https://www.faz.net/-gtm-9ku89

Champions League : Messis imposante Antwort auf Ronaldo

  • Aktualisiert am

Zwei Tore, zwei Vorlagen: Lionel Messi jubelt dennoch dezent. Bild: Reuters

Cristiano Ronaldo schoss Juventus im Alleingang in der Champions League ins Viertelfinale. Das kann Lionel Messi auch. Gegen Lyon zeigt er eine Gala. Und doch ist bei ihm vieles anders als bei Ronaldo.

          Lionel Messi verzichtete auf großes Gehabe. Keine Ego-Show, keine Kampfansagen, und schon gar keine obszönen Jubelgesten. Während um ihn herum längst die Messi-Manie ausgebrochen war, genoss der argentinische Superstar des FC Barcelona den Triumph auf seine Art: unaufgeregt und bescheiden.

          Champions League
          ANZEIGE

          „Wir sollten jetzt die Ruhe bewahren“, sagte Messi nach seiner Gala beim 5:1 gegen Olympique Lyon. Angespornt vom Dreierpack seines Dauerrivalen Cristiano Ronaldo tags zuvor für Juventus Turin, legte der 31-Jährige mit zwei Treffern und zwei Vorlagen nach. „Cristiano hatte eine magische Nacht“, bemerkte Messi hinterher. Über seine eigene Leistung verlor er kein Wort.

          Messi und Ronaldo sind seit Jahren die Titelhelden des Millionenzirkus Champions League. Seit 2014 hat immer einer der beiden Giganten des Weltfußballs den Königsklassen-Thron erklommen - und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich einer von ihnen auch in diesem Jahr die Krone aufsetzt. Die spanische Marca schrieb am Donnerstag angesichts ihrer Weltklasse-Darbietungen in den Achtelfinal-Rückspielen ehrfürchtig von „zwei Riesen, die es verdienen, ein weiteres Finale zu bestreiten“.

          Dabei könnte es schon im Viertelfinale zum Showdown der beiden fünfmaligen Weltfußballer kommen. Doch Messi blockte die unvermeidliche Frage zum möglichen Aufeinandertreffen mit seinem ewigen Rivalen ab. Der Auftritt von Ronaldo und den Bianconeri sei zwar „beeindruckend“ gewesen. Aber: „Alle Gegner sind jetzt schwer“, sagte Messi mit Blick auf die Auslosung am Freitag in Nyon.

          Ob Juve mit Ronaldo der nächste Gegner wird oder sonst wer: In Katalonien träumen sie inzwischen vom dritten Triple der Vereinsgeschichte (nach 2009 und 2015). Das liegt vor allem am begnadeten Messi, der Barca mit seinen Königsklassentreffern 107 und 108 bereits zum zwölften Mal in Serie in die Runde der besten Acht führte.

          Dem großen Zauber des kleinen Angreifers konnte sich am späten Mittwochabend nicht einmal der gegnerische Trainer entziehen. „Wir haben alles getan, was wir konnten, aber wenn er auf diesem Niveau agiert, so motiviert ist, dann ist er einer der besten Spieler der Geschichte“, schwärmte Lyons Coach Bruno Genesio: „Er ist ein Genie. So wie es Ronaldo mit Juventus gemacht hat, hat er sein Team heute Abend getragen.“ Barca-Trainer Ernesto Valverde meinte: „Besser geht es wirklich nicht. Er hat getroffen, verteidigt, vorbereitet, das Spiel angeführt. Er gibt uns alles und auch wenn wir uns daran längst gewöhnt haben, überrascht er uns doch jeden Tag.“

          Champions League

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Aktuell gibt es in Deutschland nur einen Bruchteil der bis 2020 anvisierten 100.000 Ladestellen.

          Elektromobilität : Strom-Tankstellen auf Staatskosten

          Im Kanzleramt findet gerade ein Autogipfel statt. Ein Thema: Elektro-Autos. Sie sind für die Industrie das nächste Milliardengeschäft. Doch die Ladesäulen soll der Staat bezahlen – mit bis zu einer Milliarde Euro. Aber muss das sein?
          Der Europarat in Straßburg

          Stimmrecht im Europarat : Die Russen sind schon in der Stadt

          Ein Akt der Verzweiflung in 220 Teilen: Wie die Ukraine versucht, in letzter Minute die Aufhebung der Sanktionen gegen die russischen Abgeordneten in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zu verhindern.

          FAZ Plus Artikel: CDU und AfD : Noch nicht mal zum Kaffeeplausch

          Die Union will sich stärker von der AfD abgrenzen und fasste einen Beschluss, in dem sie die Ermordung Walter Lübckes mit dem Handeln der AfD in Zusammenhang bringt – steht nun ihre Beziehung zu den Sicherheitsbehörden auf dem Spiel?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.