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Champions League : Klopp und die Sorgen vor dem „Finale“

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Liverpool und Jürgen Klopp müssen um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League noch kämpfen. Bild: AFP

Dem Sieger der Champions League droht nun das Aus nach der Vorrunde. Trainer Jürgen Klopp ist nach dem 1:1 gegen Neapel zerknirscht. Das liegt nicht nur am Ergebnis, sondern auch an der Verletzung eines Spielers.

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          Jürgen Klopps „You're welcome“ wirkte ziemlich gequält. Als der Teammanager des FC Liverpool den Dank für seine Pressekonferenz mit einem kaum hörbaren „gern geschehen“ erwiderte und rasch im Kabinengang verschwand, hätte er sein 100. Europacupspiel als Trainer wohl gerne ungeschehen gemacht. Schließlich muss der Titelverteidiger durch das 1:1 (0:1) gegen den SSC Neapel am vorletzten Gruppenspieltag der Champions League nun die Hürde meistern, die er unbedingt umgehen wollte – das „Endspiel“ um den Achtelfinal-Einzug bei RB Salzburg. „Unsere Lage ist nicht brillant“, gab Klopp, dessen Schützlingen in Österreich ein Punkt definitiv reicht, leicht zerknirscht zu Protokoll: „Aber sie ist in Ordnung. Nun müssen wir das Beste daraus machen.“

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          Mit seinen Aussagen danach wollte der deutsche Coach eigentlich sein gewohnt kämpferisches Gesicht zeigen. Doch der 52-Jährige wirkte nach dem anstrengenden Abend an der Anfield Road, der Klopp aufgrund der Knöchelverletzung des Brasilianers Fabinho zusätzliche Sorgen bereitete, eher müde – das konnte er trotz Schal und Kappe nicht verbergen. „Wir hoffen alle, dass es nicht zu ernst ist“, sagte Klopp nach der Partie in Anfield beim Sender BT Sport. „Aber es ist ziemlich schmerzhaft an einer Stelle, wo man keine Schmerzen haben will - am Knöchel und am Schienbein. Wir müssen also mal sehen.“ Mit einer genauen Diagnose ist laut Klopp im Laufe der Woche zu rechnen.

          Fabinho gehört zu den Leistungsträgern beim Champions-League-Sieger und derzeitigen Premier-League-Tabellenführer Liverpool. In der laufenden Saison stand der brasilianische Fußball-Profi in 12 von 13 Liga-Spielen und bei allen fünf Auftritten in der Königsklasse in der Startelf der Reds. „Die Situation in der Tabelle ist offen. Bei uns werden viele Leute denken, dass wir jetzt unnötig noch einmal alles reinhauen müssen – aber es war noch nie anders“, sagte Klopp: „Es wird natürlich hart, das steht fest. Aber ich kann mich seit meiner Amtsübernahme an kein einziges Spiel erinnern, in das wir mit halber Kraft gehen konnten. Unser Weg war schon immer der Schwierige.“

          Schwierig war es auch gegen die Defensivkünstler aus Italien, denen die Führung durch den belgischen Nationalspieler Dries Mertens (21.) in die Karten spielte. Für den Spitzenreiter der englischen Premier League, dessen Fans sich nichts mehr als den ersten nationalen Titel seit 1990 wünschen, war nur noch der Ausgleich durch Dejan Lovren (65.) drin. „Sie haben das Tor gemacht und dann so verteidigt, wie sie nun einmal verteidigen können. Wenn eine Mannschaft mit der Qualität von Neapel diesen Ansatz wählt, macht es das Leben für den Gegner ziemlich schwer“, analysierte Klopp: „Sie konnten ihren Plan das ganze Spiel über weiterverfolgen. Das Ganze hätte wahrscheinlich anders ausgesehen, wenn wir in Führung gegangen wären.“

          Die Ausgangslage vor der Partie in Salzburg am 10. Dezember kommt Liverpool dagegen eher entgegen. Während den Engländern in der Gruppe E ein Remis oder eine Niederlage mit einem Tor Unterschied bei mindestens vier eigenen Treffern reicht, muss Salzburg gewinnen und den direkten Vergleich für sich entscheiden. Doch nicht zuletzt das knappe 3:4 im Hinspiel macht dem österreichischen Serienmeister vor dem „Finale dahoam“ (Salzburger Nachrichten) Mut.

          „Wir haben unser Minimalziel mit dem Überwintern in Europa erreicht. Aber jetzt haben wir es zu Hause in der eigenen Hand. Die Ausgangsposition hätte nicht besser sein können“, sagte der frühere Bremer Profi und RB-Kapitän Zlatko Junuzovic: „Was gibt es Geileres?“ Ähnlich sieht es sein Trainer Jesse Marsch: „Das wird für uns alle die größte Herausforderung – aber warum nicht?“

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