https://www.faz.net/-gtm-9kpqx

Paris St. Germain : Tuchel-Team von eigenen Fans übel beschimpft

  • Aktualisiert am

Nach dem Aus in der Champions League sind die Fans unzufrieden mit dem Team von Thomas Tuchel. Bild: AP

Wieder einmal scheitert Paris St. Germain früh in der Champions League. Deswegen lud der Klub zur Aussöhnung einige Anhänger zum Training ein. Doch der Schuss geht komplett nach hinten los.

          2 Min.

          Eine Aktion zur Aussöhnung mit den eigenen Fans ist für den französischen Fußball-Nobelklub Paris St. Germain zum Bumerang geworden. Rund 500 Anhänger von PSG nutzten die Einladung nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League zur ersten Trainingseinheit im Prinzenpark-Stadion, um ihrem Ärger über das abermals frühe Scheitern Ausdruck zu verleihen und die Spieler übel zu beschimpfen.

          Auf Videos, die am Sonntag in den sozialen Netzwerken kursierten, ist zu hören, wie die Fans der zum Training zugelassenen Pariser Ultra-Gruppierung das Team unter anderem als „Bande von Bastarden“ beschimpfen. Zudem wurden auf den Rängen Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet. Auf dem Trainingsgelände der Pariser waren bereits am Freitag Schriftzüge wie „Beschämend“, „Ohne Rückgrat“ und „Respektiert uns!“ gesprayt worden.Coach des Starensembles von der Seine ist Thomas Tuchel, als Profis stehen bei PSG der 2014er-Weltmeister Julian Draxler und Thilo Kehrer unter Vertrag.

          PSG hatte am Mittwoch nach einem 2:0 im Hinspiel durch eine 1:3-Pleite gegen Manchester United zum dritten Mal in Folge den Viertelfinal-Einzug in der Königsklasse verpasst. Das Ligaspiel der Pariser am Wochenende beim FC Nantes war aufgrund angekündigter politischer Proteste der „Gelb-Westen“ verlegt worden. Tuchel sieht seine Zukunft langfristig in Paris. „Ich möchte noch lange hierbleiben“, sagte er am Montag vor dem Ligaspiel beim FCO Dijon (Dienstag, 19.00 Uhr bei DAZN). Er wolle „mit dem Verein wachsen, das ist absolut klar“. In der Ligue 1 ist PSG, das fünf der vergangenen sechs Meistertitel gewann, der Konkurrenz wieder weit enteilt.

          Julian Draxler verpasst derweil wegen einer Sehnenverletzung die ersten beiden Länderspiele mit der deutschen Nationalmannschaft im neuen Jahr. „Ich bin verletzungsbedingt raus für ein paar Wochen“, schrieb der 25 Jahre alte Offensivspieler von Paris Saint-Germain auf Instagram. Damit dürfte der Confed-Cup-Sieger Bundestrainer Joachim Löw im Testspiel gegen Serbien am 20. März in Wolfsburg und beim Start in die EM-Qualifikation gegen die Niederlande vier Tage später fehlen.Genauere Angaben zu seiner Verletzung machte Draxler zunächst nicht, auch von seinem Klub gab es keine offizielle Mitteilung. Beim 1:3 gegen Manchester United war Draxler in der 70. Minute der Partie ausgewechselt worden. „Das Ausscheiden aus der Champions League schmerzt sogar noch mehr!“, schrieb Draxler dazu.

          Weltmeister Kylian Mbappe bleibt dem französischen Meister unterdessen treu. „Ich glaube weiter an das Projekt. Angesichts all der Probleme, die unser Ausscheiden mit sich bringt, hilft es nichts, wenn meine persönliche Situation auch noch für Unruhe sorgt“, sagte der Stürmerstar in der TV-Sendung Telefoot: „So, jetzt ist alles klar und präzise.“ In den Tagen nach dem Ausscheiden in letzter Minute gegen Manchester hatte es Spekulationen gegeben, Mbappe werde PSG womöglich verlassen. Der Verein hatte den heute 20-Jährigen für 180 Millionen Euro von AS Monaco verpflichtet.

          Weitere Themen

          Kunterbunte Fußballstadien

          Alle außer München : Kunterbunte Fußballstadien

          Ein Fest für Beleuchter: Ob Berliner Olympiastadion, Frankfurter Waldstadion oder Kölner, Augsburger und Wolfsburger Erstliga-Arenen: Sie alle erstrahlten stellvertretend für München in Regenbogenfarben.

          „Das Spiel war eine Geisterbahnfahrt“ Video-Seite öffnen

          Blick zurück mit Zorn : „Das Spiel war eine Geisterbahnfahrt“

          Kurz vor Schluss sichert sich die DFB-Elf das Ticket fürs Achtelfinale. Vor allem die Defensive bereitet Sorgen. Dafür rückt ein eingewechseltes Duo näher an die Startelf, meint F.A.Z.-Experte Roland Zorn.

          Topmeldungen

          Weiter keine Einreise für Individualtouristen: Israels Ministerpräsident Naftali Bennett kündigte dies am Dienstag auf einer Pressekonferenz am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv an.

          Delta-Variante verbreitet sich : Geimpfte in Israel neu infiziert

          Israel sorgt sich wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Weil auch Geimpfte neu infiziert wurden, nimmt das Land Lockerungen zurück und lässt Individualtouristen vorerst nicht einreisen.

          Alle außer München : Kunterbunte Fußballstadien

          Ein Fest für Beleuchter: Ob Berliner Olympiastadion, Frankfurter Waldstadion oder Kölner, Augsburger und Wolfsburger Erstliga-Arenen: Sie alle erstrahlten stellvertretend für München in Regenbogenfarben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.