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Borussia Mönchengladbach : „Es ist großartig, dass wir das geschafft haben“

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Nicht im Achtelfinale der Champions League, aber dennoch zufrieden: Gladbach freut sich über das 1:1 gegen Manchester City. Bild: dpa

Den Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst Mönchengladbach. Die Stimmung ist nach dem 1:1 gegen Manchester City trotzdem bestens bei der Borussia.

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          Mit dem Rückenwind aus dem Europacup will Borussia Mönchengladbach die Krise in der Fußball-Bundesliga beenden. „Wir haben gegen ein Weltklasse-Team bestanden und können jetzt mit einer breiten Brust in das nächste Spiel gehen“, sagte Torhüter Yann Sommer. Den Einzug ins Achtelfinale der Champions League hatten die Gladbacher zwar verpasst, beim 1:1 (1:1) gegen Manchester City aber die Europa League erreicht und viel Selbstvertrauen gesammelt.

          Die Negativserie in der Liga mit sechs Partien ohne Sieg soll am Samstag gegen 1899 Hoffenheim gestoppt werden. „Der wichtige Punkt in einem komplizierten Spiel kann der Mannschaft für die nächsten Aufgaben viel geben“, erklärte Trainer André Schubert. Er freue sich über das Signal seines Teams, das sich auf internationaler Bühne konkurrenzfähig präsentierte. „Wir haben gezeigt, dass wir eine würdige Champions-League-Mannschaft sind“, meinte Sommer.

          Der Schweizer parierte am Mittwoch unter anderem einen Schuss des deutschen Nationalspielers Ilkay Gündogan (35. Minute). Weil Raffael (23.) zuvor die Gladbacher Führung gelungen war und die „Citizens“ durch David Silva (45.+1.) nur noch den Ausgleich markieren konnten, ist der Borussia mit fünf Punkten der dritte Platz in der Gruppe C vor Celtic Glasgow (2) nicht mehr zu nehmen. Das erste Saisonziel ist somit schon vor dem Abschluss der Gruppenphase mit dem Auftritt beim sicheren Tabellenführer FC Barcelona (12) am 6. Dezember erreicht. „Wir wollten unbedingt in Europa überwintern. Es ist großartig, dass wir das geschafft haben“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

          Manchesters Torwart Bravo streckt sich vergebens nach dem Ball bei Gladbachs Führung. Bilderstrecke

          Nicht alleine das Resultat, vor allem die Spielweise machte Schubert Mut. Auch kritische Phasen durch die Gelb-Rote Karte gegen Kapitän Lars Stindl (51.) und die frühe Auswechselung des im Leistenbereich verletzten Ibrahima Traoré (41.) überstand Gladbach. „Wir haben konzentriert verteidigt und gute Wege gefunden, eigene Chancen zu kreieren“, befand der Coach. Das Gäste-Team von Trainer Pep Guardiola konnte sich im ersten Abschnitt kaum entfalten und gab sich trotz spielerischer Dominanz nach der Pause mit dem Remis zufrieden. „Gladbach ging in der Schlussphase nicht mehr mit allen Mitteln auf das 2:1, uns reichte der Punkt für das Weiterkommen. Daher haben es beide Mannschaften am Ende clever und kühl runter gespielt“, erklärte Gündogan.

          Nach dem vorerst letzten Königsklassen-Festtag im Borussia-Park nimmt der Druck für Schubert und seine Elf aber nicht ab. In der Bundesliga taumelte der Klub vom Niederrhein zuletzt ins untere Tabellendrittel und wirkte verunsichert. Dem Heimspiel gegen die in dieser Saison noch ungeschlagenen Hoffenheimer folgt eine Woche später die Herausforderung in Dortmund.

          „Realistisch gesehen bringt uns der Punkt gegen Manchester für den nächsten Samstag gar nichts. Das ist ein anderes Spiel. Wir müssen in einem anderen Wettbewerb Fahrt aufnehmen“, sagte Verteidiger Tony Jantschke. „Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, aber wir haben zu wenig Punkte.“

          Manchester feierte indes als sicherer Gruppenzweiter den Achtelfinaleinzug in der Champions League. „In der zweiten Hälfte hätten wir besser spielen müssen, aber ich bin froh, dass wir weitergekommen sind“, sagte Guardiola. Jetzt will der Spanier in England auf nationaler Ebene weiter durchstarten und die Tabellenführung ins Visier nehmen: „In der Champions League können wir bis Februar planen und uns bis dahin auf die Premier League konzentrieren.“ Nach dem zwölften Spieltag rangieren die „Citizens“ punktgleich mit Spitzenreiter FC Liverpool auf dem dritten Platz.

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