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7:2 bei Tottenham Hotspur : Die große Sternstunde des FC Bayern

Auch Bayern-Torwart Manuel Neuer hat gut lachen nach der Gala. Bild: EPA

Die Münchner fertigen Tottenham in der Champions League mit 7:2 ab. Serge Gnabry ist mit vier Toren der Spieler des Abends. Doch noch einer ragt heraus, ohne den der Kantersieg so nicht möglich gewesen wäre.

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          Einen kleinen Schreck bekam er dann doch noch an diesem für ihn und den FC Bayern so grandiosen Abend. Serge Gnabry hatte sich nach seiner Gala mit vier Toren beim 7:2-Sieg der Münchner in der Champions League bei Tottenham Hotspur von Schiedsrichter Clément Turpin den Spielball gesichert. Im Trubel des Jubels aber schoss Mitspieler Javi Martinez ihn im Übermut in die Fankurve. Die Anhänger aber hatten ein gutes Gespür und wussten, wie viel das Mitbringsel ihrem Spieler des Abends bedeutete – und warfen den Ball schnell zurück. Und so konnte Gnabry beim Streaminganbieter DAZN glücklich resümieren. „Das war ein super Abend für uns.“

          Champions League
          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Die Bayern erlebten im imposanten neuen Stadion der Spurs in London im wahrsten Wortsinne eine Sternstunde, wie auch Trainer Niko Kovac die Partie zusammenfasste. Denn in den ersten dreißig Minuten sah es alles andere als nach einem Spaziergang an diesem nassen englischen Abend aus. Die Führung des Finalisten der Königsklasse aus dem Juni durch den früheren Bundesligaspieler Heung-min Son (12. Minute) glich Joshua Kimmich zwar umgehend aus (15.). Doch es war Tottenham, das die Partie mit viel Tempo und körperlicher Wucht dominierte – zumindest über dreißig Minuten.

          Danach brach die Stunde der Münchner an. Robert Lewandowski drehte das Spiel kurz vor der Pause mit dem 2:1 (45.). Danach begann die Gnabry-Gala mit zunächst zwei Toren (53. und 55.), ehe Harry Kane per Elfmeter auf 2:4 verkürzte. In der Schlussphase brachen die Spurs auseinander. Gnabry (83. und 88.) sowie Lewandowski (87.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Es war das zweite Mal, dass die Bayern sieben Auswärtstore in der Königsklasse erzielten. Bisher war ihnen das nur unter Pep Guardiola beim 7:1 bei AS Rom im Oktober 2014 gelungen. „Das war schon toll anzusehen“, sagte der aktuelle Trainer Kovac.

          Der hatte seine Mannschaft im Vergleich zum holprigen 3:2-Sieg bei Bundesliga-Aufsteiger Paderborn umgebaut. Er setzte im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr auf den robusteren Corentin Tolisso statt auf Feinfuß Thiago. Das ging zunächst nicht gut. Der Franzose leistete sich vor dem 0:1 einen Fehlpass und war nicht immer auf der Höhe, wie die ganze Elf. „Uns fehlte die nötige Aggressivität“, monierte Kovac bei DAZN. „Wenn man in England spielt, muss man erst einmal dagegenhalten. In der 30. Minute hat sich Lewandowski einen Ball richtig hart erkämpft. Das war eine Initialzündung.“

          Zuvor war es Torhüter Manuel Neuer, der nach der aufgeregten Debatte um den Status der Nummer eins in der Nationalmannschaft zuletzt, seine Klasse auf der großen Bühne bewies, wie vor zwei Wochen schon Konkurrent Marc-André ter Stegen bei dessen Gala mit dem FC Barcelona in Dortmund in der Champions League. Neuer wehrte die Versuche von Son (6. und 10.) und Tanguy Ndombélé (26.) mit sehenswerten Aktionen ab. Dazu bewies er bei einem kurzen Rückpass von Jerome Boateng seine fußballerische Klasse (29.) und legte erst den Grundstein für den späteren hohen Sieg. „Neuer hat uns zum Glück im Spiel gehalten“, sagte Kovac.

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