https://www.faz.net/-gtm-a4lzz

Gladbacher Erinnerungen : Die Büchse lebt

Auf dem Höhepunkt seines Schaffens: Günter Netzer Anfang der 70er Jahre. Bild: obs

Borussias rauschender 7:1-Erfolg gegen Inter hatte einst wegen eines Büchsenwurfs keinen Bestand. Die Bitterkeit des Scheiterns im Moment des Triumphs wurde ein Gladbacher Mythos. Nun kommt es zu einem Wiedersehen.

          2 Min.

          Das „Kriminalmuseum“, so hieß in den sechziger Jahren eine beliebte ZDF-Serie. In jeder Folge erzählte sie am Beispiel eines Gegenstandes aus der Asservatenkammer eine wahre kriminelle Begebenheit. Im wahren Leben hat auch der Fußball bei seinen gelegentlichen Ausflügen in die Randbezirke der Legalität manches Corpus Delicti geliefert.

          Das berühmteste ist eine Coladose mit Materialwert von wenigen Pfennigen. Am 20. Oktober 1971 flog sie von den Rängen des Bökelbergs auf den Rasen und streckte, obwohl leer, einen Stürmer namens Roberto Boninsegna nieder. Die Rechtmäßigkeit seines Ohnmachtsanfalles, von Mönchengladbacher Spielern und Zuschauern schon damals angezweifelt, beteuert der alte Torjäger von Inter Mailand bis heute. Doch fand sein italienischer Landsmann Terence Hill, damals Filmstar in Westernkomödien, „solch eine Begabung sollte man nicht verkümmern lassen“ und verschaffte Boninsegna später eine Rolle in der Neuverfilmung von „Don Camillo und Peppone“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Neuer Impfstoff, neue Hoffnung: Eine Mitarbeiterin in London arbeitet am Novavax-Vakzin.

          Vakzin Novavax : Der Impfstoff für Impfskeptiker

          An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird weiterhin intensiv geforscht. Der neue Hoffnungsträger von Novavax könnte sogar eine neue Zielgruppe erreichen – denn statt auf mRNA setzt er auf einen anderen „Totimpfstoff“.
          Nachtclub in München: Feiern Geimpfte oder Ungeimpfte?

          Corona-Studie : An neun von zehn Ansteckungen ist ein Ungeimpfter beteiligt

          Wissenschaftler der Humboldt-Universität haben die Rolle der Ungeschützten im Infektionsgeschehen untersucht. Demnach ist die Ansteckung innerhalb der Gruppe der Geimpften gering. Maßnahmen sollte man daraus jedoch nicht ableiten.