidigten. Erst ließ sich Ethan Ampadu mit einem schlichten Doppelpass austricksen, dann ging Marcelo Saracchi gegen Pizzi zu zögerlich in den Zweikampf. Der portugiesische Nationalspieler fackelte nicht lange und traf aus kurzer Distanz zur Führung.

          Leipzig zeigte sich unbeeindruckt und hatte kurz darauf die große Chance zum Ausgleich. Allerdings landete der Schuss des völlig ungedeckten Christopher Nkunku (24.) in den Armen von Benfica-Torwart Odisseas Vlachodimos. Nach kurzer Verschnaufpause schlenzte Marcel Sabitzer (35.) den Ball in Richtung Winkel, doch Vlachodimos hielt glänzend. Bei der folgenden Ecke lag der Ball plötzlich im Tor, doch Sabitzer (36.) stand bei seinem Abschluss im Abseits.

          Lissabon verteidigte mit zwei eng gestaffelten Viererketten und tauchte nur selten vor dem RB-Tor auf. Doch wenn sich die Portugiesen mal ein Herz fassten, wurde es gleich gefährlich. Pizzis (44.) Schlenzer klatschte gegen die Latte, Leipzigs Torwart Peter Gulacsi wäre ohne Chance gewesen. Kurz nach der Pause traf Leipzig abermals – und wieder zählte es nicht. Dayot Upamecano (49.), der trotz einer schweren Knöchelprellung spielte, hatte erst Vlachodimos gefoult und stand zudem im Abseits.

          Auf der anderen Seite profitierte Benfica wieder von einem Abwehrpatzer. Nationalspieler Lukas Klostermann rutschte am Mittelkreis weg – und Vinicius hatte freie Bahn zum Tor. Bei seinem Abschluss traf der Benfica-Stürmer Gulacsi mit dem Knie voll am Kopf, so dass der ungarische Nationaltorwart ausgewechselt werden musste. Yvon Mvogo kam zu seinem ersten Einsatz in der Champions League.

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