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Paris gegen Dortmund : Das knifflige Endspiel das Thomas Tuchel

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Wohin geht die Reise mit Paris? Thomas Tuchel will in die nächste Runde der Champions League. Bild: AFP

Thomas Tuchel steht gegen Borussia Dortmund wohl vor einer für ihn richtungsweisenden Partie. Die Diven in seinem Kader machen es dem deutschen Trainer nicht leicht. Und noch etwas stört vor dem Rückspiel in der Champions League.

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          Der Heimvorteil: dahin – das Coronavirus. Die Stars: divenhafter denn je. Die Geldgeber: extrem ungeduldig. Thomas Tuchel steht gegen Borussia Dortmund vor einem Endspiel – nicht bloß um dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Ein Aus gegen seinen früheren Klub Borussia Dortmund im Geisterspiel am Mittwochabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) würde für den deutschen Trainer bei Paris St. Germain vielleicht das vorzeitige Ende einläuten.

          Champions League

          Mit Meisterschaft und Pokal sind die qatarischen Investoren längst nicht mehr zu besänftigen – die Achtelfinal-Dramen der vergangenen Jahre verkürzen die Lunte am Pariser Pulverfass. „Scheitert PSG am Mittwoch, war es das fast sicher zum Saisonende“, schreibt die Sporttageszeitung L‘Equipe. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stichelte: „Für sie bricht die Welt zusammen, wenn sie ausscheiden.“

          Tuchel, der in den nationalen Wettbewerben mit seiner Mannschaft fast nach Belieben dominiert, spricht zurückhaltend von einem „großen Spiel“. Die Wunde des Vorjahres schmerzt jedoch noch immer: Das Aus gegen eine „Jugendgang“ von Manchester United trotz eines 2:0-Auswärtssieges im Hinspiel war ein schwerer Schlag.

          Schlimmer als beim damaligen 1:3 kann es diesmal kaum kommen – muss es auch nicht. „Wenn‘s gleich wird, ist es schlimm genug“, sagt Tuchel, der auch um ein anderes „bizarres Scheitern“ weiß: 2017 fegte PSG den FC Barcelona mit 4:0 aus dem Prinzenpark – und verlor das Achtelfinal-Rückspiel 1:6.

          Damals trainierte Tuchel noch den BVB. Inzwischen ist seine Aufgabe, Diven wie Neymar und Kylian Mbappé im Ligabetrieb so bei Laune zu halten, dass sie in der Königsklasse zu großen Taten bereit sind. Das gestaltet sich schwierig. Seit dem BVB-Hinspiel hat Neymar gestänkert, der Bruder von Presnel Kimpembe Tuchel in einem Video beschimpft, sind Party-Videos von Spielern aufgetaucht, ist Neymar vom Platz geflogen. Zudem haben die Spieler Medienberichten zufolge Tuchels Plan abgelehnt, sich im Kurztrainingslager in Südspanien auf das Rückspiel vorzubereiten.

          Andererseits hat PSG nach dem 1:2 in Dortmund alle drei Spiele gewonnen und dabei insgesamt 13 Tore geschossen, zuletzt gab es ein machtvolles 5:1 im Pokal-Halbfinale bei Olympique Lyon. Tuchel fand das „außergewöhnlich. Wir haben in den vergangenen Wochen eine unglaubliche Mentalität gezeigt.“

          Die wird auch gegen Dortmund nötig sein, zumal Mbappé krank ist (Angina). Der Weltmeister, bester PSG-Torschütze, fehlte beim Abschlusstraining. „Wir versuchen, ihn spielfähig zu bekommen. Eine Entscheidung fällt erst am Mittwochabend“, sagte Tuchel. Immerhin steht Abwehrchef Thiago Silva wieder im Kader.

          Das Thema Coronavirus hat auch Tuchel in den vergangenen Tagen intensiv beschäftigt - uch, weil die Generalprobe bei Racing Straßburg abgesagt werden musste. „Ich persönlich habe keine Angst. Aber die Situation ist beunruhigend“, sagte er noch vor der Entscheidung der Pariser Polizeipräfektur, keine Zuschauer ins Prinzenpark-Stadion zu lassen. „Es wird ein bisschen bizarr ohne unsere Fans“, sagte er nach der Entscheidung.

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