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Sieg in Moskau : Leverkusen bleibt europäisch dabei

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Ein Leverkusener Torschütze: Sven Bender (2. von links) hat das 2:0 erzielt. Bild: AP

Bayer Leverkusen überwintert in jedem Fall im Europapokal: Mit einem Sieg in Moskau ist die K.o.-Phase der Europa League sicher. Sogar ein Überwintern in der Champions League ist nun noch möglich.

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          Ein abermaliges Eigentor-Geschenk und der erste Europacup-Treffer von Routinier Sven Bender haben Bayer Leverkusen im Jubiläums-Spiel am Dienstag die Europa League-Teilnahme als Trost gesichert. Die Werkself gewann in ihrem 100. Champions-League-Spiel mit 2:0 (1:0) vor 25.757 Zuschauern bei Lokomotive Moskau und hat den dritten Platz in der Gruppe damit sicher. Leverkusen geht mit drei Punkten Vorsprung auf Moskau in das letzte Gruppenspiel gegen Juventus Turin und ist wegen des gewonnenen Direktvergleichs trotz der 1:2-Heimniederlage vom russischen Pokalsieger um Weltmeister Benedikt Höwedes nicht mehr zu verdrängen.

          „Super, dass wir im Europacup überwintern. Das war unser Minimalziel. Wir haben ein überragendes Spiel gemacht„, sagte Torhüter Lukas Hradecky. Bayer hat sogar noch eine Restchance auf das Weiterkommen in der Champions League, da am Abend der bereits fürs Achtelfinale qualifizierte Tabellenführer Juventus gegen Atlético Madrid Schützenhilfe leistete. Bayer liegt nun nur noch einen Zähler hinter Atlético und könnte die Spanier mit einem Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Juventus bei einer Niederlage von Madrid gegen Moskau noch überholen.

          Champions League

          Bei minus drei Grad - befürchtet waren bis zu minus zehn - sorgte der von Mitspieler Eder angeschossene Rifat Schemaletdinow mit einem kuriosen Eigentor für Leverkusens Führungstor (11. Minute). Beim vierten Treffer in dieser Königsklassen-Saison profitierte Bayer somit zum dritten Mal von einem Missgeschick eines Gegenspielers. Im Hinspiel hatte Höwedes ein Selbsttor erzielt, beim 2:1 gegen Atlético Madrids Thomas. Der seit Wochen starke Ex-Nationalspieler Bender (30) legte mit seinem Premieren-Tor im 53. Europacup-Spiel das wichtige 2:0 nach (54.).

          Nur kurzzeitig Ruhe

          Die frühe Führung brachte nur kurzzeitig Ruhe in die Defensive der Rheinländer. Charles Aranguiz, Jonathan Tah, Panagiotis Retsos oder Wendell wackelten. Die beste Chance der Hausherren vor dem Seitenwechsel machte Bayer-Torwart Lukasz Hradecky zunichte, als er einen Schuss von Anton Mirantschuk aus kurzer Distanz parierte (26.) In der Offensive präsentierten sich die Leverkusener, bei denen der Franzose Moussa Diaby zunächst den Platz des verletzten Kai Havertz auf der Zehner-Position einnahm, deutlich besser und kamen durch  Kerem Demirbay (15.), Donovan Bailey (34.), Karim Bellarabi (40.) und Kapitän Kevin Volland in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts zu guten Möglichkeiten.

          Doch die letzte Entschlossenheit fehlte den Rheinländern in einer von Fehlern auf beiden Seiten, aber auch von harten Attacken geprägten Partie. Genau die zeigte Bender, als er kurz nach dem Seitenwechsel mit einer technisch perfekten Volleyabnahme nach Aranguiz' Zuspiel erhöhte. Positiv machte sich die Hereinnahme von Julian Baumgartlinger für Bailey im zweiten Abschnitt bemerkbar. Der Österreicher sorgte im defensiven Mittelfeld für Stabilität. Die Russen bauten mehr und mehr ab, Bayer kontrollierte die Partie lange, geriet aber in der Schlussphase wieder unter Druck.

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