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Corona-Infektion des Trainers : Nagelsmann verpasst auch nächstes Bayern-Spiel

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wurde positiv auf Covid-19 getestet. Bild: AP

Trotz eines vollständigen Impfschutzes infiziert sich Julian Nagelsmann mit dem Coronavirus. Nun muss er in München in Quarantäne. Für die Mannschaft hat der Positivtest des Trainers zunächst keine Folgen.

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          Am Mittwochabend musste Julian Nagelsmann aus einem Hotelzimmer in Lissabon mitansehen, wie seine Mannschaft im Estádio da Luz 4:0 über Benfica siegte. Jetzt steht fest, warum beim Trainer des FC Bayern München vor dem dritten Vorrundenspiel der Champions League ein „grippaler Infekt“ (Klubkommunikation vom Mittwoch) vermutet wurde.

          Champions League
          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Er ist positiv auf Covid-19 getestet worden – „trotz vollständigen Impfschutzes“, wie sein Verein am Donnerstagmorgen in einer kurzen Mitteilung auf der eigenen Website veröffentlichte. Dort steht auch, dass Nagelsmann „getrennt von der Mannschaft mit einem Ambulanzflieger“ nach München fliegen und sich sofort in „häusliche Isolation“ begeben werde.

          Es ist ungewiss, wann Nagelsmann, 34 Jahre alt, wieder aus der Hausquarantäne entlassen wird. Auf der Website der Stadt München steht im Corona-Abschnitt unter der Überschrift „Regelungen für vollständig Geimpfte“, dass eine Person, die mit einem PCR-Test positiv getestet worden ist, „in der Regel zunächst fünf Tage“ in Isolation bleiben müsse.

          Danach könne diese mit einem negativen PCR-Test aufgehoben werden – unter einer Bedingung: Man muss in dieser Zeit symptomfrei gewesen sein. Auf Nagelsmann trifft das wohl nicht zu. Zumindest, wenn man sich an den Aussagen vom Mittwoch orientiert. Sein Assistent und Vertreter Dino Toppmöller sagte nach dem Spiel etwa, dass „Julian (...) krank ist“.

          Das Bundesliga-Heimspiel gegen Hoffenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) wird Nagelsmann daher sicher verpassen. Und womöglich auch die Auswärtsspiele gegen Borussia Mönchengladbach (27. Oktober, DFB-Pokal) und Union Berlin (30. Oktober, Bundesliga).

          Und der Rest der Mannschaft? Auf F.A.Z.-Anfrage sagte ein Sprecher des FC Bayern, dass der Positivtest von Nagelsmann für Spieler und Trainer, die mit ihm nach Lissabon gereist waren, zunächst keine Folgen habe. In München werden die Trainerassistenten Dino Toppmöller und Xaver Zembrod mit dem Videoanalysten Benjamin Glück die Vorbereitung für das Duell gegen Hoffenheim übernehmen.

          Wobei man davon ausgehen kann, dass auch Nagelsmann sich einschalten wird. Das machte er auch am Mittwoch. Aus seinem Hotelzimmer ordnete er über Funk einen Wechsel an, der für den Ausgang des Spiels mitentscheidend war. In der 66. Minute, es stand noch 0:0, kam der Außenstürmer Serge Gnabry für den Außenverteidiger Benjamin Pavard. Nur 18 Minuten später führte München 4:0. Und vor dem ersten und dem zweiten Tor hatte Gnabry seine Füße im Spiel.

          Am Donnerstagnachmittag meldete sich Nagelsmann via Twitter: „Danke für alle Genesungswünsche, mir geht es den Umständen entsprechend gut“, schrieb der Trainer. Er sei „sehr stolz auf die Mannschaft, mein gesamtes Trainerteam und das Team hinter dem Team! Ihr habt es gestern super gemacht und mich bestmöglich vertreten“. Dazu postete er ein Bild mit FC-Bayern-FFP2-Maske und dem Daumen nach oben.

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