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1:0 gegen Gent : Glanzloser Wolfsburger Sieg fürs Weiterkommen

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Kein großes Spiel, aber ein großer Erfolg: Wolfsburg gehört zu den Top-Acht von Europa Bild: AFP

Nicht mal 25.000 Zuschauer sehen ein mäßiges Fußballspiel, doch am Ende gewinnt der VfL Wolfsburg 1:0 gegen Gent und zieht zum ersten Mal ins Viertelfinale der Champions League ein.

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          Müder Auftakt, später Schwung: Mit einem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg hat der VfL Wolfsburg gegen KAA Gent Historisches geschafft. Zum ersten Mal überhaupt erreichte das Team von Trainer Dieter Hecking durch den Erfolg nach einem Tor von Weltmeister André Schürrle gegen den belgischen Meister das Viertelfinale der Champions League. Für den größten internationalen Erfolg der Klubgeschichte genügte dem VfL am Dienstag im Achtelfinal-Rückspiel nach dem 3:2-Hinspielsieg in Belgien ein Auftritt ohne großen Offensivdrang. Auch die Kulisse war mit nur 23.457 Zuschauern für einen Champions-League-Abend erneut enttäuschend.

          Höhepunkt des Abends war das Schürrle-Tor, der in der 74. Minute nach feiner Vorlage von Nationalmannschaftskollege Julian Draxler vollendete. Damit winken bei der Auslosung am 18. März europäische Kracher wie Real Madrid, das am Abend den AS Rom ausschaltete, Titelverteidiger FC Barcelona oder vielleicht auch der deutsche Meister FC Bayern München.

          Allofs: „Es war ein seltsames Spiel“

          Manager Klaus Allofs war vom „sensationellen“ Erfolg seiner Mannschaft begeistert, stellte aber auch fest: „Es war ein seltsames Spiel.“ Die Begründung lieferte der frühere Stürmer gleich mit: „Wir haben es am Anfang nicht hinbekommen und zu verhalten gespielt. Da wollten wir nicht in einen Konter laufen.“

          Draxler (rechts) hat vorgelegt, Schürrle (links) vollendet: 1:0 gegen Gent Bilderstrecke

          Bei den Spielern war der Jubel hinterher groß. „Das ist überragend, zwei weitere Spiele zu haben“, sagte Maximilian Arnold und spekulierte schon über den nächsten Gegner: „Real kann man mitnehmen.“ Draxler betonte: „Wir sind froh, diesen Schritt für den Klub gemacht zu haben.“ Und Torschütze Schürrle, der in den vergangenen Wochen zu alter Stärke fand, ergänzte: „Ich wusste, dass meine Zeit irgendwann kommt.“

          Eine Königsklassen-reife Vorstellung war es dennoch nicht. „Vollgas“, hatte VfL-Trainer Dieter Hecking angekündigt, unansehnlicher Sicherheitsfußball wurde es schließlich auf dem Rasen. Die Wolfsburger überließen den Gästen in der ersten Halbzeit die Spielgestaltung und waren in erster Linie darauf bedacht, jegliches Risiko zu vermeiden.

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          So entwickelte sich lange ein Spiel ohne große Höhepunkte. Gent hatte zwar im ersten Durchgang mehr als 60 Prozent Ballbesitz, war aber fußballerisch viel zu limitiert, um daraus Kapital zu schlagen.

          Einzig in der 20. Minute kam einmal so etwas wie Gefahr für das Tor von Benaglio-Vertreter Koen Casteels auf, als Moses Simon über links durchgekommen war, dessen Hereingabe aber keinen Abnehmer fand. Simon sorgte auf der linken Seite für ein wenig Schwung bei den Belgiern und bereitete Christian Träsch, der für Vierinha ins Team gekommen war, einige Schwierigkeiten.

          Und Wolfsburg? Da war ein Schuss von Josuha Guilavogui von der Strafraumgrenze noch die beste Möglichkeit, doch Gent-Keeper Matz Sels war zur Stelle (18.). Zuvor hatte Max Kruse mit einem Drehschuss in aussichtsreicher Position einen ersten Schuss auf das Tor der Belgier abgegeben (13.). Dabei hätten die Wolfsburger eigentlich mit viel mehr Selbstvertrauen ausgestattet sein müssen. Von den letzten sechs Spielen hatte der VfL nur eines verloren.

          Doch die Angst vor einer Blamage war wohl größer, zumal die Hecking-Elf schon im Hinspiel nach einer 3:0-Führung noch zwei Tore kassiert hatte. So waren bereits nach gut einer halben Stunde erste Pfiffe zu hören. Mit ein wenig mehr Schwung kamen die Gastgeber aus der Kabine. Sie waren um mehr Spielkontrolle und Tempo bemüht, agierten giftiger in den Zweikämpfen.

          Die Folge war die erste Torchance nach viel Leerlauf: In der 56. Minute schoss allerdings Luiz Gustavo zu unplatziert auf Torhüter Sels. Kurz darauf brachte Kruse seinen Sturmkollegen Schürrle in Szene, der aus kurzer Entfernung aber zu ungenau zielte (60.) und auch elf Minuten später aus halbrechter Position nicht den Ball im Tor unterbringen konnte. Eine gute Viertelstunde vor Schluss kam der Angreifer aber doch zu seinem Erfolgserlebnis. Nachdem sich Draxler über rechts durchgesetzt hatte, musste Schürrle dessen Pass nur noch ins Tor befördern.

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