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Gnabry zurück im Training : Müller nicht überrascht von falsch-positiven Tests

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Willkommen zurück: Serge Gnabry (l.) darf nach der Quarantäne wieder mit Thomas Müller und den Bayern auf den Platz. Bild: AFP

Serge Gnabry wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Inzwischen vermutet das Gesundheitsamt aber einen Irrtum. In Moskau könnte der Bayern-Profi bereits wieder auf dem Platz stehen. Teamkollege Müller hat Verständnis für die fehlerhaften Tests.

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          Thomas Müller vom FC Bayern ist nicht überrascht, dass es bei den Auswertungen der vielen Corona-Tests zu Fehlern kommen kann. Müllers Teamkollege und Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry hatte in der vorigen Woche nach einem Befund in Quarantäne müssen – nach sechs weiteren, jeweils negativen Untersuchungen wurde der erste Test inzwischen als „falsch-positiv“ gewertet.

          Champions League

          „So klar es mir irgendwie erschien, dass wir auch irgendwann mal einen positiven Test bei uns dabei haben, so logisch ist es auch, dass dort, wo – weiß ich nicht – wie viele tausend Tests pro Tag reinkommen, dass da auch mal was schief gehen kann“, sagte Müller am Montag in München. Der frühere Nationalspieler meinte, dass bei dem Prozedere um Gnabry „alles richtig gemacht“ worden sei, „so wie ich es einschätzen kann und ich kann es in diesem Fall sehr schlecht einschätzen“.

          Neben Gnabry hatte es zuletzt auch Befunde beim Zweitligisten Würzburger Kickers sowie Türkgücü München in der dritten Liga gegeben – inzwischen wird auch dort von „falsch-positiven“ Tests gesprochen. Thomas Müller fühlt sich aber nicht verunsichert von dem Verfahren. „Wenn ein positiver Test da ist, müssen die Maßnahmen durchgezogen werden. Wenn dann auch diese ganzen folgenden Negativtestungen vorhanden sind, ist es auch genau richtig, dass der Serge wieder dabei ist. Für mich ist das alles nachvollziehbar“, sagte er.

          Gesundheitsamt hebt Quarantäne auf

          Gnabry hatte sich am Montag mit der Mannschaft auf das zweite Gruppenspiel in der Champions League vorbereitet. Er war nach dem Ende seiner häuslichen Corona-Quarantäne am Montag beim Abschlusstraining des deutschen Rekordmeisters noch in München dabei. Erst am Nachmittag sollten Team und Offizielle nach Russland fliegen, wo am Dienstag bei Lokomotive Moskau (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League sowie bei DAZN) gespielt wird.

          Kehrt zurück ins Bayern-Training: Nationalspieler Serge Gnabry (r.)
          Kehrt zurück ins Bayern-Training: Nationalspieler Serge Gnabry (r.) : Bild: EPA

          Gnabry hatte beim 4:0 des Titelverteidigers zum Auftakt gegen Atlético Madrid noch gefehlt. Nach dem positiven Corona-Befund am vergangenen Dienstag waren bei Gnabry in den vier darauffolgenden Tagen jeweils weitere PCR-Tests durchgeführt worden, die allesamt ein negatives Ergebnis brachten. Zusätzlich wurden am Samstag und am Sonntag jeweils ein Antigen-Test durchgeführt, beide zeigten ebenfalls ein negatives Ergebnis. „Das Münchner Gesundheitsamt geht daher nun davon aus, dass der positive PCR-Test vom vergangenen Dienstag falsch-positiv war und hat daher die Quarantänemaßnahmen aufgehoben“, schrieb der Klub am Sonntag in einer Mitteilung.

          Verzichten muss Trainer Hansi Flick beim Kurz-Trip in Russlands Hauptstadt auf Alphonso Davies. Der Linksverteidiger fällt nach seiner Sprunggelenkverletzung sechs bis acht Wochen aus. Den in der Bundesliga gesperrten Mittelfeldspieler Corentin Tolisso kann Flick dagegen wieder einsetzen. Die Münchner halten sich nur kurz in Moskau auf, in der Nacht nach dem Spiel geht es wieder nach Hause. Die Landung in München soll am Mittwoch gegen 2.15 Uhr erfolgen. Lokomotive Moskau startete mit einem 2:2 bei Red Bull Salzburg in die Königsklassen-Saison.

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