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München verliert 1:3 : Klopp und Liverpool schmeißen die Bayern raus

So sieht Freude aus: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp jubelt in München. Bild: EPA

Endstation Achtelfinale: Der FC Bayern München ist in der Champions League ausgeschieden. Gegen den von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool ist für den deutschen Rekordmeister gleich aus mehreren Gründen nichts zu holen.

          In einer Woche, in der der politische Brexit in eine weitere quälende Extrarunde ging, schien es mit dem Exit der Bundesliga aus der Champions League am Mittwochabend schon recht schnell zu gehen. Nachdem Schalke den Dortmundern mit einer Abreibung bei Manchester City ins europäische Abseits gefolgt war, gerieten auch die Münchner Bayern früh in Bedrängnis. Zwar schafften sie es gegen den FC Liverpool noch einmal, den Abschied hinauszuzögern, am Ende aber stand für den deutschen Fußball nicht gerade das, was man Splendid Isolation nennt. Das 1:3 der Mannschaft von Niko Kovac bedeutete, dass die Bundesliga in drei deutsch-englischen Achtelfinal-Duellen den Kürzeren gezogen hatte. Und während die Premier League in voller Stärke von vier Mannschaften im Viertelfinale steht, schaut der deutsche Fußball in die Röhre.

          Nach dem 0:0 im Hinspiel brachte Sadio Mané das Team von Jürgen Klopp in der 26. Minute in Führung, wobei Manuel Neuer freundlich assistierte, indem er ohne Not aus dem Tor eilte. Ein Eigentor von Joel Matip (39.) brachte die Bayern noch einmal zurück ins Spiel. Doch auf dem abermaligen Rückstand durch Virgil van Dijk (69.) hatten sie keine Antwort mehr, Mané erhöhte sogar noch auf 3:1 für den Zweiten der Premier League.

          „Beide waren lange sehr vorsichtig. Das 1:2 hat uns den Glauben genommen“, sagte Mats Hummels nach der Partie: „Jürgen Klopp kann gegnerische Stärken aus dem Spiel nehmen. Das hat er heute wieder geschafft. Wir haben heute nicht sauber genug gespielt, um auf diesem Niveau zu vielen klaren Chancen zu kommen.“ Und Münchens Trainer Kovac konstatierte: „Wir haben heute verdient verloren. In zwei Spielen war Liverpool die bessere Mannschaft. Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.“.

          Die Niederlage ging tatsächlich in Ordnung. Zwar hatten die Bayern gut und konzentriert angefangen, aber alles in allem blieben sie unter den Möglichkeiten – und auch den frisch geschürten Erwartungen nach dem Aufschwung in der Bundesliga. Für gehobene europäische Ansprüche, so die bittere Erkenntnis, war das viel zu wenig.

          Wenn man sich durch alle Statistiken gearbeitet hatte, die rund um dieses Spiel bemüht worden waren, stieß man auf zwei gegenläufige Trends, die – zumindest in der Theorie – für ein Hochspannungsfeld sorgten. Da war das sportliche Momentum, das zuletzt die Bayern ungemein beflügelte, bis an die Tabellenspitze der Bundesliga. Auslöser dafür war nicht zuletzt das 0:0 im Hinspiel, jene Partie, in der die Bayern zwar ohne Schuss aufs Tor auskamen, sich dafür aber Taktikarbeit durch Kovac und kollektives Teamwork auf dem Feld so exzellent verbanden. Andererseits hatte Klopp schon auch recht damit, dass dieses Ergebnis sich mit jedem Tag besser anfühlen würde – zumal den Bayern nicht nur Thomas Müller weiterhin sondern auch Joshua Kimmich gesperrt fehlte, und Liverpool wieder auf van Dijk zurückgreifen konnte, einen Innenverteidiger, wie es kaum einen zweiten gibt, wie sich schmerzlich für die Münchner zeigen sollte.

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