https://www.faz.net/-gtm-9h21l

Champions League : Klopp und Liverpool in großer Not

  • Aktualisiert am

Jürgen Klopp und Liverpool verloren in Paris. Bild: Reuters

Dem englischen Finalisten von 2018 droht das ganz frühe Aus in der Champions League. Liverpool unterliegt Paris und Thomas Tuchel. Dabei hilft den Franzosen vor allem ein furioser Start.

          Thomas Tuchel hat mit Paris Saint-Germain Kurs auf das Achtelfinale der Champions League genommen und Jürgen Klopps FC Liverpool schwer in die Bredouille gebracht. Angeführt von Superstar Neymar setzte sich PSG im Topspiel der Fußball-Königsklasse am Mittwoch gegen die Reds mit 2:1 (2:1) durch. Weil der SSC Neapel im zweiten Spiel der Gruppe C mit 3:1 (2:0) gegen Roter Stern Belgrad gewann, rutschte Liverpool mit sechs Punkten auf Platz drei ab und muss um den Einzug in die K.o.-Runde bangen. Neapel ist nun mit neun Punkten Tabellenführer vor Paris (8).

          Champions League
          ANZEIGE

          Coach Tuchel stand mit PSG unter gewaltigem Druck. Immer wieder war das mit vielen Millionen aus Katar verstärkte Team in den vergangenen Jahren im Viertelfinale und zuletzt sogar schon im Achtelfinale gescheitert. Diesmal drohte die ultimative Schmach – ein vorzeitiges Aus bereits in der Gruppenphase. Umso wichtiger war es für Frankreichs Meister, dass sich die Superstars Neymar und Kylian Mbappé nach ihren Blessuren aus den jüngsten Länderspielen rechtzeitig wieder fit meldeten.

          Und PSG erwischte einen furiosen Start, setzte Liverpool von Beginn an enorm unter Druck. Juan Bernat, beim FC Bayern begleitet von Schimpftiraden von Präsident Uli Hoeneß abgeschoben, brachte die Hausherren schon in der 13. Minute in Führung. Nach einer Flanke von Mbappé patzte Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk, Bernat schoss geistesgegenwärtig ein.

          Gerade als Klopps Team etwas besser in die Partie fand, erhöhte Neymar auf 2:0. Der Brasilianer leitete selbst einen Blitz-Konter ein, von Mbappé kam der Ball zu Cavani, dessen Schuss Gäste-Keeper Alisson noch parieren konnte. Neymar aber war zur Stelle. Kurz vor der Pause machte es James Milner dann wieder spannend. Nach Intervention seines Assistenten gab der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak Elfmeter für ein Foul von Angel di Maria an Sadio Mané. Milner verwandelte sicher. Mehr aber gelang Liverpool nach dem Seitenwechsel trotz einer Schlussoffensive nicht. Statt Tuchel könnte nun Klopp der Abstieg in die Europa League ereilen.

          Neymar hatte seinen Spaß am Duell mit Liverpool.

          In der Gruppe B sicherte sich der FC Barcelona derweil schon vor dem letzten Spieltag in zwei Wochen Platz eins durch ein 2:1 (0:0) bei der damit ausgeschiedenen PSV Eindhoven. Lionel Messi brachte die Katalanen in Führung (61.), Gerard Piqué sorgte für die Vorentscheidung (70.). Noch offen ist das Rennen um Platz zwei, nachdem Tottenham Hotspur daheim mit 1:0 (0:0) gegen Inter Mailand gewann. Christian Eriksen (80.) traf für die Londoner, die damit vor den punktgleichen Italienern auf Rang zwei liegen.

          Champions League

          Weitere Themen

          Klopp feiert seine Mannschaft Video-Seite öffnen

          Sieg gegen Neapel : Klopp feiert seine Mannschaft

          Nach einem dramatischen Spiel gegen den SSC Neapel ist der FC Liverpool ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Die Reds siegten im Gruppen-Finale dank eines Tores von Salah mit 1:0.

          Was Freeridern durch den Kopf geht Video-Seite öffnen

          „Angst habe ich immer“ : Was Freeridern durch den Kopf geht

          Freerider Benedikt Mayr ist immer auf der Suche nach extremen Herausforderungen. Ob in Island, Alaska oder Italien: er bezwingt hohe Berge, um sie dann hinunter zu rasen. Bei diesen Aktionen entstehen spektakuläre Filme.

          Topmeldungen

          Misstrauensvotum : Wetten, dass May gewinnt?

          Die britische Regierungschefin kämpft ums politische Überleben. Bei den Buchmachern auf der Insel gibt es ein klares Meinungsbild, wie dieses Drama im Unterhaus ausgehen wird.

          Französische Gefährder-Datei : Attentate trotz „Vermerk S“

          Wie der mutmaßliche Angreifer von Straßburg waren auch die Attentäter von „Charlie Hebdo“ oder vom Bataclan in der französischen Sicherheitsdatei „fichier S“ als Gefährder vermerkt. Anschläge konnten sie trotzdem verüben – trotz verdeckter Überwachung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.