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Leipzig in Champions League : Nagelsmann und die „Drecksack-Mentalität“

  • Aktualisiert am

Zufrieden: Julian Nagelsmann Bild: AFP

Nach furiosem Beginn gewinnt Bundesligaklub RB Leipzig gegen Istanbul Basaksehir beim Auftakt der Champions League. Dem ehrgeizigen Trainer gefällt das, auch wenn am Ende nicht mehr alles glatt läuft.

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          Für den Erfolg in der Champions League kann Julian Nagelsmann schon mal auf schönen Fußball verzichten. Deshalb verschmerzte der Trainer von RB Leipzig es nach dem 2:0 gegen Istanbul Basaksehir zum Auftakt der Gruppenphase auch schnell, dass vor allem in der zweiten Halbzeit viel Luft nach oben war. Hauptsache, man war mit einem Sieg in die mit Paris Saint-Germain und Manchester United durchaus anspruchsvolle besetzte Gruppe gestartet.

          Champions League

          „Man muss ein wenig Drecksack-Mentalität an den Tagen haben, an denen man kein Top-Spiel macht“, betonte Nagelsmann und erklärte: „Die zweite Halbzeit war ein wenig zäh. Wir waren ein wenig müde und nicht auf allen Positionen hundertprozentig fit.“ Herausragend fit war allerdings der Spanier Angelino, der mit seinen Toren in der 16. und 20. Minute maßgeblich am Pflichtsieg gegen den türkischen Meister beteiligt war.

          Auch Yussuf Poulsen hob noch einmal hervor, worauf es in der Königsklasse ankommt. „Am Ende des Tages geht es um drei Punkte. Dass die zweite Halbzeit nicht gut war, wissen wir“, sagte der dänische Nationalspieler. Besonders mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel in Manchester kommende Woche war der Sieg wichtig, um im Old Trafford nicht schon massiv unter Druck zu stehen.

          Geduld mit Hwang

          Trotz der mit Ausnahme der ersten 25 Minuten eher durchschnittlichen Leistung war der Sieg Leipzigs nie in Gefahr. Nur drei der acht türkischen Chancen kamen auf das Tor von Peter Gulacsi, in der Mehrzahl ungefährlich und aus der Ferne. Da konnte es sich Leipzig sogar erlauben, dem Gegner den Ballbesitz zu überlassen und auf Konter zu lauern.

          Diese spielte man jedoch nicht konsequent zu Ende. Besonders der eingewechselte Neuzugang Hee-chan Hwang offenbarte einige Schwächen. Nagelsmann warb deshalb um Geduld. „Er braucht noch Zeit. In der letzten Saison war er Stammspieler in einer gefestigten Mannschaft in Salzburg. In Leipzig spielen wir schon noch ein wenig anders“, sagte der 33-Jährige. Hwang sei bemüht gewesen, aber er könne es sicherlich besser.

          Womöglich bekommt der Südkoreaner schon am Samstag gegen Hertha BSC die Chance dazu. Nagelsmann wird mit den Kräften seines Kaders haushalten müssen. Schließlich stehen bis zum 7. November noch fünf Spiele auf dem Programm, neben der Partie bei United noch die Duelle mit Paris und Borussia Mönchengladbach.

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