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1:1 gegen Apoel Nikosia : Dortmund droht Aus in der Champions League

  • Aktualisiert am

Dortmunds Torhüter Roman Bürki enttäuscht beim Spiel gegen Nikosia. Bild: Reuters

Drei Spiele und kein Sieg: Borussia Dortmund droht nach einer blamablen Vorstellung bei Außenseiter Apoel Nikosia das vorzeitige Aus in der Champions League. Trainer Bosz findet deutliche Worte.

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          Drei Spiele, kein Sieg – Bundesliga-Primus Borussia Dortmund droht nach einer blamablen Vorstellung bei Außenseiter Apoel Nikosia das vorzeitige Aus in der Champions League. Drei Tage nach der Niederlage gegen RB Leipzig (2:3) musste das Team von Trainer Peter Bosz beim 1:1 (0:0) auf Zypern einen weiteren schweren  Rückschlag hinnehmen. Der BVB benötigt in den kommenden drei Partien gegen Nikosia und Tottenham Hotspur sowie bei Real Madrid ein Fußball-Wunder, um wie in den vergangenen vier Jahren in der K.o.-Phase eines europäischen Wettbewerbs zu stehen.

          Champions League

          Passend zum schlechtesten Saison-Auftritt war das 0:1 durch den ehemaligen Dresdner Profis Mikaël Poté (62. Minute) nach zwei schweren Fehlern von BVB-Keeper Roman Bürki. Zwar gelang Sokratis (67.) der schnelle Ausgleich, aber zum angestrebten Sieg reichte es nicht mehr.

          Für das angestrebte und beschworene erste Erfolgserlebnis in der diesjährigen Königsklasse nach den 1:3-Niederlagen in Tottenham und gegen Madrid rotierte BVB-Trainer Bosz fünf neue Spieler in die Startformation. Im Blickpunkt stand die Rückkehr von BVB-Kapitän Marcel Schmelzer, der nach auskurierter Sprunggelenk-Verletzung erstmals seit Anfang September wieder bei einem Spiel auf dem Platz stand. Und für den gegen Leipzig indisponierten U21-Europameister Jeremy Toljan rückte Innenverteidiger Marc Bartra auf die rechte Position in der Viererkette.

          Wie erwartet übernahm der favorisierte BVB von Beginn die Regie, tat sich aber beim Herausspielen klarer  Torchancen schwer. Lediglich Andrej Jarmolenko zeigte anfänglich Zug zum Tor und sorgte mit Abschlüssen zumindest für etwas Gefahr (4. und 14. Minute). Pässe in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr, mit denen die Borussia noch zum Bundesliga-Start geglänzt hatte, waren kaum zu sehen, – Stars wie Pierre-Emerick Aubameyang hingen in der Luft. Die Leichtigkeit des Bundesliga-Tabellenführers war verflogen.

          Und wie schon gegen Leipzig unterliefen der Borussia auch ungewohnt viele Fehler im Aufbauspiel. Die brachten die Gastgeber, die mehrere Spieler mit Deutschland-Erfahrung auf dem Feld hatten, ins Spiel. Der frühere Gladbacher und Hoffenheimer Igor de Camargo hatte nach einem schnellen Angriff mit einer Direktabnahme knapp am BVB-Tor vorbei die bis dahin größte Möglichkeit (16.). Dabei verletzte sich der Stürmer und musste nach einer halben Stunde raus. Für ihn kam der ehemalige Dresdner Mikaël Poté.

          Einige Fans von Borussia Dortmund sind mit ihrer Mannschaft nach Zypern gereist. Bilderstrecke
          Einige Fans von Borussia Dortmund sind mit ihrer Mannschaft nach Zypern gereist. :

          Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bot der BVB eine eines Bundesliga-Spitzenreiter unwürdige Vorstellung. Die  Leistung gipfelte dann in den Böcken von Roman Bürki, die zum Rückstand führten. Der BVB-Keeper spielte zunächst den Ball in die Füße von Lorenzo Ebecilio, den nachfolgenden Schuss des Mittelfeldspieler wehrte Bürki nach vorne ab – und Poté war zur Stelle.

          Erst nach dem Rückstand nahm das BVB-Spiel Tempo auf. Der schnelle Ausgleich durch den Kopfball von Sokratis nach Vorarbeit von Mario Götze brachte den BVB zurück ins Spiel. Nur zwei Minuten später war der BVB der Führung nahe, als Apoel-Keeper Raul Gudino einen Schuss von Shinji Kagwa an die Latte lenkte. Doch selbst die Einwechslungen weiterer Offensivspieler wie Maximilian Philipp und Alexander Isak brachten nicht den Sieg.

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