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DFL findet Gehör : ECA-Chef Agnelli spürt „Vibrationen“

Kompromissbereit? ECA-Chef Andrea Agnelli Bild: dpa

Die Bundesliga findet Gehör: Die europäische Klubvereinigung geht auf die deutschen Mitglieds-Klubs zu. Die Vereine hatten mit Ausstieg gedroht angesichts der geplanten Reformen der Champions League.

          Im Streit um die geplanten Reformen in den Fußball-Europapokalwettbewerben ist der Vorsitzende der europäischen Klubvereinigung (ECA), Andrea Agnelli, offenbar vermittelnd auf Befürchtungen der deutschen Vereine eingegangen. „Er hat die Vibrationen gespürt und wohl verstanden, welche Probleme wir damit haben“, sagte ein Klubvertreter, der nicht genannt werden wollte. „Wir bedanken uns bei Andrea Agnelli und freuen uns, dass er die deutsche Position verstanden hat, damit diese dann in einem offenen Prozess Berücksichtigung finden kann“, sagte Michael Gerlinger der F.A.Z. Er ist Direktor für Recht des FC Bayern und ECA-Vorstandsmitglied.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Agnelli, zugleich Präsident des italienischen Meisters Juventus Turin, hatte sich am Mittwoch in München mit den Bundesligaverantwortlichen getroffen, deren Vereine Mitglieder der ECA sind. Aktuell gehören zwölf dazu, Hoffenheim und Hannover nahmen an der Informationsveranstaltung nicht teil. Nichts sei in Stein gemeißelt, habe Agnelli zu dem öffentlich gewordenen Reformmodell gesagt, welches der europäische Fußballverband Uefa in Abstimmung mit der ECA-Führung entwickelt hatte. Agnelli habe klargemacht, dass es sich nur um erste Ideen gehandelt habe. Auch der Bayern-Vorstand, Karl-Heinz Rummenigge, Vorgänger von Agnelli an der ECA-Spitze, nahm am Gespräch in München teil.

          Vergangene Woche hatte eine Mehrheit der deutschen ECA-Vertreter einen Rückzug aus der Vereinigung ins Spiel gebracht, wenn die Reformideen umgesetzt würden. Bisher publik geworden ist, dass von der Saison 2024/25 an im Europapokal ein Pyramidensystem mit drei Ligen sowie Auf- und Abstieg umgesetzt werden könnte. Dass sich jede Spielzeit nur noch wenige Vereine zu Hause für die internationalen Wettbewerbe qualifizieren müssten, könnte zu einem Spannungsverlust in der Meisterschaft führen – und ist Hauptkritikpunkt mehrerer europäischer Ligen, auch der Bundesliga.

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