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Ansage von Bayern-Trainer Flick : „Das würde der deutschen Nationalmannschaft sehr guttun“

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Freut sich über die vier deutschen Mannschaften im Champions-League-Achtelfinale: Bayern-Trainer Hansi Flick Bild: EPA

Nach dem erfolgreichen Abschluss „eines herausragendes Champions-League-Jahres“ spricht Hansi Flick auch über dessen Bedeutung für die DFB-Elf. Ganz unmittelbar aber geht es für den FC Bayern um etwas anderes.

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          Über den Achtelfinalgegner mochte Hansi Flick nach dem gelungenen Jahresabschluss des Titelverteidigers in der Champions League nicht groß spekulieren. „Ich kann es ja eh nicht ändern“, sagte der Trainer des FC Bayern nach dem 2:0 im letzten Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau und war zufrieden. „Wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. 2020 war ein herausragendes Champions-League-Jahr für uns mit dem Titel im Sommer. Wir wollten es mit einem Sieg abschließen – und das haben wir geschafft.“

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          Nationalspieler Niklas Süle, der erstmals überhaupt in Europas Fußball-Königsklasse und erstmals seit April 2019 in einem Bayern-Pflichtspiel traf, sowie Lewandowski-Ersatz Eric Maxim Choupo-Moting sorgten für die Tore bei der Geduldsprobe gegen den russischen Meisterschaftszweiten.

          „Ich bin sehr glücklich, dass wir heute die Gruppe mit einem Sieg abgeschlossen haben, weil wir 2020 in diesem Wettbewerb einfach unglaublich stark waren“, erinnerte Süle an die glorreichen Tage aus dem August, als die Münchner das Triple perfekt machten. „Wir haben das Beste daraus gemacht mit diesem Abschluss. Das ist das Einzige was zählt.“ Auch Choupo-Moting war zufrieden. Und stolz. Mit erhobener Faust im Anschluss an seinen Treffer zeigte er eine symbolische Geste im Kampf gegen Rassismus. „Man muss ein Zeichen setzen, man darf nicht aufhören, gegen Rassismus zu kämpfen“, betonte der ehemalige Paris-Saint-Germain-Profi.

          Wartet der FC Barcelona?

          Seine letztjährigen Teamkollegen hatten am Dienstag zusammen mit den Spielern von Basaksehir aus Istanbul den Platz verlassen, nachdem der Vierte Offizielle den Istanbuler Ko-Trainer Pierre Webo mit dem in Deutschland als „N-Wort“ umschriebenen Begriff bezeichnet haben soll. „Wir haben eine Vorbildfunktion. Den Spielern muss man Respekt zollen, das ist genau die richtige Geste“, sagte Flick.

          Sportlich nahmen die Münchner nicht nur die Achtelfinal-Auslosung am Montag in Nyon ins Visier, bei der ein schnelles Wiedersehen mit dem in der Vorsaison 8:2 abgefertigten FC Barcelona möglich ist. Drei Bundesliga-Spiele gegen Union Berlin, den VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen sollen zum Abschluss des Dauer-Titeljahres noch gewonnen werden.

          „Wir freuen uns auf die drei Spiele. Wir können für uns als FC Bayern ein tolles Jahr beenden“, sagte Flick. Für die nächste Aufgabe in Berlin rechnet er auch mit der Rückkehr des gegen Moskau wegen leichter muskulärer Probleme nicht aufgebotenen Robert Lewandowski.

          Derweil ist der Achtelfinaleinzug von allen vier deutschen Startern in der Champions League für Bayern-Trainer Flick ein Qualitätsmerkmal der Bundesliga. „Mit der Entwicklung kann man sehr zufrieden sein“, sagte der 55-Jährige. „Man kann sagen, dass wir in Deutschland und der Bundesliga enorm an Qualität dazu gewonnen haben.“ Das sehe man auch an der Spannung in der aktuellen Liga-Saison.

          Wie die Münchner, Borussia Dortmund und RB Leipzig qualifizierte sich Borussia Mönchengladbach für die Runde der besten 16 Mannschaften. „Wenn man die Mannschaften sieht, wer sich alles qualifiziert hat – das ist schon enorme Qualität, die im Achtelfinale auf alle wartet“, sagte Flick. Gespielt wird die K.o.-Runde im Februar und März.

          Für Bundestrainer Joachim Löw könnten die guten Auftritte der Klubs hilfreich sein. Natürlich sei man als Nationaltrainer darauf angewiesen, wie viele deutsche Spieler tatsächlich zum Einsatz kämen, sagte Löws langjähriger Assistent Flick. „Es ist wichtig, dass ein Großteil der Spieler auch international spielt.“ Für große Turniere sei es wichtig, dass man erfahrene Spieler habe, die immer wieder in großen Spielen gefordert würden. „Das wertet eine Mannschaft auf und würde der deutschen Nationalmannschaft sehr guttun“, sagte Flick.

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