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Marin in Champions League : Der kleine König von Belgrad

Feier im Belgrader Stil: Spieler und Fans von Roter Stern freuen sich auf die Champions League. Bild: AP

Im Herbst einer rastlosen Karriere erlebt Marko Marin bei Roter Stern auch emotional einen Höhenflug. Mit dem serbischen Meister stürmt der frühere deutsche Nationalspieler in die Champions League.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Vermutlich hat Marko Marin seiner Freude einfach freien Lauf gelassen am Dienstagabend, als er mit Roter Stern Belgrad zum zweiten Mal nacheinander die Champions League-Gruppenphase erreicht hatte. Aber das Bild von seinem Jubel nach dem Abpfiff kann auch als Reminiszenz an einen ganz Großen betrachtet werden. Genau wie Toni Kroos nach dem WM-Sieg von Rio 2014 sank Marin auf die Knie, beugte seinen Oberkörper nach hinten und streckte die Arme in den Himmel über dem Marakana. So nennen die Anhänger des serbischen Traditionsvereins nämlich ihr Stadion, „Marakana von Belgrad“, wegen der intensiven Atmosphäre und einer Architektur, die an das brasilianischen Original erinnert. Das 1:1 gegen Young Boys Bern hatte nach dem 2:2 im Hinspiel ausgereicht für den großen Coup, die zweite Champions League-Qualifikation nacheinander. Und Marin, der Mannschaftskapitän, war der gefeierte Held.

          Beim 2:2 im Hinspiel gegen Young Boys Bern bereitete der 30 Jahre alte Deutsche einen Treffer direkt per Ecke vor, an der Entstehung des anderen Tores war er entscheidend beteiligt, und das Tor der Belgrader im Rückspiel initiierte er mit einem brillanten vorletzten Pass. Schon in der vorigen Saison wurde er von den Spielern und Trainern der serbischen „Superliga“ zum Spieler der Saison gewählt, mit sieben Treffern und 13 Torvorbereitungen hatte er einen wertvollen Beitrag zum Titelgewinn von Roter Stern beigetragen. „Er ist jemand, der sehr schnell die Herzen aller Fans gewonnen hat. Ich kann frei sagen, dass Roter Stern lange Zeit keinen Spieler seiner Qualität hatte“, sagt der Sportliche Leiter Mitar Mrkela über den Mittelfeldspieler.

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