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Hilfe vom Klopp-Berater : Wie „Mia san mia“ zum Bayern-Slogan wurde

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Für Trainer Hansi Flick und die Bayern ist der Slogan „Mia san mia“ inzwischen selbstverständlich. Bild: Picture-Alliance

Wenn vom bayrischen Selbstverständnis die Rede ist, heißt es „Mia san mia“. Das ist inzwischen auch der Slogan von Bayern München. Nun verrät der Berater von Jürgen Klopp die amüsante Geschichte, wie es dazu kam.

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          In seinem Hauptberuf berät Marc Kosicke Trainer wie Jürgen Klopp oder Florian Kohfeldt. Doch der gebürtige Bremer verhalf nach eigener Aussage auch dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München zu seinem inzwischen berühmten Slogan „Mia san mia“. Im Podcast „kicker meets DAZN“ erklärte Kosicke nun, wie der Spruch entstand.

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          Auf einem Flug zu einer Fifa-Veranstaltung im Jahr 2008 habe sich Uli Hoeneß, der damalige Manager „aufgeregt, dass die Spieler bei Bayern, gerade die Neuzugänge, nicht so ein Bayern-München-Gefühl haben und gar nicht wissen, was Bayern München bedeutet“, berichtete Kosicke. Und da habe er gefragt: „Herr Hoeneß, was bedeutet denn das – Bayern München? Welche Botschaften sollen gesendet werden?“ Hoeneß habe erwidert: „Nee, so was haben wir nicht, können Sie so was?“, erzählte Kosicke: „Ich habe natürlich gesagt: ’Klar, kann ich!’“

          Daraufhin sei eine Arbeitsgruppe vom Fanshop-Mitarbeiter bis zum Jugendakademieleiter zusammengestellt worden, die in vier Wochen die Bayern-Werte erarbeitete. Der Name der „Bibel“, die dabei entstand, habe für ihn von Anfang an festgestanden, „weil ich es als kleiner Junge im Weserstadion gehasst habe, wenn die Bayern mit ihrer Mia-san-mia-Attitüde kamen und in der 90. Minute noch gewonnen haben.“

          Bei der Abschlusspräsentation habe er die „Bibeln in Lederhosen-Leder“ ausgeteilt, den Titel, den er „mal irgendwo gelesen“ hatte, aber noch mit Tape abgeklebt, berichtete Kosicke. Irgendwann hätten Karl-Heinz Rummenigge und Hoeneß das Tape abgerissen: „’Mia san mia – ja, wird das so geschrieben? Wird das nicht mit R geschrieben?’ Dann sagt Hoeneß: ’Nein, das ist die Raumstation.’“ Seitdem hat das „Mia san mia“ eine erstaunliche Karriere an der Säbener Straße gemacht.

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