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Trainer Lucien Favre : Der heimliche Star bei Borussia Dortmund

  • -Aktualisiert am

Trainer Lucien Favre tüftelt die richtige Taktik für den BVB beim Sieg in Prag aus. Bild: Imago

Nach seinem denkwürdigen Auftritt ist Prag ist Achraf Hakimi beim BVB der Held des Abends. Es hat aber auch ein anderer einen großen Anteil am Sieg, der zuletzt arg in die Kritik geraten war.

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          Selbstverständlich durfte sich Achraf Hakimi nach seinem denkwürdigen Auftritt am Mittwoch und einem schwer erkämpften 2:0-Sieg bei Slavia Prag als Held des Abends feiern lassen. Der Marokkaner hatte beide Tore geschossen, jeweils nach wunderbaren Tempo-Angriffen, zweimal war Julian Brandt der Vorbereiter, und Sportdirektor Michael Zorc sagte erleichtert: „In den vergangenen Wochen haben wir den Sack nicht zugemacht und nicht ergebnisorientiert gespielt. Heute haben wir es hervorragend umgesetzt.“ Brandt und Hakimi dominierten also die Schlagzeilen, die nach dem Abpfiff auf der ganzen Welt verbreitet wurden, der heimliche Star dieses Abends ist jedoch ein anderer gewesen: Lucien Favre.

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          Der Trainer war ja zuletzt arg in die Kritik geraten, er verstehe es nicht, die Mannschaft mit seinen Ansprachen emotional aufzuladen, hieß es. Er sei zu störrisch, weil er beharrlich an seinem zu sehr auf Sicherheit bedachten 4-2-3-1-System festhalte. Außerdem funktioniere die Raumdeckungs-Strategie nicht, mit der der BVB bei gegnerischen Ecken agierte. Es kursieren sogar Gerüchte über eine angebliche Kontaktaufnahme der Verantwortlichen zu Florian Kohfeldt von Werder Bremen. In Prag folgte nun eine klassische Favre-Antwort. Er tüftelte eine derart ungewöhnliche Formation aus, dass die TV-Sender und die Fachmagazine auch nach Bekanntgabe der Aufstellung nicht in der Lage waren, die Spieler den richtigen Positionen zuzuordnen.

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