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Bayerns 7:0 gegen Donezk : „Drecks-Dreifachbestrafung“

Das Ifab setzt also mit ihrem Änderungsvorschlag, der nun beim Fußball-Weltverband Fifa von der Disziplinarkommission und der Kommission für rechtliche Angelegenheiten erörtert und dann am 19. und 20. März dem Exekutivkomitee vorgeschlagen wird, an einer Stelle an – und vergisst dabei das eigentliche Ärgernis: die zwingende Rote Karte bei Verhinderung einer klaren Torchance. Die Lösung wäre leicht: Ist das Foul besonders schwer, gibt es einen Platzverweis. Ist es das nicht, wie bei Kucher, reicht eine Gelbe Karte. Mit dem Elfmeter wäre Donezk genug bestraft gewesen. Das sah auch Schachtjor-Trainer Mircea Lucescu so: „Die Rote Karte hätte man nicht geben dürfen. Von da an konnten wir alles, was wir geplant hatten, nicht mehr umsetzen.“

Lange aufhalten wollten sich die Bayern mit der Regel-Debatte am Ende nicht mehr. Ungetrübt war die Stimmung trotz des Kantersiegs aber nicht, was an den beiden Stars lag, die den Münchnern über die Außenbahnen im Normalfall Flügel verleihen. Arjen Robben ging schon nach zwanzig Minuten mit einem Griff an den hinteren Oberschenkel vom Platz. Bei der Krankengeschichte des Niederländers ist man vorsichtig geworden. Doch um mehr als einen eingeklemmten Nerv im Rücken soll es sich bei ihm nach ersten Erkenntnissen nicht handeln. Dennoch fehlt Robben am Samstag (15.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) in Bremen – genau wie Franck Ribéry.

Der Franzose humpelte in der zweiten Halbzeit vom Rasen. Auslöser war nicht die Tätlichkeit, die sich wie schon im Hinspiel Douglas Costa gegen den Franzosen leistete und die abermals nur mit einer Gelben Karte geahndet wurde, sondern ein unglücklicher Zweikampf. Danach fasste sich Ribéry immer wieder an das lädierte Sprunggelenk, wo er eine Stauchung davontrug. „Die erste Info ist, dass es nicht so schlimm ist“, sagte Trainer Guardiola direkt nach der Partie. Ribéry selbst sprach beim Verlassen der Arena die Hoffnung aus, dass er schon in Bremen am Samstag wieder mit von der Partie sein kann. Daraus wird nichts, wie die Bayern am Donnerstagmittag mitteilten.

Ob Philipp Lahm am Samstag wieder auf dem Rasen steht, ist ungewiss. Guardiola hatte ihn nach der monatelangen Verletzungspause wegen eines Knöchelbruchs überraschend in den Kader berufen - nur zwei Tage nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Er blieb auf der Bank und sah das erste Champions-League-Tor von Holger Badstuber, der eine noch längere Leidenszeit als Lahm hinter sich hat. Thomas Müller ist da mit seinen Treffern 25 und 26 schon viel weiter. Damit zog er gleich mit Mario Gomez als bestem deutschen Schützen in der Königsklasse. Nach dem Rekordsieg – auch gegen Basel 2012 gab es ein 7:0 – müssen sich die Bayern nun aber gedulden, bis der Viertelfinal-Gegner feststeht. Die Auslosung findet erst am 20. März statt.

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