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Moratas deprimierende Bilanz : „Mister Abseits“ schlägt zu

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Trost vom Gegner: Miralem Pjanic (rechts) vom FC Barcelona nimmt Alvaro Morata in dem Arm. Bild: AFP

Es hätte der Abend für Alvaro Morata sein können: Dreimal traf der Madrilene in Turiner Diensten ins Tor des FC Barcelona, doch kein einziger Treffer zählte. Italiens Presse spottet.

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          Álvaro Morata hat bei der 0:2-Niederlage von Juventus Turin im Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona den Alptraum eines jeden Fußball-Stürmers erlebt. Drei Mal bezwang der 28-Jährige am Mittwochabend Barça-Keeper Neto, drei Mal (in der 15., 30. und 55. Minute) wurde ihm das Tor von Schiedsrichter Danny Makkelie (Niederlande) jeweils wegen Abseitsstellung aberkannt.

          Es ging stets um wenige Zentimeter – und bei zwei Toren war es sogar so knapp, dass der Video-Schiedsrichter bemüht werden musste, was die Verzweifelung von Morata noch verstärkte. Einmal hob der Linienrichter die Fahne. Die spanische Zeitung „El Mundo“ titelte entsprechend in großen Lettern: „Morata deprimiert sich gegen Barcelona.“

          Auch die italienische Presse nahm sich den unglücklichen Stürmer vor: „Moratas Feind ist das Abseits. Wenige Zentimeter sind für Juve fatal“, schrieb die Tageszeitung Corriere della Sera. „Juve im Abseits“, hieß es im Corriere dello Sport und La Repubblica kritisierte: „Wenn ein Teil des Körpers im Abseits ist, bedeutet das, dass man sich spät oder schlecht bewegt.“

          Für Morata war er keine neue Erfahrung. Im Trikot von Real Madrid wurden ihm beim 3:3 gegen Las Palmas am 1. März 2017 ebenfalls schon einmal drei Treffer annulliert. Der Stürmer, der unter anderem auch bei Chelsea und Atlético Madrid kickte, ist – auch wegen seines Spielstils – so etwas wie ein „Abseitstor-Experte“. Allein in den letzten fünf Spielen von Juventus wurden fünf Treffer des Profis für ungültig erklärt. In diesem Jahr wurden bereits elf seiner Tore annulliert, alle wegen Abseits. Das spanische Portal „El Desmarque“ taufte ihn nun „Mister Abseits“.

          Es sei mehr als „eine statistische Seltsamkeit für einen Spieler, dem fünf Tore in drei Matches aberkannt wurden“, rechnete „La Repubblica“ auf. „Fünf aberkannte Tore in drei Matches sind ein beeindruckender Rekord“, so der „Corriere dello Sport“. Die „Gazzetta dello Sport“ fand aber auch ein paar lobende Worte für den Spanier, der als Leihgabe von Atlético Madrid für Juventus spielt. „Nur Morata, dem drei Tore annulliert werden, rettet die Ehre einer Mannschaft ohne Identität.“

          Tore ohne Beanstandung erzielte Morata übrigens auch schon, und zwar viele: 17 in 33 Länderspielen mit Spanien und 152 in 409 Pflichtspielen im Klub. Mit Real gewann er unter anderem zwei Mal die Champions League.

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