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Presse zu Leipzig gegen Paris : „Neymar und Mbappé ziehen eine Show ab“

  • Aktualisiert am

Endlich im Finale: Neymar freut sich nach dem Sieg über Leipzig. Bild: AP

Erstmals steht Paris Saint-Germain im Finale der Champions League. Die internationalen Medien applaudieren. Im Mittelpunkt des Lobs sind vor allem die Stars um Neymar – und auch Trainer Thomas Tuchel.

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          RB Leipzig scheitert im Halbfinale der Champions League deutlich an Paris Saint-Germain. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann muss sich im Estádio da Luz von Lissabon dem französischen Meister mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Das Team des deutschen Cheftrainers Thomas Tuchel trifft damit im Endspiel am Sonntag auf den FC Bayern München oder Olympique Lyon. Marquinhos (13. Minute), Angel di Maria (42.) und Juan Bernat (56.) erzielten die Treffer zum hochverdienten PSG-Sieg. Die internationalen Medien bejubeln vor allem die Teamleistung von Paris Saint-Germain.

          Champions League

          Frankreich

          „L’Equipe“: „Di Maria und Neymar fast perfekt. Paris musste nie zittern und darf jetzt von Größerem träumen. Paris hat Leipzig ohne eine Spur des Bedauerns und ohne ein Gramm Mitleid zusammengefaltet.“

          „Ouest France“: „Paris zum ersten Mal in einem Champions-League-Finale, nachdem es Leipzig problemlos beherrscht hat. Schwierig zu wissen, was Thomas Tuchel einige Minuten vor dem Anpfiff gedacht hat. Aber dieses Mal ist PSG nicht gestürzt wie 2017 gegen Barcelona oder letztes Jahr gegen Manchester United. Sie haben vor der Herausforderung, zum ersten Mal seit 25 Jahren ein europäisches Halbfinale zu bestreiten, nicht gezittert.“

          „Le Parisien“: „Nach dem Halbfinale hat Neymar mit den Fans vor dem Hotel in Lissabon gefeiert. Paris strotzt jetzt vor Selbstbewusstsein. Endlich erkennt auch die ausländische Presse die Leistung von PSG an.“

          „Le Monde“: „Leipzig hatte Paris St. Germain nichts entgegenzusetzen. Endlich hat PSG im Stadion des Lichts in Lissabon das Licht am Ende des Tunnels erblickt.“

          „Le Figaro“: „Di Maria war entscheidend, Leipzig enttäuschte. Paris war in den ersten 45 Minuten eindeutig überlegen und ist jetzt die fünfte französische Mannschaft nach Reims (1956, 1959), St. Etienne (1976), Olympique Marseille (1991, 1993) und Monaco (2004), die ein Finale in der Königsklasse erreicht hat.“

          Spanien

          „Marca“: „PSG erreicht sein erstes Finale. Es glänzen Neymar und Di Maria, die für Leipzig nicht zu bremsen waren. PSG ist bereit für den Ruhm. Die Franzosen überrollen die fehlerhafte deutsche Mannschaft. RB Leipzig verleiht PSG Flügel. Es war nur eine Mannschaft auf dem Platz. Die deutsche Innenverteidigung schenkt Tuchels Jungs zwei der drei Tore.“

          „AS“: „Sie fliegen Richtung Ruhm. PSG zum ersten Mal im Finale mit einem großen Di Maria. Di Maria und PSG machen Ernst. Es war eine Fußballdemonstration der Pariser. Julian Nagelsmann schaffte es diesmal nicht, PSG zu entschlüsseln. Neymar war einmal mehr nicht zu bändigen.“

          Italien

          „Gazzetta dello Sport“: „Superstars und Milliarden, Enttäuschungen und ständiger Wechsel: Die Vergangenheit ist angesichts des Erfolgs von PSG vergessen. Ein Erfolg der 402 Millionen Euro für das Duo Neymar-Mbappe gekostet hat. Leipzig setzt dagegen auf den Aufbau von Infrastrukturen und auf junge Spieler. PSG schaut auf das Jetzt, Leipzig blickt in die Zukunft.“

          „Corriere dello Sport“: „PSG zieht ins Finale: Spielen die Pariser gegen den FC Bayern wird es zu einem Kampf der Fußball-Kolosse kommen. Tritt PSG gegen Lyon an, wird es ein spannendes Frankreich-Derby."

          „Tuttosport“: „Leipzig hisst die weiße Fahne. Das Talent und die Motivation vieler qualitätsreicher Spieler genügen nicht, um der PSG-Lawine standzuhalten. Nagelsmanns Truppe setzt stark auf Abwehr und wird für die Franzosen nie wirklich gefährlich. Die Leipziger patzen vor dem Tor zu oft.“

          Großbritannien

          „Guardian“: „Das passiert, wenn die Superstars von Paris Saint-Germain ihr Ego vor der Tür lassen, sich an den Plan von Thomas Tuchel halten und wie eine richtige Mannschaft spielen. Statt eines weiteren Aussetzers überkam Gelassenheit den französischen Meister. Neymar und Kylian Mbappé zogen eine Show ab, und es gab keine Spur von Nervosität, als PSG fast ein Jahrzehnt unterdurchschnittlicher Leistungen hinter sich ließ und das erste Champions-League-Finale überhaupt erreichte, nachdem sie RB Leipzig beiseite geklatscht hatten.“

          Österreich

          „Kurier“: „Im Duell der deutschen Trainer hatte Thomas Tuchel die Nase vor Julian Nagelsmann. (...) Dass sie sich 2020 im Semifinale der Champions League gegenüberstehen würden, hätten sie sich damals nie gedacht. In Tuchel fand Nagelsmann vorerst seinen Meister. (...) Leipzig agierte bei weitem nicht so frech und aggressiv wie im Viertelfinale gegen Atlético Madrid. Zu viele Ballverluste und speziell jene im Spielaufbau von hinten sorgten für eine Vorentscheidung in der ersten Spielhälfte.“

          Schweiz

          „Tagesanzeiger“: „Unbestrittener Leader ist Neymar. Neben den bekannten Offensivstärken hat er neu auch die Lust an der Defensive entdeckt und steht sogar nach den vielen Fouls gegen sich einigermaßen zeitnah wieder auf. (...) Zur Krönung fehlt dem 28-Jährigen noch ein Sieg. Diese letzte Hürde wird aber voraussichtlich die Höchste: PSG trifft auf das zuletzt so überragende Bayern München oder Favoritenschreck Lyon.“

          Champions League

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