https://www.faz.net/-gtm-99rnd

Fußball-Kommentar : Alles auf Angriff

Mohamed Salah (Zweiter von rechts) und die Kollegen aus Liverpool schießen Tor um Tor. Bild: AP

Das Champions-League-Endspiel Real Madrid gegen Liverpool könnte eine höchst packende Angelegenheit werden. Der Sieger, so viel ist jetzt schon klar, wird den Bayern Entscheidendes voraus haben.

          2 Min.

          Aus Sicht des deutschen Fußballs konnte man noch einmal wehmütig werden beim Blick ins Stadio Olímpico. Mit diesen beiden Konkurrenten am Mittwochabend, Römern wie Liverpoolern, hätten es die Bayern gut und gerne aufnehmen können am 26. Mai im großen Finale von Kiew (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF und bei Sky). Verglichen mit dem irrwitzigen Spektakel, das sich Münchner und Madrilenen tags zuvor geliefert hatten, einem Spiel wie ein Schlachtengemälde der Renaissance, war das 4:2 der Römer trotz der (späten) Torflut eher ein Ausdruck von fußballerischen Schraffurarbeiten, Skizzen, Andeutungen, alles irgendwie unfertig.

          Champions League
          ANZEIGE

          Aber das war natürlich nur das halbe Bild. Nimmt man die andere Hälfte hinzu, die Hinspiele mit dem urgewaltigen 5:2 der „Reds“ über die Roma, bekommt man schon einen anderen Eindruck. Dann verspricht dieses Endspiel zwischen Liverpool und Real eine höchst packende Angelegenheit zu werden. Mit der Frage, ob es Jürgen Klopp und seinem Team anders als den Bayern gelingen wird, dem „eleganten Glaskinn“ der Madrilenen einen Knockout zu verpassen, wie das der wohl beste englische Fußballautor, Barney Ronay vom „Guardian“, formulierte. Oder ob, was genauso gut möglich scheint, sich die Liverpooler Hals über Kopf und ohne Deckung ins Verderben stürzen. Dass Real, wenn es darauf ankommt, den Punch besitzt, wird man in München noch lange schmerzlich spüren.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wer zu den Besten in der Forschung gehören möchte, muss sich den Platz hart erkämpfen. Auch in Deutschland gibt es hierfür inzwischen Graduiertenschulen, die die Promovierenden unterstützen.

          Spitzenforschung : Wo die Promotion zur Selektion wird

          Amerikas Dominanz in der Spitzenforschung hat auch die hiesige Nachwuchsförderung kräftig umgekrempelt. Wer oben mitspielen will, muss an eine Graduiertenschule und sich von dort aus die begehrten Plätze erkämpfen.