https://www.faz.net/-gtm-a54pd

Neuer Liverpool-Star Jota : Ein teurer Spieler, der für Klopp Gold wert ist

  • Aktualisiert am

Diogo Jota hat sich beim FC Liverpool in den Vordergrund gespielt. Bild: dpa

Salah, Firmino und Mané stehen für die starke Offensive des FC Liverpool. Im Sommer kam Diogo Jota dazu – für sehr viel Geld. Was sollte das? Die Antwort gibt der junge Portugiese eindrucksvoll. Jürgen Klopp ist begeistert.

          2 Min.

          Das Luxusproblem im Sturm des FC Liverpool bereitet Trainer Jürgen Klopp nach der nächsten Galavorstellung von Neuzugang Diogo Jota kein Kopfzerbrechen. „Gute Leistungen machen mir nie Kopfschmerzen“, sagte der Deutsche nach dem 5:0 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo.

          Champions League

          Roberto Firmino saß am Dienstagabend bis zur 65. Minute auf der Bank und wurde dann für den dreimaligen Torschützen eingewechselt. „Es ist wichtig für uns, dass wir mehr als elf haben und heute Abend hat Diogo seine Form in einer unfassbaren Art genutzt und ein super, super Spiel gemacht. Er ist für uns Gold wert“, sagte Klopp. „Aber das sagt nichts über Bobby und bereitet mir keine Kopfschmerzen.“

          Der englische Meister holte mit dem 5:0 (2:0) in Italien den dritten Sieg im dritten Spiel der Gruppe D und könnte bereits im Rückspiel in drei Wochen das Weiterkommen perfekt machen. Der Portugiese Jota erzielte gegen Atalanta seine drei Treffer in der 16., 33. und 54. Minute und war damit im vierten Pflichtspiel in Serie der Matchwinner. Außerdem trafen Mohamed Salah (47.) und Sadio Mané (49.).

          „Ich glaube nicht, dass irgendjemand gegen Mane, Salah und Jota hätte verteidigen können“, sagte Klopp. In der Liga hatte Jota zuletzt gegen West Ham United und Sheffield United jeweils den 2:1-Siegtreffer erzielt, in der Königsklasse beim 2:0 gegen den FC Midtjylland das Führungstor. Erst in diesem Sommer war der Portugiese zu Klopp und Liverpool gekommen und mit einem Vertrag bis ins Jahr 2025 ausgestattet worden.

          Viele rümpften die Nase ob des teuren Preises für den 23 Jahre alten Offensivspieler. 45 Millionen Euro zahlten die „Reds“ für Jota an die Wolverhampton Wanderers in der Corona-Krise. Dabei drückt bei Liverpool in der Offensive nun wahrlich nicht der Schuh. Neben Salah und Mané gehört der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino zu den großen Drei im Angriff.

          Doch Jota hat schon jetzt alle Zweifel zerstreut, trifft derzeit im Schnitt alle 71 Minuten. Seit November 2019 ist er auch Nationalspieler, für Portugal erzielte er bisher in sieben Partien drei Tore. Und auch für Liverpool ist er im gedrängten Spielplan längst unverzichtbar, wenn Salah, Mané oder Firmino mal eine Pause brauchen oder nicht so in Form sind wie gewohnt. Klopp jedenfalls kann sich bestätigt sehen in seiner Idee, den Geldbeutel für Jota weit aufzumachen.

           Klopp hat vor dem Liga-Gipfel bei Manchester City am Sonntag (17.30 Uhr bei Sky) die Qual der Wahl.  Die öffentlichen Rufe nach einem Stammplatz für Jota werden lauter – auf Kosten von Firmino. Nach nur zwei Treffern in den letzten 20 Pflichtspielen zählen Experten und Medien den Mittelstürmer an. „Die Welt ist manchmal grausam. In dem Moment, in dem ein neuer Spieler glänzt, sprechen wir sofort schlecht von einem Spieler, der gefühlt 500 Spiele für uns gemacht hat“, nahm Klopp Firmino in Schutz.

          Der Hochgelobte selbst gibt sich ohnehin bescheiden. Er spiele in der „besten Mannschaft“ und Weltklassespieler wie Mane und Salah „erleichtern“ ihm die Arbeit immens, erklärte er. Doch Jota liefert dazwischen eben auch gnadenlos ab, und das soll erste der Anfang sein. „Er ist erst 23 und wenn er fit bleibt“, so Klopp, „dann steht ihm eine rosige Zukunft bevor.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Kleinstadt Wohlen im Kanton Aargau am 20. Februar 2021

          SVP gegen Corona-Regeln : Die Schweiz, eine Diktatur?

          Die SVP gehört der Schweizer Regierung an. Das hindert die Führung der größten Partei des Landes nicht daran, es wegen der Corona-Politik als Diktatur zu bezeichnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.