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Warnung von Oliver Kahn : „Dann geht die Post ab, dann knallt’s“

  • Aktualisiert am

„Wir wissen natürlich, Paris ist eine absolute Hausnummer“: Oliver Kahn Bild: dpa

Die Münchner müssen zum Triple noch einen Schritt gehen. Doch der wird nicht einfach. Bayern-Vorstand Oliver Kahn warnt vor dem Gegner. Zudem spricht er über die Vertragsverlängerung des Abwehrchefs.

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          Bayern-Vorstand Oliver Kahn blickt dem großen Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain mit einem Gefühl der Münchner Entschlossenheit und fußballerischen Stärke entgegen. „Wir wissen natürlich, Paris ist eine absolute Hausnummer. Aber wir kennen auch unsere eigenen Stärken“, sagte der frühere Kapitän des FC Bayern München am Donnerstag in einer Video-Pressekonferenz aus dem Teamquartier des deutschen Rekordmeisters außerhalb von Lissabon.

          Champions League

          Kahn äußerte vor dem Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF, bei Sky und DAZN) Respekt vor dem Starensemble von PSG mit den offensiven Ausnahmekönnern Neymar und Kylian Mbappé. „Klar, wenn wir gegen Paris den Ball verlieren, dann geht die Post ab über Mbappé, über Neymar. Wenn die eine Chance haben, dann knallt's meistens“, mahnte der 51-Jährige.

          „Es ist aber nicht so, dass nur Paris Mbappé und Neymar hat. Wir haben Lewandowski, wir haben Gnabry, wir haben Manuel Neuer. Wir haben so viele gute Spieler in unseren Reihen. Das Ziel ist klar: Die Jungs wollen die Champions League gewinnen. Dafür tun sie alles. Sie werden nicht müde, weiter gewinnen zu wollen“, erklärte Kahn.

          Er setzt auf den Mix aus früheren Weltmeistern und Triple-Siegern wie Neuer, Müller und Boateng in Kombination mit den Akteuren, die noch nicht die Champions League gewonnen hätten: „Jungs, die für den Henkelpott von hier zu Fuß nach München laufen würden.“ Moderiert werde diese Mannschaft in Hansi Flick von einem Trainer, der stets die richtigen Worte und Lösungen finde. „Was große Mannschaften auszeichnet, ist, dass sie nie zufrieden sind. Sie wollen immer noch einen draufsetzen“, sagte Kahn mit Blick auf das Endspiel.

          Kahn ist derweil „sehr optimistisch“, dass Abwehrchef David Alaba beim FC Bayern bleiben und seinen in einem Jahr auslaufenden Vertrag verlängern wird. Der 51-Jährige berichtete von häufigen Gesprächen mit dem österreichischen Nationalspieler und dessen Beratern. Mit diesen wurde auch während des Finalturniers in Portugals verhandelt. „Über Inhalte kann ich nicht reden“, sagte Kahn, deutete aber die Richtung an: „Wir nähern uns weiter an.“

          Das letzte Gespräch sei in einer sehr angenehmen Atmosphäre verlaufen, berichtete Kahn. „Wir als Klub versuchen alles, um David zu halten. Und David weiß auch, was er – gerade in diesen Zeiten - am FC Bayern hat“, sagte Kahn mit Hinweis auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Fußball-Business. Er sei zuversichtlich, „dass wir ihn halten können“.  Alaba spielt seit 2008 für den FC Bayern. Er ist ein Eigengewächs. 2013 zählte er zum Münchner Triple-Team. Trainer Hansi Flick hat den langjährigen Außenverteidiger zum Chef im Abwehrzentrum gemacht.

          Alaba hatte nach dem 3:0 im Halbfinale gegen Olympique Lyon beim Streamingdienst DAZN zu einer möglichen Vertragsverlängerung gesagt, dass sein Fokus aktuell ganz auf dem Königsklassen-Turnier liege. „Wir sind ins Finale eingezogen, und ich versuche, mich voll und ganz darauf vorzubereiten. Ich habe mich in den letzten Wochen komplett von der Diskussion abgekapselt.“ Für ihn habe sich nichts geändert.

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