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FC Bayern trifft auf Juve : „Ein europäischer Klassiker“

  • Aktualisiert am

Kein wirkliches Losglück: Die Bayern treffen im Achtelfinale auf Juventus Turin Bild: AFP

Im Achtelfinale der Champions League trifft der FC Bayern auf Juventus Turin. Der Rekordmeister erwartet zwei schwere Duelle. Etwas gelöster ist nach der Auslosung dagegen die Stimmung beim VfL Wolfsburg.

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          Hartes Los für den deutschen Rekordmeister: Der FC Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf Juventus Turin. Dagegen erwischte der VfL Wolfsburg mit dem belgischen Titelträger KAA Gent bei der Auslosung am Montag in Nyon den vermeintlich leichtesten Gegner.

          Für die Bayern dürfte das Duell mit dem italienischen Meister durchaus knifflig werden. Juventus war in der Vorsaison erst im Endspiel vom FC Barcelona gestoppt worden und erspielte sich in der Liga zuletzt sechs Siege in Serie. Seit dieser Saison spielt Weltmeister Sami Khedira in Turin. Mit dem italienischen Rekordmeister verknüpfen die Münchner aber auch gute Erinnerungen. Auf dem Weg zum bislang letzten Triumph 2013 gab es auch das letzte Aufeinandertreffen mit Juventus, beide Spiele gewannen die Münchner im Viertelfinale (2:0 und 2:0). Vorsicht ist aber geboten: In acht Champions-League-Spielen gegen Juventus konnten auch die Italiener schon dreimal gewinnen.

          Topspiel zwischen Paris und Chelsea

          Der Vorjahresfinalist hat das Los dann auch demonstrativ gelassen hingenommen. „Niemand ist unschlagbar. Wir müssen diese Partien mit Demut, Begeisterung und Selbstbewusstsein angehen“, sagte Vize-Präsident Pavel Nedved nach der Auslosung. „Wir haben bis hierher eine Entwicklung auf ein sehr gutes Niveau gezeigt. Das macht mich zuversichtlich“, ergänzte der ehemalige Juve-Profi. Der FC Bayern wird aber auch in Italien als eines der stärksten Teams Europas gesehen. „Juve, was für ein Pech“, titelte die „Gazzetta dello Sport“ nach der Auslosung, während „Tuttosport“ kommentierte: „Das ist knallhart!“

          In den Spielen gegen Juve kommt es zugleich zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Im Sommer waren Arturo Vidal und Kingsley Coman vom italienischen Meister an die Isar gewechselt. Bei Turin steht unterdessen Mario Mandzukic unter Vertrag, der 2013 mit den Bayern den Titel gewonnen hatte. Juventus hatte sich in der Vorrunde in der starken Gladbacher Gruppe als Zweiter durchgesetzt. Die Bayern waren als Erster vor dem FC Arsenal weitergekommen.

          In einer ersten Reaktion sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Ein sehr schweres, aber auch sehr attraktives Los. Zum Erreichen des Viertelfinales benötigen wir gegen den italienischen Meister zwei sehr gute Partien.“ Und Kapitän Philipp Lahm ergänzte: „ Ein sehr schönes Duell zweiter Top-Teams, ein europäischer Klassiker.“

          Wolfsburgs Gegner Gent ist dagegen zum ersten Mal in der Königsklasse vertreten und hatte überraschend die Gruppenphase überstanden. Das Team von Trainer Hein Vanhaezebrouck setzte sich als Zweiter hinter Zenit St. Petersburg und vor dem FC Valencia und Olympique Lyon durch. Damit erreichte Gent als erster belgischer Klub seit dem RSC Anderlecht vor 15 Jahren die K.O-Runde der Königsklasse.

          Dennoch kann Manager Klaus Allofs mit dem unbekannten Gegner aus Belgien sehr gut leben. „Wir haben uns alle ein bisschen Gent gewünscht. Die Aufgabe erscheint lösbar. Das ist ein interessantes Los, ohne den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagte Allofs, erwartet am 17. Februar in Gent und am 8. März in Wolfsburg aber auch keine Spaziergänge: „Eine Mannschaft, die Valencia und Lyon hinter sich gelassen hat, kann schon Fußball spielen. Wir können aber auch Fußball spielen.“ Und Trainer Dieter Hecking erwartet „ein interessantes Aufeinandertreffen, in dem wir alles abrufen müssen, um die nächste Runde zu erreichen.“

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          Für Spannung dürften zudem vor allem die Begegnungen zwischen Paris St. Germain und dem FC Chelsea sowie die Paarung FC Arsenal und FC Barcelona sorgen. In den übrigen Partien trifft AS Rom auf Real Madrid, die PSV Eindhoven empfängt zunächst Atlético Madrid, Benfica Lissabon bekommt es mit Zenit St. Petersburg zu tun und Dynamo Kiew spielt gegen Mancester City.

          Die Achtelfinals werden zwischen dem 16. Februar und 16. März gespielt. Die beiden Bundesligaklubs haben als Gruppensieger der Vorrunde im entscheidenden Rückspiel Heimrecht. Ziel für alle Teams ist das Finale am 28. Mai in Mailand.

          Das Achtelfinale der Champions League im Überblick

          KAA Gent - VfL Wolfsburg
          AS Rom - Real Madrid
          Paris St. Germain - FC Chelsea
          FC Arsenal - FC Barcelona
          Juventus Turin - Bayern München
          PSV Eindhoven - Atlético Madrid
          Benfica Lissabon - Zenit St. Petersburg
          Dynamo Kiew - Manchester City

          Hinspiele am 16./17. und 23./24. Februar
          Rückspiele am 8./9. und 15./16. März

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