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0:1 gegen FC Porto : Chelsea trotz Niederlage im Champions-League-Halbfinale

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Chelseas Kai Havertz (Mitte) setzte sich nur selten gegen Portos Abwehr in Szene. Bild: AP

Der FC Chelsea und Thomas Tuchel stehen im Halbfinale der Champions League. Im Rückspiel gegen den FC Porto verloren die Londoner zwar, ließen aber eigentlich keine Zweifel am Weiterkommen.

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          Sie haben den Minimalismus perfektioniert: Trainer Thomas Tuchel hat den FC Chelsea erstmals seit 2014 wieder ins Halbfinale der Champions League geführt. Dem Spitzenklub aus der Premier League reichte am Dienstagabend mit den Fußball-Nationalspielern Kai Havertz und Antonio Rüdiger in der Startelf ein 0:1 (0:0) im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Porto.

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          Mehdi Taremi traf in der Nachspielzeit für die Portugiesen, sorgte aber nur für einige Sekunden Zittern. Das Hinspiel in der vergangenen Woche hatten die Londoner ebenfalls in Sevilla 2:0 gewonnen, wo auch das Rückspiel wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen stattfand. Nationalstürmer Timo Werner kam nicht zum Einsatz. „Das war ein harter, harter Kampf. Vielleicht am Fernsehen nicht so schön anzuschauen, aber an der Seitenlinie sehr intensiv“, sagte Tuchel. „Wir haben es verdient, weiterzukommen, aber es waren harte 180 Minuten.“

          Im leeren Estadio Estadio Ramon Sanchez Pizjuan suchte Porto mit dem Mute der Verzweiflung sein Heil in der Offensive. Der Königsklassen-Gewinner von 2004 begann mit hohem Tempo und großer Intensität, Chelsea schien durchaus überrascht. Tuchel, der vor einem Jahr mit Paris St-Germain sogar das Endspiel erreicht hatte, rutschte auf der Trainerbank unzufrieden hin und her.

          Chelseas deutsches Duo trat in der hektischen Partie vor allem körperlich in Erscheinung. Havertz, der am Wochenende in der Premier League mit einem Tor und einer Vorlage geglänzt hatte, rieb sich in einem Privatduell mit Pepe auf. Auch der starke Rüdiger scheute keinen Zweikampf und stoppte die Angriffe der Portugiesen mit hohem Aufwand. Gefährlich wurde es daher nur selten, bei der besten Gelegenheit schoss Portos Jesus Corona (33.) aus guter Position weit über das Tor.

          Den nominellen Gastgebern, die im Achtelfinale Juventus Turin und Superstar Cristiano Ronaldo ausgeschaltet hatten, fehlten spätestens am Strafraum die Ideen. Auch nach der Pause war Porto zunächst die aktivere Mannschaft mit mehr Zug zum Tor. Chelsea hielt dem Druck aber Stand und ließ kaum Schüsse zu. Auf der Gegenseite hatte der ehemalige Dortmunder Christian Pulisic in der 54. Minute die erste gute Chance, traf aber den Ball nicht richtig. Porto ging nun zunehmend die Puste aus, das Tor kam zu spät.

          Im Halbfinale der Königsklasse geht es nun gegen den Sieger des Duells zwischen Liga-Konkurrent FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp und Real Madrid um Nationalspieler Toni Kroos. Diese Partie findet am Mittwoch statt. Tuchel hat also weiterhin die Chance auf zwei Titel in seiner ersten Saison in England. Im FA Cup geht es am Samstag im Halbfinale gegen Manchester City.

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