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Champions-League-Auslosung : „Liverpool müsste es nicht wirklich sein“

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Hans-Joachim Watzke (rechts) möchte Jürgen Klopp nicht wiedersehen – zumindest nicht im direkten Duell (Bild von 2016). Bild: Picture-Alliance

Wer spielt gegen wen in der K.-o.-Runde der Champions League? Der BVB weiß zumindest, auf wen er nicht treffen will. Die Bayern sind gespannt. Und auf Schalke wartet in jedem Fall ein schwerer Gegner.

          Herbstmeister Borussia Dortmund droht ein Wiedersehen mit dem früheren Trainer Jürgen Klopp, auch für Rekord-Champion Bayern München ist ein Duell mit Vorjahresfinalist FC Liverpool möglich, und Schalke 04 erwartet in jedem Fall ein Hammerlos. Das deutsche Champions-League-Trio blickt an diesem Montag (12.00 Uhr) gespannt nach Nyon, wo neben dem Achtelfinale in der Königsklasse auch das Sechzehntelfinale in der Europa League mit Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen ausgelost wird.

          Champions League
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          „Liverpool müsste in der nächsten Runde nicht wirklich sein“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die Borussia hätte nach dem bitteren Viertelfinal-Aus in der Europa League 2016 (1:1/3:4) noch eine Rechnung mit den „Reds“ offen. Liverpool aber, betonte der einstige Klopp-Zögling Mario Götze, „wäre tough“. Klopp geht die Sache betont gelassen an. „Mir ist wurscht, wen wir ziehen“, sagte er. Weitere mögliche Gegner des Bundesliga-Tabellenführers und von Branchenprimus Bayern München, die beide als Gruppensieger ins Achtelfinale einzogen, sind die englischen Topteams Manchester United und Tottenham Hotspur, AS Rom und Olympique Lyon. Der BVB könnte zudem auf Ajax Amsterdam treffen, die Bayern auf Atletico Madrid.

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          Klopp lobte die Entwicklung bei seinem früheren Verein aus Dortmund. „Darüber freue ich mich riesig“, sagte er dem „Kicker“. Klubchef Watzke und Sportdirektor Michael Zorc hätten sehr viel gute und richtige Entscheidungen getroffen und „mit der Verpflichtung junger Spieler gezeigt, wie man auf dem Transfermarkt agiert“, meinte der 51-Jährige. „Das frische und lebendige Bild, das der BVB heute abgibt, könnte nicht positiver sein“, sagte Klopp. Er wisse, sagte Klopp, dass es „keine Schale oder sonst etwas für die Herbstmeisterschaft gibt, aber die Entwicklung in Dortmund geht zu 100 Prozent in die richtige Richtung.“ Klopp trainierte den BVB von 2008 bis 2015, holte 2011 und 2012 die deutsche Meisterschaft. Seit 2015 ist er Coach beim FC Liverpool und steht momentan mit den Reds an der Tabellenspitze der englischen Premier League.

          „Wir werden jetzt die nächste Phase mit Spannung erwarten“, kündigte Bayern-Trainer Niko Kovac nach dem überzeugenden 4:0-Sieg in Hannover an. Und Torjäger Robert Lewandowski sagte zu möglichen Wunschgegnern: „In dieser Phase gibt es keine schwachen Mannschaften.“ Das sieht Nationalspieler Leon Goretzka ähnlich. „Mal schauen, gegen wen es geht – und dann wollen wir das Achtelfinale natürlich gewinnen“, sagte er. Ausgeschlossen ist für das Topduo ein Bundesliga-Duell mit Schalke 04. Auf den in der Liga schwächelnden Vizemeister wartet ein Kracher: Titelverteidiger Real Madrid um Weltfußballer Luka Modric, der FC Barcelona mit Superstar Lionel Messi, Paris Saint-Germain mit Neymar und dem deutschen Trainer Thomas Tuchel, Manchester City mit den Nationalspielern Leroy Sane und Ilkay Gündogan sowie Juventus Turin um Weltstar Cristiano Ronaldo gehören als mögliche Gegner allesamt zu Europas Klub-Elite.

          Nach dem schwachen Abschneiden im Vorjahr gehen die deutschen Vereine auch in der Europa League dieses Mal mit breiter Brust in die K.o.-Phase, die Pokalsieger Eintracht Frankfurt nach einem historischen Siegeszug als bestes Team aller 48 Teilnehmer erreichte. Sechs Siege in sechs Spielen schaffte zuvor noch nie ein Bundesligaverein, 18 Punkte und 17:5 Tore waren der Bestwert in der Gruppenphase vor RB Salzburg (18/17:6).

          Entsprechend groß ist die Begeisterung am Main, wo bereits alle möglichen Heimspiele in den K.o.-Runden ausgebucht sind. „Bei einer Auslosung kann man sich nichts wünschen“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. „Es sind viele gute und unangenehme Gegner im Topf.“ Dazu gehören bei der Auslosung an diesem Montag (13.00 Uhr) unter anderen der FC Brügge, die Istanbuler Klubs Galatasaray und Fenerbahce, Schachtjor Donezk, Sporting Lissabon oder Celtic Glasgow. Am schottischen Meister war RB Leipzig in der Gruppenphase gescheitert.

          Dies sind auch mögliche Gegner für Bayer Leverkusen. Da die Werkself auf internationalem Parkett ebenfalls überzeugte, haben die deutschen Teilnehmer nach Abschluss der Gruppenphase in beiden Wettbewerben bereits 13,071 Punkte in der Uefa-Fünfjahreswertung gesammelt und den mageren Vorjahreswert (9,857) schon jetzt deutlich übertroffen. Vier deutsche Gruppensieger in der Königsklasse und Europa League gab es zuletzt vor sechs Jahren – die Aussichten für 2019 sind also nicht so schlecht.

          Champions League

          Topf 1 (Gruppensieger): FC Barcelona, Bayern München, Borussia Dortmund, Juventus Turin, Manchester City, Paris St. Germain, FC Porto, Real Madrid (Titelverteidiger)

          Topf 2 (Gruppenzweite): Ajax Amsterdam, Atletico Madrid, FC Liverpool, Olympique Lyon, Manchester United, AS Rom, Schalke 04, Tottenham Hotspur.

          Anmerkung: Duelle zwischen Mannschaften aus einem Land sind ausgeschlossen wie auch Spiele von Teams, die in einer Gruppe waren.

          Europa League

          Topf 1 (Gruppensieger und vier beste Dritte der Champions League): FC Arsenal, Bayer Leverkusen, Benfica Lissabon, FC Chelsea, Dinamo Zagreb, Dynamo Kiew, Eintracht Frankfurt, KRC Genk, Inter Mailand, SSC Neapel, Betis Sevilla, Red Bull Salzburg, FC Sevilla, FC Valencia, FC Villarreal, Zenit St. Petersburg.

          Topf 2 (Gruppenzweite und vier restliche Dritte der Champions League): Bate Borissow, Celtic Glasgow, FC Brügge, Fenerbahce Istanbul, Galatasaray Istanbul, FK Krasnodar, Lazio Rom, Malmö FF, Olympiakos Piräus, Rapid Wien, Stade Rennes, Sporting Lissabon, Schachtjor Donezk, Slavia Prag, Viktoria Pilsen, FC Zürich

          Anmerkung: Duelle zwischen russischen und ukrainischen Klubs wurden von der Uefa ausgeschlossen.

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