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2:2 gegen Donezk : Hoffenheim bezahlt Lehrgeld

  • Aktualisiert am

Havard Nordveit (rechts) war mit dem Kopf für die TSG Hoffenheim erfolgreich. Bild: Reuters

Zweimal ist die TSG in Führung bei ihrem ersten Spiel in der Champions League. Doch zweimal schlagen die Ukrainer zurück. Und es hätte sogar noch schlimmer kommen können.

          Nach seiner unglücklichen Champions-League-Premiere klatschte Julian Nagelsmann mit seinen Trainerkollegen ab, vollends zufrieden wirkte der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim dabei nicht. Die Kraichgauer kamen im ersten Gruppenspiel in Charkiw gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.

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          Florian Grillitsch sorgte am Mittwochabend mit seinem Tor in der 6. Minute für einen guten Start der lange stark aufspielenden Kraichgauer. Nach dem Ausgleich durch Ismaily (27.) erzielte Havard Nordveit die abermalige Führung (38.). Vor 25.000 lautstarken Zuschauern im Metalist-Stadion markierte Maycon (81.) jedoch noch den späten, aber verdienten Ausgleich.

          „Man hat gemerkt, dass uns am Ende ein bisschen die Luft gefehlt hat. Wir haben nicht mehr so gut verteidigen können. Dann kam leider der Gegner auf“, sagte Nagelsmann und resümierte: „Wir haben ein sehr rassiges und ordentliches Fußballspiel gesehen“. Damit sei er letztlich „ganz zufrieden“ gewesen, ergänzte aber auch: „Man kann das Spiel aufgrund der Chancen gewinnen.“

          Nagelsmann, der jüngste Trainer in der Geschichte der Champions League, trat zu seinem Debüt in der Königsklasse im Stil von Gareth Southgate auf. Genau wie der englische Nationalcoach bei der WM in Russland trug der 31-Jährige Krawatte und Weste. Im ungewohnten Outfit konnte er schon in der sechsten Minute über das erste Tor der Kraichgauer jubeln. Leonardo Bittencourt legte perfekt auf, Grillitsch chippte den Ball clever ins Netz.

          Im Vergleich zum 1:2 am Samstag in der Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf änderte Nagelsmann seine Startformation nicht. Hoffenheim, mit 3200 Einwohnern der kleinste Ort unter allen Startern im wichtigsten europäischen Klub-Wettbewerb, war von Beginn an präsent und aggressiv. Angetrieben von Bittencourt und Nationalspieler Nico Schulz verpasste es die TSG jedoch, schnell nachzulegen. Adam Szalai hätte aus kurzer Distanz früh zum 2:0 treffen können (16.).

          Stattdessen nutzte der ukrainische Meister Donezk die erste Chance zum Ausgleich. Nordtveit agierte zu passiv, Ismaily hatte auf der linken Seite viel Platz und traf gegen den überraschten Torwart Oliver Baumann. Noch vor der Pause machte Nordtveit seinen Fehler wieder gut und köpfte Bittencourts Eckball zur abermaligen Führung ins Tor. Die Zuschauer im Metalist-Stadion von Charkiw sahen eine temporeiche erste Halbzeit mit vielen Möglichkeiten. Dass Schachtjor nicht mehr in der heimischen Arena sondern im EM-Stadion von 2012 spielt, liegt am Ostukraine-Konflikt.

          Das erste Tor in der Hoffenheimer Champions-League-Historie: Florian Grillitsch (Mitte) trifft zum 1:0 für die TSG.

          Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zunächst weiter gefährlich. Andrej Kramaric scheiterte von der Strafraumgrenze (50.), ehe auch Donezk wieder mehr Spielanteile hatte. Zwar zeigten sich die Gastgeber angriffslustig, sie benötigten gegen den Bundesligisten aber lange, um sich gute Möglichkeiten herauszuspielen. Erst der eingewechselte Brasilianer Maycon war neun Minuten vor dem Ende erfolgreich. Hoffenheim geriet in der Schlussphase mächtig unter Druck, Torjäger Júnior Moraes vergab sogar noch die Chance zum Siegtreffer für den Uefa-Cup-Sieger von 2009.

          Im ersten Champions-League-Heimspiel der Clubgeschichte empfängt die TSG am 2. Oktober Manchester City mit Startrainer Pep Guardiola. Am 23. Oktober geht es in der Gruppe F außerdem gegen Olympique Lyon.

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