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Champions-League-Auslosung : Schwere Gegner für FC Bayern und Dortmund

  • Aktualisiert am

Weiter geht es im Viertelfinale der Champions League. Robert Lewandowski und die Bayern Bild: AFP

Das Endspiel-Duell der vergangenen Saison in der Champions League findet nun schon im Viertelfinale statt: Die Münchner spielen gegen Paris. Dortmund trifft auf Manchester City, Klopp auf Real Madrid.

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          Packendes Rendezvous für Titelverteidiger FC Bayern mit PSG, maximale Herausforderung für Borussia Dortmund gegen den Topfavoriten Manchester City – und wenn alles klappt, folgt in der Champions League das deutsche Halbfinale. Härtere Gegner hätte der ehemalige Bundesligaprofi Hamit Altintop den im Viertelfinale verbliebenen deutschen Klubs am Freitag kaum bescheren können.

          Champions League

          „Die Lose sind sehr attraktiv, wir werden auf höchstem Niveau gefordert und freuen uns auf die Spiele“, sagte Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic zum Wiedersehen mit Vorjahresfinalist Paris Saint-Germain. „Ehrlich gesagt habe ich mir zwei Mannschaften nicht gewünscht. Eine davon war Manchester City“, betonte Dortmunds Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

          Bayern-Trainer Hansi Flick ist voller Vorfreude vor den packenden Königsklassen-Duellen. „Im Viertelfinale gibt es nur starke Gegner. Paris hat Ausnahmespieler in seinen Reihen, wie Manchester City auch. Es wird für Dortmund und für uns eine Herausforderung“, sagte der Chefcoach der Münchner. Sowohl die Bayern als auch der BVB „haben aber die Möglichkeit, ins Halbfinale zu kommen“.

          Bayern haben erst Heimrecht

          Immerhin: Womöglich kann der künftige BVB-Coach Marco Rose dem aktuellen Trainer Edin Terzic Tipps geben. Rose war mit Borussia Mönchengladbach klar an den Citizens mit Starcoach Pep Guardiola gescheitert. Fest steht schon jetzt: Sollten die Bayern und auch der BVB in die Runde der besten vier Teams einziehen, wird am 29. Mai im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul ein Bundesligist vertreten sein. Denn im Halbfinale würde es vorher den deutschen Clásico zwischen Bayern und dem BVB geben, auch das wurde bereits ausgelost.

          Deutsche Beteiligung im Finale ist nicht nur deswegen nicht unwahrscheinlich. Im Halbfinale könnten – wie nun im Viertelfinale auch – vier deutsche Trainer stehen. Denn in den weiteren Partien trifft Thomas Tuchel mit dem FC Chelsea auf den FC Porto und Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool auf Real Madrid. Gespielt wird die Runde der besten Acht am 6./7. April und 13./14. April.

          Dabei haben die Bayern im Hinspiel Heimrecht, die Entscheidung übers Weiterkommen gegen das Starensemble um den französischen Weltmeister Kylian Mbappé, den Brasilianer Neymar und die beiden deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer fällt im Parc des Princes. So zumindest sehen es die Ansetzungen und Planungen vor. Ob Spielorte wie schon zuletzt wieder geändert werden müssen durch die Corona-Pandemie, wird sich noch zeigen müssen.

          Die Dortmunder müssen mit Toptorjäger Erling Haaland zuerst in Manchester antreten und können dann daheim womöglich den Einzug in die Vorschlussrunde bejubeln. Die Mannschaft um Nationalspieler und den früheren Borussen Ilkay Gündogan ist in der europäischen Meisterklasse allerdings nun schon seit elf Stunden und 35 Minuten ohne Gegentor.

          Klopp gegen Kroos

          Kann Haaland die Gegentorlos-Serie der Briten mit seinem dann elften Treffer in dieser Champions-League-Saison beenden? Dortmunds Ligarivalen Gladbach räumten die Citizens mit zwei 2:0-Siegen jedenfalls recht problemlos aus dem Weg zum so ersehnten ersten Champions-League-Titel. „Manchester City ist im Moment in einer fantastischen Verfassung. Mit welcher Dominanz sie ihre Gegner beherrschen, haben zuletzt die Gladbacher zu spüren bekommen“, konstatierte Kehl.

          Von den Teams, die im Viertelfinale stehen, holten nur PSG und Manchester City – die aktuell wohl reichsten Klubs des Wettbewerbs – noch nie den Titel. Rekordgewinner Real Madrid mit dem ehemaligen Weltmeister Toni Kroos empfängt zunächst die Reds, das Rückspiel steigt an der Anfield Road. Knapp zwei Jahre nach dem Titeltriumph kann ein Weiterkommen die Krisensaison der Klopp-Mannschaft klar aufpolieren. Dann käme es womöglich neben einem deutschen noch zu einem englischen Duell in den Halbfinals am 27./28. April und 4./5. Mai, wenn sich Tuchel mit dem FC Chelsea gegen den FC Porto durchsetzt.

          Manchester gegen Granada

          Topfavorit Manchester United bekam für das Viertelfinale der Europa League einen machbaren Gegner zugelost. Der Traditionsklub aus der englischen Premier League trifft in der Runde der letzten Acht auf den spanischen Klub FC Granada, wie die Auslosung am Freitag in Nyon ergab. Der FC Arsenal spielt in den beiden Begegnungen am 8. und 15. April gegen Slavia Prag. In den weiteren Duellen stehen sich Ajax Amsterdam und AS Rom sowie Tottenham-Besieger Dinamo Zagreb und der FC Villarreal gegenüber.

          Deutsche Vereine sind seit der Zwischenrunde nicht mehr dabei. Bayer Leverkusen schied gegen die Young Boys Bern aus, die TSG 1899 Hoffenheim erwischte es gegen Molde FK aus Norwegen. Beide Klubs scheiterten direkt in der nächsten Runde. Im Halbfinale (29. April und 6. Mai) spielen Granada, Manchester United, Ajax und der AS Rom einen Finalisten aus. Den zweiten Finalisten für das Endspiel am 26. Mai in Danzig ermitteln Zagreb, Villarreal, Arsenal und Prag.

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