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Champions League : Klopp und das große Statement des FC Liverpool

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„Ich bin stolz auf die Jungs“: Jürgen Klopp und sein FC Liverpool stehen im Halbfinale der Champions League. Bild: dpa

Wieder stehen die „Reds“ im Halbfinale der Champions League. Trainer Jürgen Klopp ist auf dem Weg, sein eigenes Versprechen einzulösen. Nun stellt sich beim FC Liverpool aber vor allem eine Frage.

          Jürgen Klopp lachte leicht überrascht auf, als er auf Lionel Messi angesprochen wurde. Schließlich war der zweite Halbfinaleinzug in der Champions League nacheinander mit dem FC Liverpool erst wenige Minuten alt. Und doch lechzten Fans, Journalisten und Experten sofort nach der nächsten magischen Europapokal-Nacht. Alle vereinte die Frage: Wie will Klopp bestehen im großen Endspiel vor dem Endspiel gegen Messi und den FC Barcelona?

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          „Gott sei dank, muss ich da heute Abend nicht darüber nachdenken“, sagte der deutsche Teammanager der Reds nach dem 4:1 (1:0)-Sieg im Viertelfinal-Rückspiel beim FC Porto: „Und zum Glück habe ich noch ein paar Nächte mehr Zeit“, sagte Klopp, der darauf verwies, dass es kein Patentrezept gegen Messi gibt: „Jeder hat schon versucht, aber keiner hat es so wirklich geschafft. Wir werden es trotzdem versuchen, aber freuen uns auch darauf.“

          Das kann Klopp auch, weil sein Team in Porto wieder einmal gezeigt hat, dass es niemanden fürchten muss. Freilich spielte der Tabellenführer der englischen Premier League nicht so flüssig und gefährlich wie sonst – in der ersten Halbzeit waren die Portugiesen sogar besser, bis Sadio Mane (26.) mit seinem Treffer nach Videobeweis Porto den Stecker zog. Dass Mohamed Salah (65.), Roberto Firmino (77.) und Virgil Van Dijk (84.) sogar noch dreimal nachlegten, spricht für die Effizienz des Systems Klopp, die auch an schlechteren Tagen greift.

          Für Klopp persönlich, dem immer noch sein eigenes Versprechen, in vier Jahren nach seinem Amtsantritt 2015 einen Titel zu gewinnen, im Nacken sitzt, ist der Triumph von Porto Gold wert. „Zum zweiten Mal nacheinander im Halbfinale zu sein, ist ein großes Statement“, sagte er: „Ich bin stolz auf die Jungs.“ Noch stolzer wäre Klopp mit Sicherheit, wenn auch Barca bezwungen wird und Klopp die Chance bekommt, die Finalniederlage gegen Real Madrid aus dem Vorjahr auszumerzen.

          Ein Spaziergang wird das aber nicht. Die Katalanen haben im heimischen Camp Nou gerade am Dienstag erst Manchester United in ihrem Viertelfinal-Rückspiel mit 3:0 aus dem Stadion gespült und hätten bestimmt nichts dagegen, dies am 1. Mai im Hinspiel gegen Liverpool zu wiederholen, bevor die Entscheidung über den Finaleinzug am 7. Mai an der Anfield Road fällt. Zum letzten Mal hatte es dieses Duell übrigens im Achtelfinale der Saison 2006/2007 gegeben – mit besserem Ausgang für Liverpool.

          Während Porto es verpasste, erstmals seit 15 Jahren wieder die Vorschlussrunde zu erreichen, zog Vorjahresfinalist Liverpool zum fünften Mal in die Runde der letzten Vier in der Königsklasse ein. Klopp hat seit seinem Amtsantritt am Mersey 2015 mit Liverpool zwar schon dreimal ein Finale erreicht, ein Titel als Krönung blieb ihm aber bislang verwehrt. Der LFC-Teammanager hatte überraschend die beiden ehemaligen Bundesligaprofis Naby Keita und  Firmino, die beide im Hinspiel getroffen hatte, zunächst auf der Bank gelassen. Auch Kapitän Jordan Henderson musste beim Anpfiff zuschauen. Beim Gastgeber waren die im Hinspiel gesperrten Pepe und Hector Perreira wieder an Bord.

          Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Jesus Corona scheiterte bereits in der ersten Minute mit einem präzisen Distanzschuss nur knapp. Anschließend ließ Moussa Marega (7., 13., 15.) drei große Möglichkeiten aus. Auch Pepe (10.) verpasste die mögliche Führung für die Portugiesen. Erst nach 20 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel. Mane schlug dann aus dem Nichts zu. Wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung musste Schiedsrichter Danny Makkelie aber den Videoassistenten hinzuziehen, ehe er den Treffer gab. Nach der Pause verwaltete Liverpool mit dem eingewechselten Firmino das zunächst Ergebnis. Porto hatte nichts mehr zuzusetzen und war spätestens nach dem vierten CL-Treffer von Salah in dieser Saison schachmatt. Der Anschlusstreffer von Eder Militao war nur noch Ergebniskosmetik, anschließend schlugen noch Firmino und Virgil Van Dijk eiskalt zu.

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