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FC Bayern und Fall David Alaba : „Das wäre für den Verein der Super-Gau“

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Im Mittelpunkt beim FC Bayern: David Alaba Bild: AP

Sportlich läuft es für die Bayern. Doch der Fall David Alaba sorgt weiter für viel Wirbel bei den Münchnern. Nun äußert sich auch Karl-Heinz Rummenigge. Thomas Müller sieht die ganze Aufregung mit Humor.

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          Karl-Heinz Rummenigge sieht nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen des FC Bayern mit Abwehrspieler David Alaba den Österreicher am Zug. „David Alaba muss nun für sich eine Entscheidung treffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters in einem Interview der „Sport Bild“ nach den geplatzten Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung auf die Frage, ob die Türe noch nicht komplett zu sei. Verein und Spieler konnten sich in den vergangenen Monaten nicht auf einen neuen Kontrakt einigen.

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          Der 28 Jahre alte Alaba könnte den Klub im Sommer 2021 ablösefrei verlassen. Am Sonntag hatte Bayern-Präsident Herbert Hainer gesagt, das von Alabas Beratern zuvor abgelehnte Angebot des Klubs sei nicht länger gültig. Rummenigge rechtfertigte den Schritt des Vereins in dem Interview. „Wir drehen uns seit Monaten im Kreis. Und irgendwann müssen wir die Planung für die neue Saison angehen, müssen wir wissen: Wird David beim FC Bayern bleiben oder nicht?“, sagte er.

          Man befinde sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, bemerkte Rummenigge, der aber noch keinen Schlussstrich zog: „Ich glaube, wir ticken hier alle im Verein gleich: Wir möchten alle, dass David bleibt. Er ist ein wunderbarer Mensch und ein Topspieler.“ Man habe sich vor zwei Wochen mit Alabas Vater George und Berater Pini Zahavi getroffen. „Das Gespräch war okay, auch atmosphärisch“, sagte Rummenigge.

          Vor dem Sieg des FC Bayern in der Champions League in Salzburg (6:2) hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic einen Abschied des Österreichers aber als wahrscheinlichste Option bezeichnet. „Ich weiß nicht mehr, wie wir zusammenfinden sollten“, sagte er bei Sky. „Jetzt müssen wir uns damit beschäftigen, dass uns David verlassen wird.“ Alaba habe ein verbessertes Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt, weshalb der Verein nach dem Ablauf einer Frist den 28-Jährigen und dessen Berater informiert habe, „dass wir das Angebot zurücknehmen werden“, erklärte Salihamidzic.

          „Wir sind alle Profis. Wir schätzen ihn sehr, er ist ein Topspieler und hat eine große Bedeutung für unsere Mannschaft. Wir werden professionell damit umgehen“, sagte Salihamidzic jetzt, räumte aber auch ein: „Wenn so ein Spieler ablösefrei den Klub verlässt, ist das der Super-Gau.“ Alaba hatte sich über das zurückgezogene Vertragsangebot überrascht und enttäuscht gezeigt.

          Trainer Hansi Flick ist vom Wirbel um seinen Abwehrchef genervt. „Ich sage nichts mehr dazu, ich habe zu David am Montag was gesagt. Mir ist es wichtig, dass wir Ruhe haben. Wir haben am Samstag ein schweres Spiel in Dortmund“, betonte Flick bei Sky. Auf den Liga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) werde man sich jetzt wie immer vorbereiten, „alles andere ist kein Thema, sie können mir noch fünf Fragen stellen, da werde ich immer das Gleiche sagen“.

          Natürlich sei das in der Mannschaft „ein Thema, aber nicht so groß, wie es gemacht wird. Es ist keine einfache Situation für ihn, aber wir stehen absolut hinter ihm“, sagte Alabas Mitspieler Jerome Boateng. Das Gute sei, „dass David auf dem Platz seinen Mann steht und sich nicht beeinflussen lässt. Das hat er auch in Salzburg wieder gezeigt“, sagte Thomas Müller und fügte mit einem Schmunzeln an: „Wir wollen bei Bayern ja auch, wenn sich was rührt, wenn es knistert.“

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