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Bayern München : Die deutliche Warnung des Niko Kovac

  • Aktualisiert am

„Wir haben noch nichts erreicht“: Bayern-Trainer Niko Kovac Bild: AFP

Das 7:2 in der Champions League war eine Münchner Sternstunde. Vor dem nächsten Spiel in der Bundesliga stellt der Trainer eine Forderung an seine Stars. Zudem spricht Niko Kovac über die Verletzten beim FC Bayern.

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          Bayern Münchens Trainer Niko Kovac hat nach der Champions-League-Sternstunde bei Tottenham Hotspur seine Stars in deutlichen Worten vor Hochmut gewarnt. Das 7:2 sei ein „Statement“ gewesen, mehr auch nicht. „Es ist wichtig, dass wir den Boden nicht unter den Füßen verlieren. Wir haben noch nichts erreicht. Deshalb: sachlich und bescheiden bleiben“, forderte der 47-Jährige vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) gegen die TSG Hoffenheim.

          Bundesliga

          Den FC Bayern erwarte „ein immens schweres“ Spiel: „Wir müssen die gleiche Leistung wie gegen Tottenham zeigen. Wir sind gefragt. Wir müssen uns strecken. Wir wollen Erster bleiben und mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen“, sagte Kovac  am Donnerstag. Um wie gefordert „die Sinne zu schärfen“, gönnte Kovac seinen Spielern nach der Belastung in der Königsklasse diesmal keinen trainingsfreien Tag. Beim in London überragenden Serge Gnabry, der vier Tore erzielt hatte, hofft Kovac vor dem Hoffenheim-Spiel, „dass er das verarbeitet und ihm das nicht zu Kopf steigt. Ich bin mir sicher, dass er klar ist im Kopf und wieder so viel Gas gibt.“

          Fraglich ist der Einsatz von David Alaba, der in Tottenham eine starke Rippenprellung erlitt. „Er hat Schwierigkeiten beim Atmen. Da müssen wir schauen von Tag zu Tag. Das ist schmerzhaft“, sagte Kovac. Ausfallen wird abermals Lucas Hernandez wegen seiner Knieprobleme. „Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt. Ich gehe davon aus, dass er nicht zur französischen Mannschaft reisen wird. Da müssen wir aber noch mit dem Verband reden“, so Kovac.

          Erste Alternative für die linke Abwehrseite wäre bei einem Ausfall von Hernández und Alaba wohl Weltmeister Benjamin Pavard, der bereits gegen Tottenham in der zweiten Hälfte dort agiert hatte. „Er hat es links sehr gut gemacht“, lobte Kovac den Franzosen. Dagegen nahm Jerome Boateng nach seinen muskulären Problemen das Training wieder auf. Verzichten müssen die Bayern nach wie vor auf den am Oberschenkel operierten Nationalspieler Leon Goretzka.

          Die Denkpause für Thiago beim großen Champions-League-Sieg des FC Bayern bei Tottenham hat nach Ansicht von Kovac ihre Reaktion nicht verfehlt. Der Kroate lobte den Mittelfeldspieler für seinen starken Auftritt beim 7:2 am Mittwoch nach der Einwechslung zur Pause. „Ich bin sicher, es war genau die richtige Maßnahme. Die Reaktion war genau die richtige“, sagte Kovac. Der 28 Jahre alte Thiago kam zur Pause ins Team, weil Kovac nach einer Verletzung von Alaba Umstellungen vornehmen musste. Was Thiago dann auf dem Platz geleistet habe, habe er sehen wollen, bemerkte Kovac.

          Thiago ist normalerweise bei Kovac im defensiven Mittelfeld gesetzt. „Ich muss aber nach dem Leistungsprinzip gehen“, betonte der Coach. Er sei mit dem Auftritt des Spaniers beim 3:2 vor einer Woche in Paderborn „nicht zufrieden“ gewesen, erklärte Kovac. Im Bundesliga-Heimspiel an diesem Samstag gegen Hoffenheim dürfte Thiago wieder von Anfang an auflaufen, zumal Joshua Kimmich aller Voraussicht nach auf der rechten Abwehrseite benötigt wird. „Wir wollen Erster bleiben und mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen“, sagte Kovac.

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