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1:0 gegen PSG : Titelverteidiger FC Bayern scheidet aus Champions League aus

Lange Gesichter beim FC Bayern, Neymar und PSG sind weiter. Bild: Reuters

Alles versucht, ein Treffer hat gefehlt. Die Bayern haben trotz eines 1:0-Erfolgs bei Paris Saint-Germain das Halbfinale der Champions League verpasst. Damit bleibt den Münchenern in dieser Saison nur noch die Bundesliga.

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          Als Eric Maxim Choupo-Moting wieder hoffen konnte, hätte er eigentlich nicht mehr hoffen dürfen. Aus der Ferne hatte der Nebendarsteller des FC Bayern davor mitansehen müssen, wie Neymar, dem Hauptdarsteller von Paris Saint-Germain, dreimal nur Zentimeter gefehlt hatten. In der 34. Minute schoss er den Ball an den Pfosten. In der 37. Minute an die Latte. In der 39. Minute wieder an den Pfosten.

          Champions League
          Christopher Meltzer
          (cfm.), Sport

          Die beiden Stürmer kennen sich gut. Als sie zusammen in Paris spielten, sollen sie sogar zusammen Geburtstag gefeiert haben. Sie wissen, was sie gegenseitig können. Und so dürfte Choupo-Moting wohl etwas erstaunt gewesen sein, dass er auf einem Platz mit Neymar für einen Moment vom Neben- zum Hauptdarsteller wurde: Als er den Ball in der 40. Minute mit großem Körper- und Kopfeinsatz zum 1:0 ins Tor drücken- und aus einer kleinen Hoffnung eine große machen konnte.

          Am Dienstagabend durften Choupo-Moting und der FC Bayern danach bis zur 94. Minute hoffen. Nur blieb es beim Hoffen. Im Viertelfinal-Rückspiel siegten die Münchner, die Titelverteidiger, im fremden Stadion 1:0 gegen Paris Saint-Germain – und schieden trotzdem aus der Champions League aus. Das eine Tor reichte nämlich nicht, um den 2:3-Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen.

          „Ohne den letzten Punch“

          „Die Ausgangsposition hätte besser sein müssen, wenn man hier nach Paris fährt. Das ist natürlich ärgerlich, wir haben viele Chancen liegen gelassen und vielleicht das eine Tor zu viel kassiert“, sagte Bayern-Torwart Manuel Neuer. Trainer Hansi Flick gab zudem zu: „Uns hat auch so ein bisschen vor dem Tor der letzte Punch gefehlt.“

          Es ist vor dem Rückspiel in Paris viel über den wichtigsten deutschen Fußballverein diskutiert worden, aber um eines ging es in den Diskussionen kaum: Fußball. An der Säbener Straße wird seit vielen Monaten ein Grundsatzstreit ausgetragen, der mehr ist als nur der Meinungskonflikt zwischen dem Trainer Flick und dem Sportvorstand Hasan Salihamidžić, der von einflussreichen Verbündeten, allen voran dem Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß, unterstützt wird. Sie sind davon überzeugt: Der Trainer sollte in München niemals zu viel zu sagen haben. Allerdings hat der Sechs-Titel-Trainer Flick diese Überzeugung mit manchen Sätzen in Frage gestellt. Auf einen Satz von Flick dürften sich vor dem Rückspiel in Paris aber alle geeinigt haben: „Für solche Spiele spielt man Fußball.“

          Auf Flick und seine Mannschaft wartete im Pariser Prinzenpark nämlich das bislang größte Spiel der Saison – mit der bislang größten Herausforderung: ein 2:3 gegen Paris Saint-Germain aufholen. Dafür brauchten sie mindestens zwei Tore. In 15 von 17 Champions-League-Spielen unter Flicks Leitung hatten seine Spieler das geschafft.

          Allerdings konnten sie sich dabei meistens auf einen Spieler verlassen: Robert Lewandowski. In Paris fehlte nicht nur Lewandowski (Bänderdehnung im Knie), sondern auch Leon Goretzka (Zerrung im Oberschenkel) und Serge Gnabry (Covid-19). Und damit zum nächsten großen Nachteil: Ein Tor von Paris und schon hätte den Lewandowski-losen Bayern zwei Tore nicht mehr genügt.

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