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Münchner Millionen-Transfer : Darum hatte Sané Startprobleme beim FC Bayern

  • Aktualisiert am

Leroy Sané ist noch nicht in Topform beim FC Bayern. Bild: Reuters

Mit rund 50 Millionen Euro war er der Königstransfer der Münchner vor der Saison. Richtig angekommen ist Nationalspieler Leroy Sané beim FC Bayern aber irgendwie noch nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe.

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          Manuel Neuer freute sich nach seiner Verschnaufpause auf die Champions-League-Rückkehr. Beim Schaulaufen des FC Bayern gegen Lokomotive Moskau streben der Kapitän und die Münchner zum Gruppenabschluss einen weiteren Sieg an. „Wir haben eine Serie, die wollen wir ausbauen“, sagte Trainer Hansi Flick am Tag vor dem Heimspiel am Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky). Nachdem er Neuer, Robert Lewandowski und Leon Goretzka vor einer Woche beim 1:1 gegen Atlético Madrid frei gegeben hatte, rechnen die Stars diesmal nicht mit einer großen Rotation. „Es ist für den einen oder anderen Spieler ganz gut, mal eine Pause zu bekommen“, sagte Keeper Neuer. „Es ist aber auch gut, den Rhythmus zu halten. Alles hat immer Vor- und Nachteile.“

          Champions League

          Vor allen Königstransfer Leroy Sané, der beim Abschlusstraining am Dienstag als einer der letzten Profis den Rasen betrat, fehlt dieser Rhythmus noch. Während Flick im sportlich bedeutungslosen Heimspiel wegen der Verletzungen von Joshua Kimmich, Javi Martínez und Corentin Tolisso im Mittelfeldzentrum etwas improvisieren muss, hat der 55-Jährige auf den Flügeln eine erlesene Auswahl.

          „Wir haben auf den Außenpositionen vier Außenstürmer, die sehr gute Qualitäten haben“, sagte Flick und hob für Sané, Serge Gnabry und Douglas Costa die Benchmark hervor. „Im Moment ist es Kingsley Coman, der Akzente setzt, der Tore macht, der Torgefahr ausstrahlt, der Tore vorbereitet und einen guten Blick für den Raum hat. Das ist das Niveau, was ich mir natürlich von allen wünsche.“

          Seit einem 2:3 gegen Manchester City im Dezember 2013 hat der FC Bayern in Europa kein Heimspiel mehr vor der K.o.-Phase verloren. Wettbewerbsübergreifend ist das Team in allen 20 Pflichtspielen des Jahres in der Allianz Arena unbesiegt, wie zuletzt 1981 winkt ein Jahr ohne Heimniederlage. „Wir wollen die letzten vier Spiele bis zum Ende des Jahres noch gewinnen“, sagte Flick. Nebenbei hätte ein Sieg gegen Moskau 2,7 Millionen Euro für die Klubkasse zur Folge.

          Flick muss zwischen Einspielen und Belastungssteuerung abwägen, die Rückkehr des seit Oktober verletzten Außenverteidigers Alphonso Davies bringt eine weitere Alternative für den feststehenden Gruppensieger und Achtelfinalisten. „Es ist auch angedacht, dass er spielt, ob von Beginn oder ob er eingewechselt wird, wissen wir noch nicht“, sagte Flick.

          Auch Sané wird von ihm behutsam ins Team integriert, wobei sich dieser Prozess schwierig gestaltet. Das Potential des für rund 50 Millionen Euro von Manchester City verpflichteten Sané ist unbestritten. Richtig angekommen ist der Starspieler des FC Bayern und der Nationalmannschaft in München aber noch nicht.

          „Man muss die Hintergründe kennen. Leroy hatte eine schwere Verletzung und hat sich dann noch einmal verletzt“, ordnete Flick die Situation des Ausnahmekönners ein. „Von daher ist es ganz normal, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung von Verletzungen, dass es immer eine gewisse Zeit braucht. Was ich im Training sehe, gefällt mir aber einfach gut.“ Lange musste Sané nach seinem Kreuzbandriss aus dem vergangenen Jahr am Comeback schuften, eine Kapselverletzung im rechten Knie warf ihn in dieser Saison zwischenzeitlich zurück.

          Im letzten Vorrundenspiel in der Königsklasse könnte der Turbodribbler jetzt weiter auf Touren zu kommen. Coman, der sich mit seinem Siegtor im Champions-League-Finale einen Platz in der Vereinshistorie sicherte, könnte gegen die noch um die Europa League kämpfenden Russen eine Verschnaufpause bekommen.

          Comans Auftritte sollen die Kollegen anstacheln. Der Franzose wurde im Spitzenspiel gegen RB Leipzig mit einem Top-Speed von 35,9 Kilometern pro Stunde gemessen – Saisonrekord in der Liga. Dazu legte der 24-Jährige alle drei Bayern-Treffer auf, insgesamt stehen zwölf Torbeteiligungen in dieser Saison zu Buche. Bei Sané sind es auch schon acht – vermutlich ist das aber nur ein Vorgeschmack darauf, wenn er richtig loslegt.

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