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Özil und Messi : Das große Duell der Fußball-Magier

  • Aktualisiert am

Barcelona kann kommen: Arsenal und Özil sind in Form vor dem Duell in der Champions League. Bild: dpa

Der FC Barcelona geht als Favorit ins Achtelfinale der Champions League gegen Arsenal. Doch die Katalanen haben gehörigen Respekt. Das liegt vor allem an Mesut Özil.

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          Mesut Özil flößt vor dem Duell der Fußball-Magier mit Lionel Messi auch dem Champions-League-Sieger FC Barcelona gehörigen Respekt ein. „Özil ist der Schlüssel, man merkt immer mehr, dass sich alles um ihn dreht“, urteilte Barcelonas Abwehrspieler Javier Mascherano über den Regisseur des Achtelfinal-Gegners FC Arsenal.

          Die Hoffnungen der Londoner ruhen im Hinspiel am Dienstag (20.45 Uhr / Live bei Sky und im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) vor allem auf den schmalen Schultern des Weltmeisters, der zuletzt in bestechender Form war. Trotz des Heimvorteils und des Premier-League-Vorlagenkönigs Özil aber sind die Gunners gegen den Titelverteidiger nur Außenseiter. Die Katalanen sind seit 32 Pflichtspielen unbesiegt.

          Wie einst unter Pep Guardiola gilt Barça auch in diesem Jahr wieder als Nonplusultra im Vereinsfußball. Selbst Özil, einst in Diensten von Real Madrid, macht keinen Hehl daraus, dass Barcelona ein Traumverein für ihn ist. Angeblich würde Trainer Luis Enrique den früheren Bundesligaprofi ab Sommer gerne in seinen Reihen haben. Ein Offensiv-Quartett mit Messi, Neymar und Luis Suarez käme wohl einer beängstigenden Tormaschine mit Titel-Garantie gleich.

          Laut übereinstimmenden Medienberichten buhlte der FC Barcelona bereits 2010 um Özil. Doch ein Transfer scheiterte angeblich am Veto des damaligen Trainers Guardiola. Der Regisseur wechselte daraufhin für rund 18 Millionen Euro von Werder Bremen zu Barcelonas Erzrivalen nach Madrid.

          Im WM-Finale 2014 setzten sich Özil und Deutschland gegen Messis Argentinier durch.
          Im WM-Finale 2014 setzten sich Özil und Deutschland gegen Messis Argentinier durch. : Bild: Picture-Alliance

          In Diensten der Königlichen zeigte der Offensivspieler zwischen 2010 und 2013 seine Stärken als Passgeber in der Primera Division. Nachdem Arsenal 50 Millionen Euro zahlte, reifte er bei den Gunners zum Führungsspieler. „Er ist der beste Spieler der Premier League“, lobte Trainer Arsène Wenger den „Zauberer von Oz“, wie ihn die „Daily Mail“ bereits nannte.

          Kein Profi in den europäischen Top-Ligen bereitete so viele Treffer vor wie der frühere Bundesligaprofi. 17 Mal legte er ein Tor in der englischen Premier League für seine Teamkollegen auf. Es gibt kaum einen Zweifel, dass er den Liga-Rekord von Thierry Henry (20) demnächst knacken wird. Dazu kommen vier Treffer in der Liga und zwei Erfolgserlebnisse in der Champions League, unter anderem beim 2:0-Erfolg in der Gruppenphase über die Münchner Bayern. „Er ist ein kompletter Spieler geworden“, sagte Wenger.

          Özil glänzt bei Arsenal vor allem als Vorlagengeber.
          Özil glänzt bei Arsenal vor allem als Vorlagengeber. : Bild: dpa

          Doch ein starker Özil wird am Dienstag gegen die Mannschaft des deutschen Nationaltorhüters Marc-André ter Steegen nicht reichen. Ohne den leicht erkälteten Mittelfeldspieler quälte sich Arsenal am Samstag zu einem 0:0 im FA Cup gegen Zweitligaverein Hull. „Wir haben ein sehr wichtiges Spiel vor der Brust. Es liegt an uns, was für eine Leistung zeigen“, erklärte Per Mertesacker.

          Vor allem auf den Abwehrchef wird eine Menge Arbeit zukommen. Allein das Trio Messi-Suarez-Neymar erzielte in dieser Spielzeit in allen Pflichtspielen zusammen über 90 Tore. „Wir können sie stoppen“, sagte Innenverteidiger-Kollege Laurent Koscielny. „Wenn wir tief stehen, gut gemeinsam verteidigen, sind wir in der Lage, ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

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          Interaktives Spiel : Das große Champions-League-Quartett

          Bei Arsenal ruhen die Hoffnungen auf Özil, in Barcelona auf Messi. Der Argentinier fügte seiner einzigartigen Karriere jüngst eine weitere beeindruckende Zahl hinzu. In der Primera División erzielte er seine Tore 300 und 301, was seit Ligagründung 1929 noch kein Spieler geschafft hat. Der fünfmalige Weltfußballer ragt aus der Luxus-Offensive mit Neymar und Suarez noch heraus.

          Zum vierten Mal treffen beide Klubs in der K.o.-Phase aufeinander. 2006 entschied Barcelona das Finale in Paris für sich. Im April 2010 setzte sich Barça im Viertelfinale durch, im November 2011 im Achtelfinale. Zudem gab es das Duell 1999/2000 in der Gruppenphase - mit dem heutigen Trainer Luis Enrique als Spieler. Er traf beim 1:1 im Camp Nou und beim 4:2-Sieg in London.

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