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Pressestimmen zum Finale : „Tuchel ist der neue Herrscher Europas“

  • Aktualisiert am

Pures Glück: Thomas Tuchel mit seiner Frau Sissi nach dem Finale Bild: AFP

Chelsea besiegt Manchester City im Champions-League-Finale. Dabei zeigt es Thomas Tuchel wieder seinem Kontrahenten Pep Guardiola. Im Fokus der internationalen Medien stehen aber auch andere Deutsche.

          5 Min.

          Nach dem Champions-League-Sieg des FC Chelsea lobt die internationale Presse nicht nur Torschütze Kai Havertz, sondern vor allem Trainer Thomas Tuchel. Sein Gegenüber Pep Guardiola von Manchester City kommt besonders in England nicht so gut davon.

          Champions League

          England

          Guardian: „Als Thomas Tuchel Ende Januar den Job erhielt, Chelsea wiederzubeleben, wollte er sie über einen Top-Vier-Platz zurück in die Champions League führen. Die Vorstellung, dass er das Ding tatsächlich erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnen könnte, war lächerlich. Nicht mehr. In einer Nacht voller Ruhm für ihn und sein Team setzte der Manager die letzten Pinselstriche auf sein Meisterwerk der Renaissance ein, manövrierte seinen Freund und Rivalen Pep Guardiola aus und sah zu, wie Kai Havertz kurz vor der Pause das entscheidende Tor erzielte. Chelsea verteidigte wie die Teufel, (...) aber dies war ein perfekt ausbalancierter Triumph, der auf einem strukturierten Angriffsansatz beruhte, die richtigen Momente zum Umschalten auswählte und von der Geschmeidigkeit von Havertz' Technik ausgeleuchtet wurde.“

          Times: „Rücksichtslosigkeit wird belohnt: Roman Abramowitschs Politik des Hin und Her funktioniert erneut für Chelsea. (...) Nun da er (Tuchel) Abramowitsch sogar getroffen hat, kann er sich auf solche Genüsse wie ein Transferfenster freuen und vielleicht einen etwas längeren Vertrag. Aber er ist clever genug (...), um zu wissen, dass er das Hier und Jetzt einfach genießen sollte, solange es geht.“

          Sunday Telegraph: „Kai Havertz krönt Chelsea zum König Europas und zerstört Man Citys Champions-League-Träume.“

          The Sun: „Nach einer taktischen Meisterleistung von Trainer Thomas Tuchel in Portugal vergangene Nacht stemmt das Team aus Westlondon den Champions-League-Pokal zum zweiten Mal in die Höhe.“

          Sky Sports: „Der Guardiola-Weg funktioniert immer noch, seine Überlegungen bringen immer noch den besten Fußball hervor und er hat die Titel, um dies zu beweisen. Aber seit einem Jahrzehnt weigern sich die größten Spiele, sich seinem Willen zu beugen. Der vermeintliche Überdenker hat jetzt einen Sommer, um darauf herumzukauen.“

          Daily Mail: „Timo Werner ist kein hoffnungsloser Fall. Die Stürmer, die sich bei Anlässen wie diesem Spiel nicht zeigen, muss man aufgeben. Aber Werner hat sich gezeigt und bei jeder Gelegenheit den Ball gefordert. Es bleibt abzuwarten, was Tuchel noch aus ihm herausholen kann. Pep versaut es schon wieder! Er hat seinem Mittelfeld den Muskel herausgerissen, sein Spielplan machte überhaupt keinen Sinn.“

          Italien

          Corriere dello Sport: „Chelsea Champion in Europa! Havertz bringt City zum Weinen, ein Flop von Guardiola.“

          Gazzetta dello Sport: „Die Champions League spricht weiter Deutsch: Nach Jürgen Klopp 2019 mit Liverpool und Hansi Flick 2020 mit Bayern München, ist es dieses Mal Thomas Tuchel mit Chelsea. (...) Schon bevor Tuchel den Pokal an diesem Abend in Porto hochhob, hatten die Deutschen ein Zeichen hinterlassen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Champions League haben tatsächlich vier Trainer aus demselben Land das Viertelfinale derselben Saison erreicht: Edin Terzic (Dortmund), Jürgen Klopp (Liverpool), Thomas Tuchel (Chelsea) und Hansi Flick (Bayern München). Tuchel hat Klopp „nachgemacht“, indem er seine erste Champions League gewann, ein Jahr nachdem er ein Finale verloren hatte.“

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