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FC Bayern gegen Chelsea : Flick: „Wichtig, dass wir ein Zeichen setzen“

  • Aktualisiert am

Geburtstagskind Flick: Mutig, selbstbewusst auftreten, das können wir. Bild: Reuters

Die Bayern wollen sich in diesem Jahr nicht mit einem torlosen Remis im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zufrieden geben. Gegen Chelsea soll ein Auswärtstor her. Geburtstagskind Flick hofft dabei auf „Leader“ Lewandowski.

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          Hansi Flick will mit dem FC Bayern München im Champions-League-Spiel beim FC Chelsea am morgigen Dienstag (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) Entschlossenheit demonstrieren. „Wir müssen mutig und selbstbewusst auftreten“, sagte Flick an seinem 55. Geburtstag im Stadion an der Stamford Bridge in London, die vielen Glückwünsche der Reporter entgegennehmend. Beim Abschlusstraining, das die Münchener noch in der Heimat abhielten, sangen die Spieler sogar ein Ständchen für ihn. Einen weiteren Wunsch hat der Trainer nicht, will mit dem deutschen Rekordmeister im Achtelfinal-Hinspiel aber „ein Zeichen setzen“ und mutig auftreten.

          Zur taktischen Herangehensweise wollte er sich dagegen nicht äußern, zollte dafür dem Gegner großen Respekt. Frank Lampard, so Flick, mache einen herausragenden Job, in dem er den Umbruch beim Londoner Klub mit vielen jungen Spielern meistere und diese offensiv agieren ließ. „Sie werden versuchen, uns aus dem Rhythmus zu bringen.“ Klar, da gäbe es hinten auch mal ein paar Unsicherheiten. Chelsea ist das Team in den Top vier der Premier League mit den meisten Gegentoren.

          Champions League

          Mittelfeldspieler Leon Goretzka ist nach Flicks Angaben wieder einsatzfähig: „Leon hat keine Probleme mehr.“ Ob Sorgenkind Coutinho von Beginn an aufläuft, ist dagegen unwahrscheinlich. Zwar sei dieser laut Flick „einfach ein begnadeter Fußballer“, treffe aber im Moment häufig die falschen Entscheidungen. „Er setzt sich auch ein bisschen zu sehr unter Druck.“ Anders Robert Lewandowski, der in der Form seines Lebens“ sei. „Er hat einen Lauf, er ist vorne ein Leader“, rühmte Flick seinen Mittelstürmer. 38 Tore stehen für Lewandowski nach 33 Saisonspielen zu Buche, davon zehn in der Königsklasse. In den K.o.-Runden der Champions League hat er aber seit fast 600 Minuten nicht getroffen.

          Nationalspieler Joshua Kimmich ermahnte außerdem zu einem mutigeren Auftritt als im Achtelfinal-Hinspiel vor einem Jahr beim FC Liverpool. „Wir waren damals mit dem 0:0 zufrieden“, erinnerte Kimmich: „Diesmal wollen wir anders auftreten, das Spiel mehr in die Hand nehmen. Wir wollen hier mutig auftreten“, kündigte der Mittelfeldspieler an und sprang gleichfalls seinem Nationalmannschaftskollegen Antonio Rüdiger bei, nachdem dieser am Wochenende abermals rassistisch beleidigt wurde und daraufhin ein bemerkenswertes Interview gab. „Wenn so etwas passiert“, so Kimmich, „sollte jeder seine Stimme erheben“. Gerade der Fußball, der für den 25 Jahre alten Bayern-Profi Werte wie Toleranz und Vielfalt verkörpere, könne ein Vorbild für die ganze Gesellschaft sein. „Für uns Fußballspieler ist es etwas völlig normales, dass Integration stattfindet.“

          Gegen Chelsea haben die Bayern diesmal die Favoritenrolle inne. Mit sechs Siegen und 24:5 Toren legten sie eine Rekord-Gruppenphase hin. „Chelsea hat auch gesehen, wie wir durch die Gruppe gekommen sind. Wir haben auch Tottenham als englische Mannschaft zweimal geschlagen. London liegt uns. Wir wollen auch auswärts gewinnen“, sagte Kapitän Manuel Neuer. An der Stamford Bridge siegte aber noch keine deutsche Mannschaft.

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